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Kollektive Bequemlichkeitsverblödung

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Zum Ende der Seite springen Kollektive Bequemlichkeitsverblödung
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Lonicera Lonicera ist weiblich
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Kollektive Bequemlichkeitsverblödung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Magdeburger Psychologe und Politikwissenschaftler Thomas Kliche erkennt einen "Globalisierungsschock" durch Phänomene wie den Flüchtlingszustrom, den Syrienkonflikt und die Terroranschläge von Paris.

Zitat:
[...] Grundsätzlich bedeutet so etwas für eine Gesellschaft natürlich viel Stress, auf den die Menschen auf unterschiedliche Weise und unterschiedlich schnell reagieren.
Es gibt aber drei grundlegende Muster. Die einen Menschen wollen aktiv werden, die Probleme anpacken und bewältigen - etwa bei der Unterstützung von Flüchtlingen. Andere greifen auf einfache und billige Erklärungsmuster zurück. Und die dritte Gruppe leugnet einfach den Veränderungsbedarf und gaukelt sich vor, dass letztlich alles beim Alten bleibt. [...] Den Kopf in den Sand zu stecken, bringt jedoch nichts, dann werden die Risiken noch größer.[...]
Weitsichtige Pläne, Orientierung und Initiative waren nicht gerade die Markenzeichen der Regierung. Viele Politiker bekommen jedoch jetzt auch ganz ungerecht die Wut und Verzweiflung ab, die das Ende der alten Gemütlichkeit bei vielen ausgelöst hat. Der psychologische Kontrakt bis August 2015 war ja: alles ruhig, alles wird gut, Mutti richtet das schon [...]
Die Forschung spricht schon von einer Spät- oder Untergangsphase der Demokratie, weil die Leute lieber dreimal im Jahr Urlaub machen oder Dschungelcamp schauen, als sich auch nur mit den einfachsten Grundlagen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu beschäftigen.
Kollektive Bequemlichkeitsverblödung fällt aber jeder Gesellschaft irgendwann auf die Füße - es wird immer anstrengender, für vernünftige Lösungen Unterstützung zu erhalten.[...]
Wir haben vergessen, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Konsumgüter sind, sondern Werte, die wir bei aller Veränderung mit gemeinsamer Anstrengung zu erhalten gilt.[...]
Wenn wir schon nicht mit den Flüchtlingen klarkommen, wie wollen wir dann mit den Folgen des Klimawandels fertig werden? [...]


Vollständiges Interview lesen unter
http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/m...6,33849414.html

__________________
Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

26.02.2016 05:42 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: Kollektive Bequemlichkeitsverblödung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

PK
Ich finde "Bequemlichkeitsverblödung" als Zustandsbezeichnung für die Masse der deutschen/europäischen Wohlstandsbürger ebenso treffend wie die obigen Passagen des Interviews.
Und nach meinem Eindruck empören sich gegenwärtig jene Leute am meisten über den Flüchtlingszustrom, die sich zuvor am wenigsten gegen seine Ursachen engagierten oder überhaupt für sie interessierten. Vereinfacht gesagt: Die Kriege waren ja alle so schön weit weg und die aus sonstigen Gründen verelenden Völkerschaften, zumal die islamischen, an ihrem Elend sowieso selber schuld.
Es ist erstaunlich, womit mancher dieser Tage allen Ernstes seine Ängste begründet. Las ich doch beispielsweise in einem anderen Forum von einem kleinen bayerischen Ort mit 8 oder 9 Höfen, zwei Pferden, einem Fohlen, allerhand Hühnern und ein paar Kühen. Und die bisher friedlich (mit vier oder fünf Hunden) allein lebende Userin sah große Probleme voraus, falls dort Flüchtlinge auftauchen sollten, falls das Moslems sein sollten, falls die dann gegen 22,00 Uhr noch beten wollten und falls dies die Kühe anderer Leute beunruhigen würde. Da fällt mir tatsächlich kein besserer Begriff ein als der oben genannte.
Anderer Ansicht als der Interviewte bin ich im Hinblick auf die AfD und habe diese Passagen im vorstehenden Auszug deshalb weggelassen. Sie sind nur unter dem Link nachlesbar.
Herr Kliche sagt: "AfD ist ein vorübergehendes Stoffwechselprodukt der Geschichte".
Soweit es nur den Parteinamen betrifft, kann das stimmen. Aber die innenpolitische Situation in Deutschland ist nicht mehr die gleiche wie vor zwanzig/fünfundzwanzig Jahren. Soziale Spannungen sind gewachsen, Krisensymptome häufen sich und schüren zunehmende Existenzängste. Es gab bereits vor dem Flüchtlingsstrom eine deutliche Rechtsentwicklung. Und die wird sich auch dann nicht automatisch zurückbilden, wenn sich die allgemeine Hysterie etwas gelegt hat. Dafür werden die Chefetagen in Politik und Ökonomie schon sorgen.
Zuzustimmen ist dem Interviewten darin, dass die von der AfD und anderen Rechtsauslegern angebotenen "Problemlösungen" keine sind und der Praxis nicht standhalten.
Aber werden sie deshalb samt ihren Verfechtern wirklich auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden?
Vielleicht trifft das auf die Partei AfD zu.
Doch Leute wie Gauland, Petry und andere dürften kein Problem damit haben, ihren Dummenfang für die Weiterentwicklung nach rechts auch unter anderen Namen und Parolen voranzutreiben.
Es gab schließlich auch vor 1933 jede Menge kluger Leute die meinten, die Ziele der Nazis seien derart absurd, dass sie binnen kurzem abgewirtschaftet hätten, falls sie je an die Macht gelangten.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 26.02.2016 06:04.

26.02.2016 05:57 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
Waldi Waldi ist männlich
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Indem man die Flüchtlinge unterstützt, werden die Probleme aber nicht angepackt.
Nicht die Flüchtlinge sind das Problem und auch nicht die Lage der Flüchtlinge.
Das Problem sind die Machtkämpfe der Großmacht und der Möchtegerngroßmächte.
Die die Kriege geschürt haben, Unruhe angezettelt haben und über Leichen gehen.
Das war auch schon bei der SPD-Schröder Bombardierung von Jugoslawien so.

Nur mal so am Rande:
Was hatten wir doch für eine friedliche Zeit - im Gegensatz zu heute - als es noch sozialistische Staaten gab ...


Der Waldi
28.02.2016 10:33 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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