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360°-Panorama Dresden 1945

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360°-Panorama Dresden 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich hörte gestern in den Nachrichten davon und fand heute bei mdr dieses kurze Video zur Zerstörung Dresdens am 13./14. Februar 1945:

http://www.mdr.de/mdr-aktuell/video248088.html

Meine geliebte Semperoper sah danach so aus



und unsere Familie lebte mit Ausgebombten auf engstem Raum wie auf einer Insel inmitten eines riesigen Trümmerfeldes.
Großmutter starb Anfang 1946 an den durch anhaltende Hungerjahre verstärkten Folgen einer schweren Rauchvergiftung.

Das war der Ausblick aus unserer Dachluke


(Die drei vorstehenden Fotos stammen von meinem Bruder)


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Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 24.01.2015 17:52.

24.01.2015 16:55 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Und selbst die hochragenden Fassaden und Schornsteine blieben lebensgefährlich.
Ich wurde im Winter 1945/1946 in der Nähe des Altmarkts beinahe von einem zusammenstürzenden Schornstein erschlagen.
Mich rettete meine Reaktionsschnelligkeit.
Aber dem alten Mann neben mir konnte niemand mehr helfen.

Zunächst schien es unvorstellbar, die riesige Trümmerwüste zu beräumen und die Stadt am gleichen Ort neu aufzubauen.
Es gab ernst zu nehmende Diskussionen, sie zu verlagern.

Aber das scheinbar Unmögliche wurde geschafft und 1985 auch die neu aufgebaute Semperoper wieder eröffnet.




Wie ich hörte, gehen viele Besucher aus der Alt-BRD ganz selbstverständlich davon aus, dass Dresden erst nach 1990 zu alter und neuer Schönheit erblühte.
Aber sie irren. Das haben wir DDR-Bürger geschafft.

Nur die Ruine der Frauenkirche, in deren Kellerräumen damals viele Menschen einen grauenvollen Tod fanden, wollten wir stehen lassen - als Denkanstoß und bleibendes Mahnmal gegen den Krieg.



Ich meine immer noch, dass das richtig gewesen wäre.
Und dies besonders, nachdem von deutschem Boden wieder Krieg ausgeht und künftig in alle Welt getragen werden soll.

Jeder Krieg kehrt früher oder später an seinen Ausgangsort zurück.
Der Terror gegen die Zivilbevölkerung anderer Länder wird durch Terror gegen die einheimische Zivilbevölkerung beantwortet.

Damals geschah das flächendeckend durch anglo-amerikanische Bomben, in Zukunft vielleicht nur durch das eine oder andere Attentat.

Und wenn von Ramstein aus gesteuerte US-Drohnen weiterhin ganze Familien und Hochzeitsgesellschaften auslöschen, müssen die Täter nicht mal unbedingt Islamisten sein ...

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Zitat:
Original von Lonicera [...]


Wie ich hörte, gehen viele Besucher aus der Alt-BRD ganz selbstverständlich davon aus, dass Dresden erst nach 1990 zu alter und neuer Schönheit erblühte.
Aber sie irren. Das haben wir DDR-Bürger geschafft. [...]


... nur, um deine Aussage zu belegen, liebe @Lonicera:

"Wiedereröffnung vor 25 Jahren
Die "dritte Semperoper" feiert


[...] Am 13.2. feiert das Opernhaus den 25. Geburtstag seiner Wiedereröffnung. Selbst viele Deutsche, die noch nie hier waren, kennen es. Die Werbekampagne einer Brauerei hat den Prachtbau von Architekt Gottfried Semper (1803-1879) zum Allgemeinwissen erhoben. Intendant Gerd Uecker sieht das zwiespältig. "Einerseits war das ein medialer Glücksfall. Keine Oper Deutschlands ist so bekannt wie die Semperoper. Allerdings hat sich der Begriff abgekoppelt von unserem Produkt." Aber auch in anderer Hinsicht gibt es Aufklärungsbedarf: Viele Touristen aus dem Westen glauben immer noch, der Wiederaufbau der Semperoper wäre nach der Wende per Solizuschlag erfolgt.

Es flossen 225 Millionen DDR-Mark

Tatsache ist: Bis zum Finale am 13. Februar 1985 flossen rund 225 Millionen DDR-Mark in den Bau. Weiteres Geld kam Werkstätten und drei Neubauten hinter der Oper zugute. Der weitgehend originalgetreue Wiederaufbau wurde auch für die beteiligten Gewerke zur Herzenssache. Wie viele unbezahlte Überstunden in den Bau flossen, ist unbekannt. Heute ist von der "dritten Semperoper" die Rede. Das erste Königliche Hoftheater Sempers war 1841 an gleicher Stelle eingeweiht worden und brannte 1869 aus. Das zweite Opernhaus von 1878 im Stil der Neorenaissance mit barocken Elementen fiel bei der Zerstörung Dresden am 13./14. Februar 1945 in Schutt und Asche. [...]"


