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Flüchtlingsstrom ohne Ende ???

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Zum Ende der Seite springen Flüchtlingsstrom ohne Ende ???
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Gedanken zur offiziellen "Einheitsfeier" am 3.10.16 in Dresden Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich habe zwar insgesamt nur wenig mehr als zwei Jahrzehnte dort gelebt, aber als gebürtiger Dresdnerin ist mir in den letzten Tagen doch so einiges durch den Kopf gegangen.
Dass ich die Hetze/Hatz gegen Flüchtlinge und damit auch Pegida, AfD und Rechtsextremismus strikt ablehne, dürfte klar sein.

Allerdings wehre ich mich ebenfalls entschieden gegen das nach dem letzten offiziellen "Bericht zum Stand der deutschen Einheit" und den Ereignissen in Dresden sintflutartig anschwellende Ostdeutschen-Bashing.

Davor warnt auch der Extremismusforscher Prof. Hajo Funke, der in einem dreimütigen Interview so viel Richtiges und Wichtiges sagt, wie keiner der maßgeblichen bundesdeutschen Politiker in langen Statements.

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Ich-bin-gegen-Ostdeutschen-Bash
ing-article18783826.html

Die maßgeblichen deutschen Politiker und die gesamtdeutschen Eliten leben offensichtlich auf einem anderen Stern, sonnen sich in ihrer Selbstzufriedenheit, ignorieren die sich keineswegs grundlos verschlechternde Befindlichkeit/Stimmungslage breiter Bevölkerungsschichten, sind an nichts schuld und natürlich vor allem nicht an der politischen Entwicklung in Ostdeutschland seit 1990.

Statt dessen versuchen sie, den Ostdeutschen einzureden, wie gut es ihnen doch nun geht und wie dankbar sie sein müssen.

Exemplarisch dafür die Reden von Bundestagspräsident Lammert und seinem Vorgänger Thierse, die offenbar selbst an ihre Schwafeleien glauben. Mit diesen Leuten würde ich ganz gern mal diskutieren.

Was sich da am 3.10. in Dresden an Offiziellen versammelte, war eine abgehobene Prominenz, die ihre Feierlichkeiten genau so gut an jedem anderen Ort oder auf dem Mond hätte durchziehen können.
Denn Gedanken um die speziellen Gegebenheiten hatte man sich jedenfalls nicht gemacht.

Es mag für manche eine Kleinigkeit sein, aber mich empört beispielsweise seit langem die Verquickung von Staat und Kirche, die bei solchen Gelegenheiten augenfällig ist und es in Dresden besonders war.
Nichts dagegen, dass gläubige Politiker privat einen Gottesdienst besuchen.
Aber diesen in einer Stadt mit 80% nicht konfessionell gebundenen Einwohnern zum Bestandteil der offiziellen Feierlichkeiten zu machen, ist nicht nur grundgesetzwidrig, sondern unverschämt.

Dass sich die Semperoper bestens für den Staatsakt eignete, war klar.
Aber wie viele Dresdner können sich dort noch die Eintrittspreise leisten?
Beim berühmten "Semperopernball" feiert drinnen die reiche in- und ausländische Prominenz, während das "Volk" ein bißchen von draußen zuschauen darf.

Dass es sich dann kaum mit dieser Art von Gästen identifiziert, sollte niemanden wundern.
05.10.2016 04:44
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Die "ANSTALT" vom 4.10.16 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

befasste sich vor allem mit der "Flüchtlingsproblematik" und ist wie immer sehr sehenswert.
Ich finde es sehr erfreulich, dass außer v.Wagner und Uthoff immer wieder neue talentierte Mitwirkende in dieser Satiresendung auftauchen, davon auch welche mit "Migrationshintergrund". Den Auftritt des "Türken" fand ich beispielsweise besonders gelungen.
 Top  

Video anschauen unter
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/2078314#/beitrag/video/28491
74/Die-Anstalt-vom-4-Oktober-2016
05.10.2016 15:50
Waldi Waldi ist männlich
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Sie - "unsere Politiker" - leben nicht auf einem anderen Stern.
Es sind nur nicht unsere Volksvertreter - sie vertreten die Interessen von anderen Menschen.
Das müsste langsam doch jedem Bürger bewusst sein.

Aber jetzt gibt es wieder neue Wahlversprechen und da wird der Bürger wieder wählen ...


