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Wirtschaftskrise

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Zum Ende der Seite springen Wirtschaftskrise
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Wirtschaftskrise Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wirtschaftskrise im Süden: So wird das nichts mit Europa

Von Markus Becker, Brüssel

In Italien droht ein Bankenkollaps, in Spanien, Portugal und Frankreich herrscht der Schuldenstaat: Die Eurozone driftet auseinander, Regeln werden kaum noch eingehalten.

Sonntag, 31.07.2016 – 07:21 Uhr

Eigentlich war alles wie immer: Die Südeuropäer hatten ihre Haushalte überzogen, und Wolfgang Schäuble gab den Vorkämpfer für eiserne Disziplin. Man habe bewiesen, "dass die Regeln des Stabilitätspakts tatsächlich angewandt werden", sagte der Bundesfinanzminister, nachdem er und seine EU-Amtskollegen Mitte Juli ein Strafverfahren gegen Spanien und Portugal eingeleitet hatten.

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31.07.2016 09:50 pussycat1 ist offline Beiträge von pussycat1 suchen Nehmen Sie pussycat1 in Ihre Freundesliste auf
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Droht eine neue Weltwirtschaftskrise? Und wie tief wird die Rezession in Deutschland?

Im vierten Quartal schrumpfte die US-Wirtschaft um annualisiert 6,2 Prozent – ein Schock. Selbst Pessimisten wie der New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini meinen: „Das ist noch schlimmer als erwartet.“ Die Weltwirtschaft versinkt synchronisiert in eine schwere Rezession. Das ist ein Unterschied zu bisherigen Abschwüngen, die nur einige Regionen erfassten. Für Exportweltmeister Deutschland verheißt das nichts Gutes. Norbert Walter rechnet 2009 mit einem Minus von fünf Prozent. Nicht mehr unvorstellbar, wenn man sich vor Augen führt, dass der Maschinenbau im Januar 42 Prozent weniger Aufträge erhielt als im Vorjahresmonat.


Quelle

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07.08.2016 14:49 pussycat1 ist offline Beiträge von pussycat1 suchen Nehmen Sie pussycat1 in Ihre Freundesliste auf
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RE: Wirtschaftskrise Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von pussycat1
Wirtschaftskrise im Süden: So wird das nichts mit Europa [...]

In Italien droht ein Bankenkollaps, in Spanien, Portugal und Frankreich herrscht der Schuldenstaat: Die Eurozone driftet auseinander, Regeln werden kaum noch eingehalten. [...]


... positive Nachrichten aus Portugal:

"Nach Jahren der Querelen untereinander gab kaum jemand der portugiesischen Linksregierung von 2015 eine Chance. Doch entgegen allen Erwartungen überzeugte das Bündnis aus Sozialdemokraten, Sozialisten und Kommunisten gerade auch in der Wirtschaftspolitik.

Ein Haushaltsdefizit von unter 2,5 Prozent und das größte Wirtschaftswachstum der Eurozone im dritten Quartal 2016: Nein, wir sprechen nicht von Deutschland. Es geht um Portugal. Ausgerechnet Portugal, das noch vor gar nicht so langer Zeit als eines der "Sorgenkinder" Europas galt. Und das sich dennoch entschied, der Austeritätspolitik à la Schäuble eine lange Nase zu drehen.
Während der Proteste versuchten die aufgebrachten Rentner, einen Polizeibus umzustürzen und die Residenz des Premierministers zu stürmen.

Während die anderen so genannten "Sorgenkinder" Europas, Spanien und Griechenland, trotz braver Umsetzung der Austeritätspolitik nicht vom Fleck kommen, ist in Portugal der Turnaround gelungen. Und das gegen den Widerstand der neoliberalen Agenden von IWF, Troika und Wolfgang Schäuble. Die Arbeitslosigkeit sinkt, der Tourismus brummt - gefördert durch Steuersenkungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Die Steuereinahmen steigen, unter anderem auch durch gestiegene Löhne. Sie lesen richtig: gestiegene Löhne.