http://www.n-tv.de/panorama/Die-dritte-S...icle726819.html


Stresstest - "Großraum Krefeld"

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"Eine nicht manipulierte Lotterie ist in deinem Land leider nicht verfügbar!"
25.01.2015 01:06 Stresstest ist offline E-Mail an Stresstest senden Beiträge von Stresstest suchen Nehmen Sie Stresstest in Ihre Freundesliste auf
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RE: 360°-Panorama Dresden 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Danke, @Stresstest Winken

Tja, und kurz nach meinen beiden gestrigen Einträgen erlebte ich dann zufällig ein TV-Wiedersehen mit "meiner" Semperoper und dem Dresdner Theaterplatz: Semperopernbälle - Rückblick und Vorschau. Das Video ist sicher noch in der 3sat-Mediatathek zu finden.
Bei mir hinterließ die Sendung äußerst gemischte Gefühle.
Einerseits freute ich ich natürlich über den Blick in die vertrauten Räumlichkeiten im Zusammenklang mit wunderbarer Musik und großartigen künstlerischen Leistungen.
Andererseits wurde ich unerwartet Zeugin einer vollendeten Okkupation: Die Semperoper in der Hand der üblichen Schicki-Micki-Clique aus Hoch- und Geldadel samt irgendwelchen Polit- und sonstigen Promis - die creme de la creme der westlich-abendländischen Gesellschaft beim exklusiven Feiern, dienstbeflissen und geradezu unterwürfig vorgeführt vom früheren DDR-Bürger Gunther Emmerlich.
Passend dazu die ehrwürdige Außenfassade des Hauses wie die Buden eines Rummelplatzes in wechselnden Farben, eine häßlicher als die andere - Semper würde sich im Grabe umdrehen. Aber dem "Volk" scheint es zu behagen. Das steht seit 2006 bei Wind und Wetter in Massen jährlich draußen auf dem Theaterplatz, erfreut sich seiner vermeintlichen Teilhabe an dem auf Großleinwand gezeigten Innengeschehen, macht sich zum begeisterten Statisten dieses Events, den Dresdner Opernball zum allerbesten deutschlandweit - und findet sein Ausgesperrtsein offenbar ganz normal.
Diese Szenen besaßen überzeugende Symbolkraft - es war ein Blick in unsere derzeitigen gesellschaftlichen Verhältnisse. Denn selbst ausschließlich in Bezug auf die Semperoper endet das Ausgesperrtsein ja nicht, wenn der Spuk der "Reichen und Schönen" wieder mal für ein Jahr vorbei ist. Als ich mir und meinen Kindern voriges Jahr anlässlich meines 85. einen "Schwanensee-Ballettabend" spendierte, kostete ein Platz im 3. Rang, Seite, hinterste Reihe immerhin mehr als 50 € ! Ich vermute, dass die Aufführungen mittlerweile hauptsächlich von in- und ausländischen Touristen gebucht werden und die meisten Dresdner sich die zu DDR-Zeiten normalen und oft regelmäßigen Besuche nicht mehr leisten können
Aber wozu gibt es schließlich das seichte TV-Programm.
Und alle Jahre wieder darf man dann auf dem Theaterplatz Wiener Walzer tanzen. Oder neuerdings auch wöchentlich unter PEGIDA-Losungen demonstrieren.
Es ist zwar nicht ausgemacht, dass unter den Opernball-Fans überhaupt PEGIDA-Anhänger sind. Aber wenn dann einer der vergangenen Opernbälle mit einem gigantischen Feuerwerk und der herrlichen Schillerschen Ode aus Beethovens Neunter ausklingt, ein gefühlt tausendstimmiger Chor singt: "Seid umschlungen Millionen, diesen Kuss der ganzen Welt! Alle Menschen werden Brüder ..." und das Publikum auf dem Platz ergriffen lauscht oder mitsingt, stellt man sich doch unwillkürlich einige Fragen.
Ach, Ihr PEGIDA-Dresdner! Ihr seid zwar mitnichten in der Mehrheit, aber ich würde selbst Euch absolut verstehen und unterstützen. Doch wer all seine Enttäuschungen, Alltagssorgen und Zukunftsängste ernsthaft einem von Rassisten und Demagogen erdachten Schreckgespenst anlasten will, schadet nicht nur anderen, sondern auch sich selbst. Sucht nach den wahren Gründen und ihren Verursachern, dann findet Ihr auch die richtigen Losungen für Demonstrationen!
Und wenn ich mir die Äußerungen und Reaktionen unserer führenden Politiker und Medien durchdenke, bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass sie - wie bei vielem anderen - auch bei ihrer bemühten PEGIDA-Schelte heucheln. Man braucht stets ein Feindbild, das die Massen in Wallung bringt. Früher die Juden, heute der Islam (und natürlich die Russen). Aber wenn der Topf vorzeitig überzukochen droht, lüftet man zeitweilig den Deckel, schaltet die Temperatur zurück - und lässt das Gebräu trotzdem weiterköcheln.