Der Waldi
07.10.2016 11:25 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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Die Menschen in Ostdeutschland müssen nichr dankbar sein Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

" ... Wofür genau sollen die Menschen in Ostdeutschland dankbar sein? Für den Fall der Mauer? Das haben sie selbst hingekriegt. Für „blühenden Landschaften“, einst von Kohl versprochen? Dazu muss man wohl nichts sagen, oder? Blutleere Landschaften träfe es besser und wäre ehrlicher.
Also, noch mal die Frage: Wofür sollen die Ostdeutschen dankbar sein? Dafür das Löhne und Renten nach wie vor nicht dem Westen angepasst sind? Dafür, dass Ostdeutschland als Wirtschaftsstandort vom Westen des Landes stiefmütterlich behandelt wird? Dafür, dass immer mehr Verfall zu beobachten ist und die Menschen die Flucht ergreifen müssen, in der Hoffnung, dass es woanders vielleicht ein bisschen besser ist?

Was in Dresden passiert ist, lag nahe, ging eigentlich gar nicht anders. Und in der Geschichte politischer Auseinandersetzungen muss man lange (erfolglos) suchen, wenn man Demonstrationen oder Aufstände ausfindig machen will, bei denen Formulierungen wie „Entschuldigung, wir sind mit der Gesamtsituation nicht einverstanden“ gebraucht werden. Natürlich waren die Demonstranten sauer, aufgebracht, wütend und aggressiv. Alles andere hätte auf die kollektive Einnahme beruhigender Substanzen hingedeutet.

Fehlt noch etwas?
Ach ja, die Sache mit den Neonazis, klar. Von denen müssen sich jetzt also dann mal alle Ostdeutschen distanzieren, richtig? So wie sich alle Muslime vom Terrorismus im Allgemeinen und alle Syrer vom IS im Besonderen distanzieren müssen. Wie peinlich ist das denn!?
Diese Angewohnheit, alle Menschen, gleich welche religiösen oder geografischen Hintergründe sie haben, in Sippenhaft zu nehmen, ist einfach nur grauenvoll. Insbesondere, weil diese Sippenhaft gern ausgerechnet von denen geäußert wird, die für sich selbst in Anspruch nehmen, mit dem Holocaust nichts zu tun zu haben, weil sie ja dafür viel zu spät geboren wurden. Da ist Sippenhaft doof, aber sonst ist sie total ok.

Die Menschen im Osten des Landes sind verlassen worden, ihr altes System, das durchaus positive Errungenschaften hatte, wurde einfach komplett ausverkauft, statt sich die erhaltenswerten Dinge zu übernehmen. Die Freiheit für 100,- Mark ist dem Neoliberalismus gewichen, der sich einen Scheiß um die schert, denen es wirtschaftlich schlecht geht. Das äußert sich facettenreich. Und schmutzig. Das führt zu Frust und Wut. Und zu Hass.
Wenn man den Ostdeutschen etwas vorwerfen kann, dann ist das etwas, das man den Westdeutschen ebenso vorwerfen kann: Sie machen die Falschen für ihre Misere verantwortlich, nämlich leider viel zu oft Arme, Alte, Geflüchtete.
Aber als Merkel & Co da waren, da traf es mal die Richtigen. Die nämlich, die sich jetzt moralisch aufspielen, aber maßgeblichen Anteil daran haben, dass es in vielen Ecken im Osten so trist ist, wie es ist."

Vollständiger Text unter
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/133926/unsere-taeglich-not-gibt-uns
-heute-die-menschen-in-ostdeutschland-muessen-nicht-dankbar-sein#more-13392
6