Zudem greift das Regierungsprogramm, das ins Leben gerufen wurde, um säumige Steuerschuldner zum Zahlen zu bewegen. So konnte Finanzminister Mário Centeno zusätzliche 511 Millionen Euro in seinen Kassen verbuchen, das sind immerhin 0,3 Prozent der portugiesischen Wirtschaftsleistung. [...]

Wovon Portugal zusätzlich profitiert: Dadurch, dass sich eine Mehrzahl der Steuersünder für eine Ratenzahlung entschieden hat, kann der portugiesische Fiskus auch in den nächsten Jahren mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Zum Vergleich: Spanien hatte praktisch eine Steueramnestie vollzogen. Steuerhinterzieher zahlten nur drei Prozent Abgeltungssteuer – statt 50 Prozent Einkommenssteuer. Das Minus macht sich im spanischen Haushalt auf deutliche Weise bemerkbar. Auch im Jahr 2016 dürfte die zulässige Defizitmarke der EU von drei Prozent überschritten worden sein.

Zudem ist die Arbeitslosenrate in Spanien trotz aggressiver Arbeitsmarkt-Reformen doppelt so hoch wie in Portugal. Auch in Griechenland, das sich dem Diktat der Troika ergeben hat, sind nach wie vor mehr als 1,2 Millionen Menschen ohne Arbeit. In der Altersgruppe bis 24 Jahren sind knapp 47 Prozent ohne Arbeit. Und 90 Prozent der Arbeitslosen in Griechenland müssen ohne staatliche Hilfen auskommen.

Die Trendwende in Portugal hingegen führt sogar dazu, dass im kommenden Jahr die Sozialleistungen weiter ausgebaut werden. Sie lesen immer noch richtig: ausgeweitete Sozialleistungen. Die von der konservativen Vorgängerregierung eingeführten Sondersteuern sowie Lohn- und Rentenkürzungen werden zurückgenommen.

Der Mindestlohn wird von 530 auf 557 Euro im Monat angehoben. Bei 14 Jahresgehältern. Dabei sorgte die Ankündigung der portugiesischen Regierung, ihren eigenen Weg gehen zu wollen, bei einigen Europäern zunächst für Panik inklusive offenen Drohungen. Der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble meinte zunächst, dass die Portugiesen bald wieder "ein neues Rettungsprogramm beantragen" werden müssen. Er drohte sogar mit einer Geldstrafe und Kürzungen von EU-Geldern. [...]"


https://deutsch.rt.com/europa/44935-port...n-griechenland/


Stresstest - "Großraum Krefeld"

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03.01.2017 13:05 Stresstest ist offline E-Mail an Stresstest senden Beiträge von Stresstest suchen Nehmen Sie Stresstest in Ihre Freundesliste auf
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Realitätsverlust in Brüssel und Berlin Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Matthias Weik und Marc Friedrich
zu Jean-Claude Junckers Grundsatzrede "Lage der Union 2017"
Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren. (Ayn Rand)

Zitat:

Wir können nur noch mit dem Kopf schütteln und sind fassungslos. Mittlerweile scheint sich der totale Realitätsverlust unter den EU-Granden in den Elfenbeintürmen in Brüssel breit zu machen. Anders lässt sich der Plan von EU-Kommissionspräsident Juncker, den Euro in der gesamten Europäischen Union einführen - also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern - nicht erklären. Ferner sollen alle EU-Länder der Schengenzone ohne Grenzkontrollen beitreten, wie EU-Diplomaten vor Junckers Grundsatzrede im Europaparlament sagten. Obendrein soll die EU weiter wachsen: Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben.
Finanzminister Wolfgang Schäuble findet die Idee gut.
"Bundesfinanzminister Schäuble unterstützt die Pläne von EU-Kommissionspräsident Juncker - knüpft eine Erweiterung der Eurozone jedoch an die Erfüllung bestimmter Kriterien."
Moment mal: Hat man nicht schon mal "bestimmte Kriterien" gehabt und diese rigoros gebrochen? Waren diese Kriterien nicht Grundlage für die Währungsunion? Maastrichter Kriterien? Lissabonner Vertrag? No Bail Out Klausel etc. pp .
Allesamt wurden diese Gesetze und Kriterien verletzt und gebrochen.
Wieso soll es dieses Mal funktionieren? [...]