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25.01.2015 07:09 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: 360°-Panorama Dresden 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Übrigens: Während der huldvolle Besuch der schwedischen Königin Silvia verbal und szenisch ausgiebigst gewürdigt wurde - sie erhielt sogar eine Medaille, überreicht - wenn mich meine alten Augen nicht täuschten - sogar vom unsäglichen Ex-MP Roland Koch. Dagegen war es dem Cheforganisator des Semperopernballs offenkundig peinlich, dass auch Putin selbigen im Jahre 2009 besucht hatte. Heutzutage würde man ihn wahrscheinlich hinauskomplimentieren. Und dies, obwohl viele hervorragende Solisten der Semperoper - typisch dafür das Ballett - gebürtige Russen sind und ihre Ausbildung in Russland erhielten. Ist deshalb vielleicht in Bälde eine PEGRUDA-Bewegung angesagt, wenn die PEGIDA endlich ausgedient hat? Augenrollen Pfeiffen

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25.01.2015 07:09 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: 360°-Panorama Dresden 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

So, und nun habe ich meine schriftlichen Einlassungen (und Hinweise auf entsprechende Fotos in unserem Forum) per E-Mail dem kommissarischen Intendanten der Semperoper geschickt. Es könnte demnach sein, dass jemand von dort mal hier hereinschaut.
Also benehmen wir uns doch am besten ausnahmsweise mal richtig kultiviert, ja? necken

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25.01.2015 12:10 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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@Lonicera:

Danke - für deine wahren Worte!


Der Waldi
25.01.2015 12:53 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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Heute vor 70 Jahren: Meine Erinnerungen an den 13. Februar 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

" ... Die Mittlere Reife wurde der gesamten Klasse an einem herrlichen Vorfrühlings- und Faschingsdienstagmorgen zugesprochen. Aus irgendwelchen Gründen waren die Zeugnisse nicht fertig, so daß wir die Neugier auf Einzelzensuren noch einige Tage würden zähmen müssen. Dennoch: Hauptsache Ferien und nie wieder Schule! Von allen verhaßten Schulängsten befreit, rannte ich in unbeschreiblichem Jubel zum „Blauen Wunder“ und meinem Fluß, träumte mich über die sonnigen Hügel näher an das geliebte Felsengebirge heran und war unendlich glücklich. Das ganze, herrliche Leben lag vor mir. Daran würden weder der ernste Wachsoldat im Brückentürmchen noch das bereits vernehmliche Grollen der näherrückenden Front etwas ändern. Ich hatte trotz aller Greuelerzählungen nun vor nichts und niemand mehr Angst.
Und in der Tat verließ mich mein Mut auch wenige Stunden später nicht, als das Inferno des 13./14. Februar 1945 über meine Stadt hereinbrach. Nachdem der Bombenhagel nachließ, hatte ich nur ein Ziel: gegen die Vernichtung zu kämpfen, unsere Wohnung, das Haus, das Leben zu verteidigen. Der heulende Feuersturm schlug bereits wie eine riesige Flamme darüber hinweg. ..."

PK
Den oben stehenden längeren Textauszug erlaube ich mir, weil ich den betreffenden Artikel selbst geschrieben habe. Wer diesen vollständig lesen möchte, findet im Thread Geschichte, "In der DDR war alles besser" S. 6, den entsprechenden Link (Spurensicherung. Wege in die DDR. "Dresden-Hamburg und zurück"). Ich könnte ihn natürlich hier noch mal einsetzen, bin aber seit gestern link-scheu geworden. Pfeiffen

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13.02.2015 03:59 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Das Unheil begann 1939/Kurt Pätzold Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

PK
Bemerkungen zur Methode:
Nachdem ich zum wiederholten Mal gerügt wurde, nehme ich die Herausforderung an und werde in der Regel künftig versuchen, statt meiner bisher verwendeten Direktlinks zu interessanten Artikeln lediglich meine Ansichten zu Gesamttexten bzw. Einzelpassagen zu posten.
Wer sich trotzdem für das Original interessiert, findet es über die von ihm benutzte Suchmaschine.
Bei mir (Ask) funktioniert das, indem ich den im oben stehenden "Thema" genannten Titel/Verfasser markiere, kopiere, in das "Search"-Fenster eingebe, "Enter" drücke und bei den dort aufgeblätterten Links den zutreffenden anklicke. Dieses neue Verfahren kostet Interessenten und Kontrolleure zwar mehr Nerven, schont aber meine eigenen. Zu beachten ist allerdings, dass es mit voranschreitender Zeit aufwändiger wird, d.h. wer noch heute nach dem o.g. Artikel sucht, wird sofort fündig, während er in einigen Tagen/Wochen möglicher Weise blättern muss.
Eine andere Methode wäre, die aktuelle Tagesausgabe bzw. das Archiv der jeweils von mir genannten Quelle aufzurufen.
---------------
Der oben unter "Thema" genannte Text erschien in der heutigen jungenWelt.