---------------
Und soweit ich gelesen habe, ist die Ablehnung einer Konfrontation/eines Krieges mit Russland im Osten viel weiter verbreitet als im Westen!
11.10.2016 17:57
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Das Thema und alles, worüber Du schreibst wurde gestern abend ganz gut in "hart aber fair" diskutiert und sogar sehr nachvollziehbar versucht, die Gründe dafür zu erklären. Man müsste es sich angucken!
11.10.2016 19:07 hoffi ist offline E-Mail an hoffi senden Beiträge von hoffi suchen Nehmen Sie hoffi in Ihre Freundesliste auf
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Danke für den Hinweis @hoffi, ich habe mir eben das Wichtigste aus der Sendung angeschaut. Wollte eigentlich den Link setzen, verzichte aber darauf, weil ich der AfD nicht noch mehr Zulauf verschaffen möchte (selbst wenn es nur 3 oder 4 der User/Besucher dieses Forums sein sollten.)
Um nicht allzu drastisch zu werden, fasse ich mein Urteil mal ganz kurz so zusammen: Wer sich über die Dresdner "Pöbeleien" bzw. den Zuwachs von Pegida, AfD usw. aufregt, sollte sich die Diskussion anschauen und analysieren, weil er dann einen Gutteil der Gründe kennt, aus denen sich diese Entwicklung speist.
PLATZECK: Erläuterungen grundsätzlich richtig und gut gemeint, aber noch viel zu rücksichtsvoll hinsichtlich der gegenüber den Ostdeutschen betriebenen Politik seit 1990!
GLEICKE: Mainstream-Schwimmerin, angebliche DDR-Bürgerrechtlerin, schwafelte immer wieder was von "friedlicher Revolution" und einmal sogar, man habe sich schließlich "den Panzern entgegengestellt". Da hatte sie wohl Halluzinationen, denn NVA wie Sowjetarmee blieben auf Befehl in den Kasernen, und es ist nicht zuletzt ihr Verdienst, dass alles friedlich verlief.
JÜRGS, LASCHET und mit Abstrichen auch PLASBERG: Für mich die seit langem anschaulichste Verkörperung selbstgerechter westdeutscher Ignoranz und Arroganz, welche die Wurzel allen gegenwärtigen Übels in der Nazizeit plus 40 Jahren DDR entdeckt haben will. Die beiden Erstgenannten äußerten sich derart abfällig und realitätsfern über das Leben und den erreichten Entwicklungsstand in der DDR, dass jedem normalen Ostdeutschen und speziell einem Dresdner, der seine Stadt mitsamt Zwinger, Kathedrale, Semperoper u. a. Kulturdenkmälern aus einem schier unendlichen Trümmerfeld wieder aufgebaut hat, die Galle überlaufen muss.
POGGENBURG: Ich traute meinen Ohren kaum, dass ausgerechnet der AfD-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt energisch gegen diese unglaubliche Diffamierung anging und u.a. auch betonte, dass die DDR-Bürger sehr wohl friedlich mit Ausländern verschiedenster Nationalität zusammen gearbeitet, gelebt und gefeiert haben.
Allerdings hatte er zu Beginn allzuviel Verständnis für jene Leute geäußert, die es als unzumutbar empfinden, dass wegen der "vielen Flüchtlinge" für ihre eigenen Belange kein Geld da ist.
Und auch wer sich das reaktionäre Programm der AfD anschaut, weiß woher der Wind weht. Aber welcher "Wutbürger" tut das schon?
Da Herr Poggenburg, wie ich nun vermute, wahrscheinlich auch im zurückliegenden Wahlkampf nicht zu den harschen DDR-Teufelsaustreibern gehörte, könnte es m. E. durchaus sein, dass diese gemäßigte Haltung neben anderen Faktoren zum sensationellen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt beigetragen hat.
Dies sollte vor allem die LINKE analysieren und überlegen, ob es nach 26 Jahren nicht endlich an der Zeit wäre, aus dem miesen Chor der DDR-Verleumder auszusteigen. Ihrem Wahlergebnis dürfte es mit Sicherheit nicht schaden.
In diesem Zusammenhang: Was ich in der Talkshow am meisten vermisste, war der kritische Blick auf die verhängnisvolle Außenpolitik der BRD seit 1990. Im Schlepptau von USA/NATO ist sie mittlerweile für tausende/abertausende Tote, Verletzte und Geflüchtete mitverantwortlich. In einem solchen Staat zu leben, ist für mich kein Grund zu Freude und Stolz.
12.10.2016 19:08
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Kriminalstatistiken Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

"Seit Beginn der Flüchtlingskrise ranken sich Stereotype über Flüchtlinge. Was ist an ihnen eigentlich dran?