Weiterlesen unter
https://www.heise.de/tp/features/Realtit...in-3833455.html

Um ehrlich zu sein: Währungsprobleme sind nicht das, worüber ich bevorzugt nachdenke, und außerdem gibt es hier im Forum mit Dir, @Stresstest, einen Spezialisten. Was meinst Du zu den Ansichten der beiden Autoren?
Mir scheinen besonders Feststellungen/Vorschläge wie diese interessant:

Zitat:
Die EZB-Notenbankpolitik hat den deutschen Sparer bisher bereits heute über 436 Milliarden Euro gekostet und macht es den jungen Menschen immer schwerer, adäquat für das Alter vorzusorgen. Nach wie vor versuchen die EZB und die nationalen Notenbanken die Krise mit der Druckpresse zu lösen. Bis Ende des Jahres hat die EZB knapp 2,2 Billionen Euro aus dem Nichts erschaffen. Mittlerweile hat sie [...] vom Volumen der Bilanzsumme her selbst die US-Notenbank FED überholt - und es wird fleißig weitergedruckt: momentan 60 Milliarden Euro pro Monat. Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine Krise nachhaltig mit der Notenbankpresse gelöst. [...]
Es ist [...] nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland kontinuierlich auf- und in Spanien und Italien weiterhin abwärts geht. [...]
All dies wird uns vor der Bundestagswahl natürlich nicht erzählt. Es werden vielmehr Nebelkerzen geworfen und Nichtigkeiten besprochen. [...]
Deutschland wird immer stärker - und Südeuropa immer schwächer. Im Zins- und Währungskorsett des Euros werden die Länder Südeuropas keinesfalls mehr auf die Beine kommen.
Sollten zukünftig auch noch Länder wie Bulgarien und Rumänien (mit im Verhältnis zu Deutschland äußerst schwachen Volkswirtschaften) in die Eurozone kommen, dann hilft ein Blick nach Griechenland, um zu erkennen, was diesen Ländern blühen wird.
Griechenland ist nach wie vor bankrott. Dennoch erhält das Land laufend neues Steuergeld. [...]
Der Schuldenschnitt Griechenlands muss und wird kommen - jedoch erst nach der Bundestagswahl. [...]
Der Euro funktioniert nicht!
Nun will man die destruktive Währungsunion auf weitere Volkswirtschaften ausweiten. Besser wäre es, wenn wir anfangen würden, Länder von ihr endlich zu befreien (Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich etc.), um den Menschen und der Wirtschaft zu helfen. So ist es nur ein langsamer volkswirtschaftlicher Tod auf Raten.
Bei so viel Weltfremdheit und Realitätsverlust darf man sich nicht wundern, wenn populistische Kräfte in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen. [...]


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Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