Interessant ist für mich schon mal der Verfasser. Während ich, damals noch 15jährig, in Dresden-Striesen - voller Freude über meinen erfolgreichen Mittelabschluss und einen auch sonst wunderbaren Vorfrühlingstag ohne Vorahnung von dem bevorstehenden Inferno mein karges Kriegs-Abendessen verspeiste, stand Kurt Pätzold als Breslauer Flüchtlingskind auf einer Treppe des Görlitzer Bahnhofs. Der hoffnungslos überfüllte Zug nach Dresden fuhr ohne ihn ab und geriet am Zielort in den verheerenden Bombenhagel.

Der heute 85jährige Autor fragt nun: Wer verantwortet dieses Morden? Seine Antwort lautet völlig zu Recht: In erster Linie alle, die diesen Krieg vorbereitet und begonnen hatten. Schuldig waren aber nicht nur Hitler und seine Auftraggeber aus Industrie- und Bankkapital, sondern auch die Vertreter jener führenden deutschen Militärclique die sich selbst dann nicht geschlagen wollten, als dieser Krieg bereits eindeutig verloren war. Interessant und neu für mich der Vergleich des Autors mit den Feldmarschällen und Generalen des Deutschen Kaiserreiches, die sich in ähnlicher Situation zu anderen Entscheidungen durchrangen.
"Wer von den Toten des Luftkrieges und den Zerstörungen durch sogenannte Bombenteppiche spricht, hat folglich zuerst von den deutschen Durchhaltestrategen, denen mit den höchsten Orden und den roten Biesen, zu reden, die mit wenigen Ausnahmen lebend und gesund in Gefangenschaft gingen."
Und selbstverständlich darf man bei der Schuldfrage unser eigenes Verhalten nicht ausklammern. Meine eigene Erfahrung ist, dass man selbst schon als Kind von dem allgegenwärtigen Begeisterungstaumel mitgerissen wurde.
"Nichts korrumpiert so sehr wie der Erfolg", stellt Kurt Pätzold fest. Erst Österreich, die Sudetengebiete, dann das "Protektorat" Böhmen und Mähren "friedlich" vereinnahmt, danach Polen besiegt, Dänemark und Norwegen besetzt, die Niederlande und Belgien eingenommen, schließlich Frankreich unterworfen ...
Und England bombardiert "Ran an den Feind, Bomben auf Engeland" - die Melodie kenne ich noch heute. Man hörte sie tagtäglich im Radio, sah in der Kino-Wochenschau strahlenden, siegesgewissen Stuka-Piloten bei ihrer "Arbeit" zu und war sich der eigenen moralischen Überlegenheit über die böse Feindeswelt, der historischenn Mission Deutschlands gewiss.

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13.02.2015 11:32 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: Das Unheil begann 1939/Kurt Pätzold Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Forts.
Kurtz Pätzold fragt: "An wie vielen deutschen Abendbrottischen ist 1940/1941 darüber gesprochen worden, wie es zu gleicher Stunde denen in London, in Southampton oder Liverpool erging?" An unserem Dresdner Abendbrottisch vom 13. Februar 1945 jedenfalls nicht, das kann ich bestätigen.
Der Autor erläutert darüber hinaus die militärischen Beweggründe der westlichen Alliierten zur flächendeckenden Bombardierung deutscher Städte, die nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen sind. Die faschistische Kriegmaschinerie war zwar durch das siegreiche Vorrücken der sowjetischen Armee ins Stottern geraten, aber "sie arbeitete, und das nicht zuletzt, weil sie noch immer durch die schuftende Zivilbevölkerung, die Ausbeutung der Zwangsarbeiter und der Kriegsgefangenen in Gang gehalten wurde. Die Trümmerhaufen der deutschen Städte, selbst wenn darin die ausgesprochen kriegswichtigen Anlagen nicht getroffen wurden, banden einen Teil dieser Arbeitskräfte durch die Aufwendungen für das notdürftige Weiterleben in ihnen. Lässt sich das Ergebnis der Luftattacken auch nicht in insgesamt verlorengegangenen Arbeitsstunden errechnen, so ist die Tatsache der Schwächung der deutschen Widerstandskräfte doch offenkundig."

Den Text von Kurt Pätzold im Original zu lesen, lohnt sich.

