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Katalonien

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Lonicera Lonicera ist weiblich
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Katalonien Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Die gegenwärtigen Auseinandersetzungern um die Unabhängigkeit Kataloniens werden selbst auf fortschrittlichen Websites sehr widersprüchlich kommentiert, bewegen sich zwischen Zuspruch/Solidarität und Warnung/Ablehnung.
Offenbar liegt dies nicht zuletzt daran, dass dieses Geschehen durch unterschiedliche und teils sogar gegensätzliche Kräfte bestimmt wird, weshalb zu den meisten inhaltlichen Zielstellungen der formalen Unabhängigkeit kein Konsens existiert und die politischen/sozialen Auswirkungen sowohl für die die katalanische als auch die restliche spanische Bevölkerung nicht absehbar erscheinen.
Weitgehende Übereinstimmung besteht dagegen darin, dass die Ursachen der katalanischen Volkserhebung vor allem im sozialen Bereich und nicht zuletzt in der von Brüssel und Berlin bestimmten Politik zu suchen sind.
Ich setze unten zuerst mal den Link zu einem eben erschienenen "Rubikon"-Text, der nicht nur dazu harte Fakten benennt, sondern das Geschehen als komplizierte Entwicklung mit derzeit ungewissem Ausgang beschreibt, ohne ein endgültiges Urteil zu fällen.

__________________
Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 05.10.2017 03:04.

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RE: Katalonien Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
[...]
Im Januar 2012 erreichten die Statistiken über die Arbeitslosenzahlen ihren geschichtlichen Höhepunkt. La Encuesta de Población Activa schließt das vergangene Jahr mit einer Quote von 22,85% ab, was für 5.273.600 Personen Arbeitslosigkeit bedeutet. [...]
Seit Beginn der Krise 2008 gingen insgesamt 2,7 Millionen Arbeitsplätze verloren, 55 Prozent davon alleine in der Bauwirtschaft.
48,5 Prozent der unter 25-jährigen SpanierInnen sind ohne Arbeit. [...]
Nach einer Studie zur Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, die die Gewerkschaft UGT in der nordostspanischen Region Katalonien durchgeführt hat, arbeiten dort fast ein Viertel der Jugendlichen nicht. Ihre Zahl habe sich seit 2005 auf rund 155.000 fast verdreifacht.
In mehr als 1,5 Millionen spanischen Haushalten arbeitet kein einziges Mitglied. Infolge der Krise ist inzwischen jeder funfte Einwohner Spaniens unter die „relative“ Armutsgrenze gerutscht – das bedeutet ein Jahreseinkommen von weniger als 7.950 Euro bei einem Single-Haushalt oder von höchstens 16.684 Euro bei einer vierköpfigen Familie.
Als einer der Gründe der Misere werden die Reformen Mitte der achtziger Jahre angeführt, die die gesetzlichen Rahmenbedingungen fur zeitlich befristete Verträge schufen. [...] Jede/r Vierte arbeitete im vergangenen Jahr unter diesen Bedingungen. [...]
Die Reformen, die der spanische, sozialistische Regierungschef in seinem vorletzten Amtsjahr durchgesetzt hatte, erleichtern Unternehmen, Entlassungen schnell und unkompliziert abzuwickeln. Nach dem „Modelo alemán“ (dem deutschen Modell) beinhalteten die „Reformen“ sowohl die Durchsetzung von Kurzarbeit, die Minijob-Variante, als auch strengere soziale Kontrollen von ArbeitslosengeldempfängerInnen. [...]
Oft muss die Familie einspringen, Personen mit vierzig oder mehr Jahren ziehen zurück zu den Eltern, während die 30-Jährigen oftmals erst gar erst ausziehen, da die Löhne oder das Arbeitslosengeld nicht reichen, um alleine oder in einer WG zu wohnen.
25% der Arztbesuche in Spanien beziehen sich auf Fälle von Depression und Angstzustände der PatientInnen. [...]
Seit dem letzten Quartal 2011 steckt die spanische Wirtschaft in der Rezession und es ist keine Besserung in Sicht. [...]
Bevor man die Frage nach den Interessen und Gewinnern einer Abspaltung stellt, kann man bereits heute andere Fragen beantworten.
Hat die katalanische Regionalregierung, mit den Möglichkeiten des Autonomiestatus, den Menschen besser gedient, als die Zentralregierung? Hat die katalanische Regierung die Kosten der Finanzkrise anders verteilt als die Zentralregierung, die die Banken mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch bewahrte und die Kosten dieser Rettung vergesellschaftet hatte? Hat die katalanische Regionalregierung die (direkten und indirekten) Subventionen für Großunternehmen gekürzt, um die prekären Lebensverhältnissen zu stabilisieren bzw. zu mildern?
Mit den Fakten, die hier angeführt wurden, können diese Fragen eindeutig beantwortet werden: Nein. [...]
Wie geht es also weiter? Wie wird sich „podemos“, die Partei, die aus den Massenprotesten hervorging, verhalten? Wie wird sich die außerparlamentarische Linke positionieren?
Die Debatte ist eröffnet.

Vollständigen Terxt lesen unter
https://www.rubikon.news/artikel/linker-...s-in-katalonien
---------------

Weitere interessante Artikel/Stellungnahmen unter

http://www.nachdenkseiten.de/?p=40422

https://www.heise.de/tp/features/Spannun...en-3849285.html

https://www.freitag.de/autoren/der-freit...ktor-katalonien

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(Bertolt Brecht)

05.10.2017 03:05 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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