16.09.2017 02:58 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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ja, sehr gute Feststellungen, Top
16.09.2017 21:42 hoffi ist offline E-Mail an hoffi senden Beiträge von hoffi suchen Nehmen Sie hoffi in Ihre Freundesliste auf
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Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist gezwungen sie zu wiederholen (George Santayana) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
[...]Der Nationalsozialismus erfuhr seinen Aufstieg infolge der Weltwirtschaftskrise von 1929.
Im Massenelend der Depression der frühen 30er Jahre konnten die Nazis ihre Ideologie einer konformistischen Rebellion - bestens finanziert durch reaktionäre Unternehmer - erfolgreich propagieren.
Faschismus kann somit als eine offen terroristische Krisennorm kapitalistischer Herrschaft verstanden werden.
In einer ähnlichen, sogar noch gefährlicheren, Krisenkonstellation befindet sich das kapitalistische Weltsystem auch derzeit, weshalb die extreme Rechte auch jetzt Auftrieb erhält, in den Terror, in die Barbarei steuert.
Die Parallelen zu den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts sind offensichtlich - und ein großer Teil der politischen und ideologischen Anstrengungen der neuen deutschen Rechten besteht darin, diese offensichtlichen Gemeinsamkeiten zu verschleiern.
Die tiefe, strukturelle Krise des kapitalistischen Weltsystems äußert sich nicht nur in den immer weiter anwachsenden Schuldenberge in der Geldflut der Notenbanken, sondern auch in einer kaum noch zu leugnenden Klimakrise in die der kapitalistische Verbrennungswahn die Menschheit stürzt.
Der Erfolg des europäischen wie deutschen Präfaschismus beruht gerade darauf, dass diese Krisenverwerfungen zumindest dumpf als Angst wahrgenommen und in entsprechende Krisenideologien eingebaut werden - während der neoliberale Medienmainstream aller Evidenz zum Trotz so tut, als ob es ewig so weitergehen könnte wie bisher.
Die dumpf empfundene, unreflektierte Angst vor der Krise, vor den zunehmenden Fluchtbewegungen, vor den reihenweise zusammenbrechenden Staaten, vor der ansteigenden Kriegsgefahr - sie wird von der Rechten instrumentalisiert und in entsprechenden Ideologien verarbeitet, die die Krisenopfer zu Krisenverursachern stempeln.
Und auch schon der Neoliberalismus war - seit den 80ern - eine erste Krisenideologie, die auf Krisenerscheinungen mit einer Entgrenzung des Kapitals, mit einer wilden Flucht nach vorn regierte, die nun von der neuen Rechten vollends ins irrationale Extrem getrieben wird.
Der spätestens seit dem Wahlantritt Trumps zunehmende Protektionismus entzieht der neoliberalen Globalisierung zunehmend ihre ökonomische Grundlage - und verschafft weltweit national-protektionistischen Tendenzen auftrieb.
Was den Aufstieg des ins barbarische Extrem strebenden Rechtspopulismus befördert, ist somit zuallererst die Ignoranz, die Ignoranz gegenüber der Krise, die ja auch im Wahlkampf keine Rolle spielte, sowohl als Wirtschafts- wie auch als Umweltkrise. Der neoliberale Medienmainstream tut aller Evidenz zum Trotz so, als ob es ewig so weitergehen könnte wie bisher, als ob vor der Menschheit keine fundamentalen Herausforderungen stünden. (Hervorhebg.Lon.)
Diese neoliberale Ideologie des Faktischen, die den Ist-Zustand einfach in alle Ewigkeit verlängern will, befördert somit angstgetriebene konformistische Rebellionen, die in die 70er, in die 50er - oder in die 30er zurückkehren wollen. Diese dumpfe unverstandene Krisenangst - die vom Mainstream ignoriert wird - ist es ja gerade, die letztendlich den Aufstieg der der Rechten befördert.
Die Rechtspopulisten brechen alle zivilisatorischen Tabus, um das eine systemische Tabu aufrechterhalten zu können: Es dürfen keine Systemalternativen zur kapitalistischen Dauerkrise diskutiert werden.

Ich will/muss zwar meine (1929er) Augen vorläufig etwas mehr schonen und nicht mehr so lange vorm PC sitzen, sie aber bei derart wichtigen Artikeln wie dem unten verlinkten wohl doch ab und zu mal zudrücken. Zwinker2
Denn mindestens ebenso bemerkenswert wie die oben zitierten historischen Schlussbemerkungen ist die auf den beiden ersten Seiten des Artikels von Tomasz Konicz nachzulesende Analyse der AfD-Programmatik/Absichten.

Brecht: "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber".

Lesen unter
https://www.heise.de/tp/features/Nationa...al-3837939.html

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Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 22.09.2017 03:12.

22.09.2017 03:10 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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