In einem Punkt muss ich ihm jedoch widerpsrechen.
Er fragt: "Wie viele Dresdner haben sich inmitten ihrer ruinierten Stadt ... an ihre Wahrnehmungen und Gedanken, ihr Tun und Lassen erinnert? Sie und die Bewohner vieler anderer deutscher Städte, die ähnliches erlebten und durchlitten, hatten auf die verschiedenste Weise zu dem beigetragen, was unstreitig zur Vorgeschichte ihres Unglücks gehörte. ...Wann und wo haben sich jene gemeldet, die beim Blick zurück von sich sagen mussten: Mea culpa, mea maxima culpa, nicht im Sinne der Allein- oder Hauptschuld, aber einer Mitschuld, eines teilweisen Selbstverschuldens."
Vielleicht finde ich noch heraus, wo er sich in der ersten Nachkriegszeit aufhielt.
Aber zumindest große Teile der Dresdner Jugend stellten sich dieser schmerzhaften Frage mit großer Konsequenz. Die mit Hilfe bewährter Antifaschisten gewonnenen Erkenntnisse bestimmten fortan nicht nur ihr eigenes Leben, sondern beeinflussten oft auch das familiäre Umfeld - in meinem Fall Mutter und Tante.
Und noch etwas: Der Autor schildert vorzugsweise die Terrorangriffe der deutschen Luftwaffe gegen England. Aber auch in der Sowjetunion hagelte es deutsche Bomben, wurden ganze Städte vernichtet. Dennoch blieben gleich geartete Vergeltungsmaßnahmen der sowjetischen Streitkräfte aus. Das "Warum" versuchte mir ein sowjetischer Offizier - er war Ukrainer - in der Nacht des 8. Mai 1945 zu erklären. Ich habe sie und anderes in meinem weiter oben erwähnten Erlebnisbericht beschrieben. Dieses Gespräch war der eigentliche Beginn meines persönlichen Erkenntnisprozesses.

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13.02.2015 11:33 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: Das Unheil begann 1939/Kurt Pätzold Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

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Genauso habe ich mir das gewünscht.
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13.02.2015 17:50 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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Kurt Pätzold lag schon richtig mit seiner Meinung.
Auch jetzt wird viel an Frühstückstischen beredet.
Aber die Bühnen werden den Schreihälsen, Politikern und anderen
Egoisten überlassen.
Die anständigen Menschen müssen endlich wach werden, aufstehen und ihr Recht einfordern.
Ihr Recht auf ein friedliches Miteinander, eine friedliche Zukunft!

Warum wurde denn jetzt wieder gerügt?
Andere (Schreihälse) schreiben nur Unwahrheiten und einen passenden Link dazu - ohne Rüge!



Der Waldi
14.02.2015 11:23 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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Genauso habe ich mir das gewünscht.
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Danke für den Beifall Danke
Allerdings komme ich mir bei dieser Formulierung "Wir wollen dich als User bewerten..." fast wie eines der armen Würstchen vor der Bohlenschen DSDS-Jury vor. Augenrollen
Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe mich Euren methodischen Wünschen nicht deshalb angepasst, weil ich sie im Hinblick auf die Belebung der Diskussion für besonders Erfolg versprechend halte, sondern weil sie für mich eine persönliche Herausforderung darstellen. Ich muss ja nun, um anhand einer konkreten Medien-Quelle (und wir nennen uns ja schließlich Medien-Forum) eine Diskussionsvorlage zu liefern, quasi eine vollständige Rezension zu jedem Text schreiben. Das ist schon ziemlich anspruchsvoll, und ich bezweifle außerdem, dass der Effekt ein besserer sein wird als mein bisheriges Angebot, den Artikel (im Zusammenhang mit meinem PK) über Link selbst zu lesen.

Nach meiner Vermutung liegt das eigentliche Problem in der Zusammensetzung unserer User, deren überwiegendes Interesse wahrscheinlich nicht auf politischem Gebiet, sondern bei BB und ähnlichen Formaten liegt.

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RE: Das Unheil begann 1939/Kurt Pätzold Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

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Original von Lonicera


Nach meiner Vermutung liegt das eigentliche Problem in der Zusammensetzung unserer User, deren überwiegendes Interesse wahrscheinlich nicht auf politischem Gebiet, sondern bei BB und ähnlichen Formaten liegt.


Das mag vielleicht gegenwärtig so sein.
Aber trotzdem haben wir eigentlich noch genug politisch interessierte User.

Und auch was die Äußerungen von Kurt Pätzold zu Dresden und insbesondere zu den Bombardements deutscher Städte betrifft so bin ich der Meinung, er hatte dabei einen wesentlichen Punkt völlig außer acht gelassen.
Es ist in keinster Weise darauf eingegangen, dass es bei diesen Bombardements auch darum ging den Bodentruppen der Sowjets so wenig wie möglich Nützliches und Wertvolles in die Hände fallen zu lassen.
Es lief kurz vor dem Kriegsende schon etwas nach dem Motto: Was ich nicht bekommen kann soll auch kein anderer haben.

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14.02.2015 23:28 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Elster
Zitat:
Original von Lonicera


Nach meiner Vermutung liegt das eigentliche Problem in der Zusammensetzung unserer User, deren überwiegendes Interesse wahrscheinlich nicht auf politischem Gebiet, sondern bei BB und ähnlichen Formaten liegt.


Das mag vielleicht gegenwärtig so sein.
Aber trotzdem haben wir eigentlich noch genug politisch interessierte User.

Und auch was die Äußerungen von Kurt Pätzold zu Dresden und insbesondere zu den Bombardements deutscher Städte betrifft so bin ich der Meinung, er hatte dabei einen wesentlichen Punkt völlig außer acht gelassen.
Es ist in keinster Weise darauf eingegangen, dass es bei diesen Bombardements auch darum ging den Bodentruppen der Sowjets so wenig wie möglich Nützliches und Wertvolles in die Hände fallen zu lassen.
Es lief kurz vor dem Kriegsende schon etwas nach dem Motto: Was ich nicht bekommen kann soll auch kein anderer haben.


Ergänzend zu den Userinteressen: Klar hat jeder irgendwie eine Meinung zu politischen Problemen, das bringen allein schon Alltagserfahrung und Medien mit sich.
Was ich meine sind User, deren Interesse so weit geht, dass sie nicht alles glauben, was ihnen vorgesetzt wird, sondern Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge suchen/bewerten.
Und - ganz wichtig - dass sie deshalb auch bereit sind, sachlich und vorurteilslos mit Menschen bzw. Medien umzugehen, die dazu beitragen wollen/können.
Ich erinnere mich noch gut an Zeiten, als meine Links zur jW allein schon deshalb negativ kommentiert wurden, weil in deren Impressum die Farbe Rot auftauchte.
Oder das gnadenlose DDR-Bashing, verbunden mit dem Getöse: Im Westen waren und sind stets die Guten, die freiheitlich-demokratischen Friedensengel usw.
Und das ging dann, wie Du weißt bzw. nachlesen kannst, sehr schnell ins Persönliche nach dem Motto: Da traut sich doch tatsächlich eine betonköpfige DDR-Altlinke, in diesem netten BB-Forum ihr Lügenmaul aufzureißen und uns zu widersprechen.
Da zählten dann keinerlei Fakten mehr, das Opfer war gefunden.
Und als es sich beharrlich der geforderten Unterwerfung widersetzte, strafte man es zumindest mit Nichtachtung, empfahl anderen das Ignorieren sämtlicher Politikthreads oder hüllte sich in ewiges Protestschweigen.
Ich vermute, dass sich an der Grundeinstellung solcher User seitdem nicht viel verändert hat, obwohl der eine oder andere sicher im Zusammenhang mit Newtopia 2015 wieder aus der Versenkung auftauchen wird.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 15.02.2015 06:52.

15.02.2015 06:45 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Zu den Flächenbombardements der westlichen Alliierten gegen Kriegsende: Deine Vermutung entspricht meiner Überzeugung, die ich hier im Forum nicht nur einmal erwähnt habe.
Pätzold bemüht sich, im Hinblick auf die Vernichtung Dresdens den bisher wenig beachteten Aspekt einzubringen, dass diese doch wohl auch irgendwie zur Verkürzung des Krieges und Vermeidung weiterer Opfer auf Seiten der Alliierten beigetragen hat. Das weise auch ich nicht von der Hand, und die Frage der Verhältnismäßigkeit verbietet sich angesichts der Schuldfrage.
Obwohl die Sowjetunion im Gegensatz zu den Westalliierten trotz unvorstellbarer Opferzahlen auf der eigenen Seite auf einen vergleichbaren Vernichtungsfeldzug gegen die deutsche Zivilbevölkerung verzichtete. "Die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleiben" - so der (verruchte!) Stalin, und diesem Prinzip entsprach denn auch die sowjetische Politik in Krieg und Frieden.
Deshalb hat mich, nebenbei gesagt, vor einigen Tagen die Reaktion eines zumindest unwissenden Publikums auf entsprechende Äußerungen Lawrwos wieder echt auf die Palme gebracht. Der russische Außenminister hatte erwähnt, dass nicht die Sowjetunion die Spaltung Deutschlands verursacht hätte und wurde daraufhin mit Buhrufen überschüttet. Diese Kritiker sollten sich bei Wikipedia mal darüber informieren, welche Nachkriegspläne Churchill und Roosevelt für Deutschland auf der Teheraner Konferenz entwickelten! Und bis in die 50er Jahre gab es immer wieder sowjetische und DDR-Initiativen in Richtung Einheit, die vom Westen abgeschmettert oder schlicht ignoriert wurden. "Für Einheit und gerechten Frieden" war damals unsere wichtigste Losung, bis die BRD mit den Pariser Verträgen dem westlichen Militärbündnis einverleibt wurde.
Aber das darf natürlich alles nicht wahr gewesen sein.

Doch zurück zu den Motiven der Bombardierung Dresdens.
Ich teile Deine Sicht und möchte sie noch um einen Aspekt erweitern: Die Sowjetarmee stand im Februar 1945 bereits an der Oder. Inwieweit die Vernichtung meiner Heimatstadt überhaupt zur Beschleunigung ihres Siegeszuges beitrug, kann ich nicht beurteilen. Aber selbst dies hätte die darauf folgende ungeheure Belastung durch die Übernahme unserer nahezu total zerstörten Stadt nicht aufgewogen.
Der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion begann bereits vor der Kapitulation Hitlerdeutschlands. Churchill: "Wir haben das falsche Schwein geschlachet."

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15.02.2015 06:49 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Das Trauma sitzt noch immer tief Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Beim diesem Text handelt es sich um ein am 13.2.15 bei SPON erschienenes Interview mit dem international renommierten Tübinger Kulturwissenschaftler Martin Roth, der nach 1990 rund 15 Jahre in Dresden lebte und von 2001 bis 2011 Generaldirektor der dortigen Staatlichen Kunstsammlungen war.
Mein Eindruck nach dem Lesen ist zwiespältig. Einerseits berichtet Martin Roth in schöner Offenheit über sehr bemerkenswerte Fakten und Erlebnisse, andererseits halte ich nicht nur seine Einschätzung „des“ Dresdners bzw. von PEGIDA für diskussionswürdig, sondern vor allem seine Schilderung des baulichen Zustandes der Stadt im Jahre 1989 für absolut daneben.
Aber vielleicht haben die SPON-Redakteure ja auch einfach jene Passagen gestrichen, die ortsunkundige Leser auf den Gedanken bringen könnten, dass Dresden zum genannten Zeitpunkt bereits eine unter der „SED-Herrschaft“ weitgehend wieder aufgebaute, sehr schöne und lebenswerte Stadt war – und dies einschließlich seiner bedeutendsten Kulturdenkmäler und des gesamten Stadtzentrums. Selbst mit dem Wiederaufbau des Wettiner-Schlosses hatten wir bereits Jahre zuvor begonnen. Wer’s nicht glaubt, kann sich problemlos bei Wikipedia usw. informieren.
Und wie liest sich das bei Herrn Roth? „ … Als ich 1989 zum ersten Mal nach Dresden kam, führte mich ein älterer, sehr freundlicher Herr, der die Bombennacht erlebt hatte, durchs Zentrum. "Da ist die Sophienkirche", sagte er, "dort das Albert-Theater", und so nannte er ein Gebäude nach dem nächsten, als stünde es noch dort. Aber da war nichts, nur Zerstörung. Als führte er mich durch eine Geisterstadt …“
Doch auch seine Charakteristik der Dresdner Bevölkerung geht völlig an der Realität vorbei. Er beschreibt sie als von jeher gutbürgerlich, intellektuell und meist wohlhabend. Dass es in der bedeutenden Industriestadt auch andere gab und gibt – und zwar in überwältigender Überzahl - kommt nur am Rande vor.
Auf die Frage „Warum hat es in Dresden nur so spät und so schwach Protest gegen Pegida gegeben“, antwortet er: „Die Bürger kommen von ihren schönen Villen auf den Elbhängen nicht hinab ins Tal. Wobei die Erbauer der Villen und ihre Nachfahren ja längst an der Fifth Avenue leben oder in Rio de Janeiro oder Tel Aviv. ... Diese Bürger fehlen heute. Und nicht nur wegen des Geldes. Dresden geht es zwar immer besser. Aber viele Menschen fühlen sich außen vor. Welche Identität haben sie denn nach 1989 gefunden? Sie konnten reisen. Irgendwann gab es einen Boss-Anzug. Dann einen VW Golf. Aber was war das Verbindende nach dem Zusammenbruch der DDR? Ein Mitarbeiter im Museum sagte mir mal: "Mir fehlt mein Kollektiv." Das fand ich einen extrem ehrlichen Satz. ...“
Na immerhin. Ich glaube sogar, dass Herr Roth ehrlich ist. Aber er lebte offenbar auch als zeitweiliger Wahl-Dresdner in Kreisen, die mich stark an den “Turm“-Verfasser Uwe Tellkamp erinnern: Fernab von der Masse der Bevölkerung und dennoch mit dem absoluten Anspruch, sie zu beurteilen. Durch Tellkamps dicken und hoch dekorierten Dresden-Wälzer habe ich mich vor Jahren gut- und toleranzwillig bis zu der Stelle durchgequält, als er die Dresdner in der Adventszeit beschreibt: Er sah sie vereinzelt geduckt und ängstlich wie graue Schemen durch die dunkle Innenstadt huschen … An dieser Stelle klappte ich das Buch dann ein- für allemal zu. Die schriftstellerische Anmaßung eines selbstfixierten Psychopathen ist schon schlimm genug, wesentlich schlimmer aber, dass man seinen gestörten Blick auf die Verhältnisse zur absoluten Wahrheit verklärt.

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15.02.2015 11:54 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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RE: Das Trauma sitzt noch immer tief Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Forts.
Von diesen beiden wesentlichen Kritikpunkten abgesehen halte ich persönlichen Erfahrungen von Herrn Roth für ziemlich aufschlussreich. Da finden sich Aussagen wie diese:

„ … Ich weiß noch, wie der derzeitige Chefdirigent der Staatskapelle, Christian Thielemann (lt. Wikip. Westberliner, Lon.) , eines Tages zu uns ins Museum kam und insistierte, weil unter Ausstellungsstücken die korrekten polnischen Ortsnamen standen und nicht die alten deutschen.“

„Ich könnte jetzt stundenlang Anekdoten erzählen. Zum Beispiel vom früheren Ministerpräsidenten Georg Milbradt. Er wollte die 550 Jahre alten Kunstsammlungen Sachsens auflösen, weil er meinte, man brauche sie im 21. Jahrhundert nicht mehr und verteile sie lieber in der sächsischen Provinz. Ein FDP-Politiker warnte mich, er werde meinen Museumsetat kürzen - sofern ich nicht einen Auftrag an seine Privatfirma erteilte. Ein CDU-Grande drohte ebenfalls mit Folgen für meine Museen, sollte ich seinen Sohn nicht einstellen. Selbst dass ich meinen Skiurlaub nicht in Deutschland verbracht hatte, wurde von einem Christdemokraten kritisiert. Ein hoher Landesbeamter hat mir damals seine eigene Unterwürfigkeit als Vorbild dargestellt: Er diene in Vasallentreue seinem Minister, so wie treue Gefolgsleute einst Napoleon gedient hätten. Dasselbe erwarte er auch von mir. …“
Pfeiffen

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15.02.2015 11:55 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Beitrag geköscht - da der gepostete Text die Unwahrheit über das verlinkte Video sagt - Elster

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15.02.2015 19:55 Saebelzahnbiber ist offline Homepage von Saebelzahnbiber Beiträge von Saebelzahnbiber suchen Nehmen Sie Saebelzahnbiber in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Saebelzahnbiber: keine Angabe YIM-Name von Saebelzahnbiber: keine Angabe MSN Passport-Profil von Saebelzahnbiber anzeigen
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Man ist von diesem User ja schon allerhand gewohnt, aber für mich persönlich ist das Vorstehende an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten.

Im Gegensatz zu @Saebelzahn und anderen rechten Schreihälsen habe ich durch die Bombardierung Dresdens zwei Verwandte und andere nahestehende Menschen verloren, den Feuersturm und die Vernichtung meiner geliebten Heimatstadt erlebt.
Wenn jemand heute das Recht zur Anklage hätte, dann wohl Überlebende wie ich, aber keinesfalls Leute, die mit Hinweis auf den „alliierten Bombenholocaust“ Kriegsschuld und Naziverbrechen relativieren und letztendlich rechtfertigen wollen.

Aus welcher Richtung bei ihnen der Wind weht, ist unschwer aus den Kommentaren zum Video zu entnehmen, darunter solche: „Einmal mit dem Wasserwerfer durchgekärchert und dann Natronlauge draufstreuen, dann haben diese Minusmenschen auch später noch was davon.“ „Eher Wasserwerfer mit Benzin füllen und nen Piëzo zünder am Strahler anbringen. Dem ganzen Pack mal zeigen was Feuersturm heisst.“
Noch bekennt sich keiner der Kommentatoren offen zum Faschismus, den verorten sie ebenso wie @Saebelzahnbiber sicherheitshalber links, bei den „Ökostalinistischen, veganverschwulten Asyl-Neger-Verstehern“, dem „sozialistischen Gutmenschen Dreckspack“. Ihr irrwitziges Resümee: „Faschismus ist Links, Hitler, Goebbels, Mengele und die anderen Verbrecher des dritten Reiches waren bekennende Linke. Wir sind heute mit den linken Parteien an einem Punkt angelangt wo damals Hitler seine Macht mit der SA (heutige Antifa) brutal ausbaute.“

Mit Blick auf die eigene Familiengeschichte ist es Herrn Gauck sicher nicht leichtgefallen, anlässlich der Dresdner Gedenkfeierlichkeiten laut auszusprechen, was ihm seine Ghostwriter aufgeschrieben hatten, um vor einer Relativierung der deutschen Kriegsschuld und einer Instrumentalisierung der Opfer zu warnen: »Wir wissen, wer den mörderischen Krieg begonnen hat. Und deshalb wollen und werden wir niemals die Opfer deutscher Kriegsführung vergessen. Ein Land, das für eine Ungeheuerlichkeit wie den Völkermord steht, konnte nicht damit rechnen, ungestraft und unbeschädigt aus einem Krieg hervorzugehen, den es selbst vom Zaun gebrochen hatte«.

Der im Video gezeigte »Mahngang Täterspuren« war eine Reaktion auf angemeldete rechtsextreme Aktivitäten und führte zu historischen Orten in der Stadt, die beispielhaft für die Verstrickungen Dresdens mit der Naziherrschaft sind.
Und die in vorderster Reihe demonstrierende weißhaarige Altdresdnerin könnte ich gewesen sein. Top

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16.02.2015 04:35 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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