Als sich das Kölner Amtsgericht vergangene Woche an die Presse wandte, hätte das eigentlich bundesweit Aufmerksamkeit erregen müssen. Schließlich hatten die Richter ein vorläufiges Fazit der Kölner Silvesternacht vorbereitet und damit zu jenem Ereignis, das wahrscheinlich wie kein anderes die öffentliche Meinung in der sogenannten Flüchtlingskrise prägte.
Von rund 2.000 überwiegend arabisch stämmigen Sexualstraftäter hatten Medien damals berichtet und das das Ende der Willkommenskultur beschworen. Die Bundesregierung verschärfte in der Folge das Asylrecht, vereinfachte Abschiebungen und schloss Rücknahmeabkommen mit nordafrikanischen Ländern. Ein wachsender Teil der Öffentlichkeit folgte dem Klischee vom triebgesteuerten Araber, der besser zu Hause geblieben wäre.
Wenige Monate später folgte die mediale Fortsetzung: Nahezu täglich drangen Meldungen über vergewaltigende Flüchtlinge in deutschen Schwimmbädern auf Facebook-Timelines. Oder war es andersherum?
Vom ansteigenden Drogenhandel bis zu Massenschlägereien in Flüchtlingsunterkünften, von Bautzen bis zur Theresienwiese hält sich bis heute das Klischee, dass Flüchtlinge stärker zur Kriminalität neigen als ihre deutsche Mitbürger.
"Im Schlepptau der ungeregelten Zuwanderung von über einer Million Asylantragsteller 2015 nimmt auch die Kriminalität in nie gekanntem Ausmaße zu" - Dieser Aussage stimmten im Januar 95 Prozent der AfD-Mitglieder in einer internen Umfrage zu. Aber nicht nur Anhänger der Rechtspopulisten sind von diesem Zusammenhang überzeugt: Eine repräsentative Allensbach-Umfrage ergab, dass 79 Prozent der Deutschen annehmen, dass durch den Zuzug von Flüchtlingen die Kriminalität in Deutschland zunehmen werde.
Bleibt die Frage, ob das stimmt. ... "

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49781/1.html

-----------------

Diese Ergebnisse überraschen mich nicht.
Desto mehr bin ich aufgewühlt von der gestrigen Nachricht, wonach Schmöllner Einwohner einen jugendlichen Flüchtling nicht nur nicht daran hinderten, sich aus einem Fenster in den sicheren Tod zu stürzen, sondern ihn sogar noch dazu aufforderten und die Szene filmten.
Ich finde buchstäblich keine Worte, um meinen Abscheu vor einem derart entmenschlichten Verhalten auszudrücken und kann nur hoffen, dass sich die Meldung nicht bestätigt.
Den Jungen erweckt es nicht wieder zum Leben - aber solche "Mitbürger" gehörten lebenslänglich an den öffentlichen Pranger gestellt, und die Massen der AfD-Mitläufer müssten zutiefst vor sich selbst erschrecken. Statt dessen wird dieses Ereignis, sollte es sich bestätigen, zwar einigen Staub aufwirbeln, danach aber vermutlich sehr rasch im Strudel der Hatz auf Flüchtlinge untergehen.
Wie schrieb Heinrich Heine vor fast 200 Jahren: "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."  Kotzi  
23.10.2016 02:16
Elster
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RE: Kriminalstatistiken Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von P.S.

Desto mehr bin ich aufgewühlt von der gestrigen Nachricht, wonach Schmöllner Einwohner einen jugendlichen Flüchtling nicht nur nicht daran hinderten, sich aus einem Fenster in den sicheren Tod zu stürzen, sondern ihn sogar noch dazu aufforderten und die Szene filmten.
Meldung nicht bestätigt.


Verhindern konnten die Zuschauer das nicht denn Polizei und Feuerwehr war schon lange vor Ort und konnten das auch nicht verhindern.
Gefilmt wurde es nicht nur von einzelnen Einwohnern sondern auch sowohl von der örtlichen Presse als auch von der Polizei.

Trotzdem, in dem Bericht den du zitierst hört sich das Ganze erst einmal so an als wäre der Jugendliche nur wegen den Einwohnern gesprungen. Und das ist grundsätzlich erst einmal eine Falschinformation auf Kosten der Einwohner von Schmölln die da verbreitet wurde. Und du springst auf diesen Zug auf.

So, und jetzt lies mal das


Hier

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23.10.2016 15:39 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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@Elster
Und Du lies mal das


" ... Zugleich bestätigte Hirsch noch einmal, dass nach Angaben seiner Mitarbeiterin im Laufe der guten Stunde, in der Rettungskräfte, Notarzt und Betreuer versucht haben, den Flüchtling vom Sprung abzuhalten, definitiv Rufe wie "Spring doch" oder so ähnlich aus der Menge der Schaulustigen gefallen sein sollen.

Auch wenn die bisherigen polizeilichen Ermittlungen dies nicht ergeben haben, bestätigten Polizei und Feuerwehr allerdings, dass sich Schaulustige vor der Unterkunft aufhielten. Ein MDR-Reporter vor Ort sprach von 30 bis 40 Leuten. Nach Polizeiangaben filmte ein Passant die Szenen mit einem Handy. ...

Die "Bild"-Zeitung hatte am Samstag Anwohner zitiert, die durchweg behaupteten, den Flüchtling gar nicht oder wenn dann nicht aus rassistischen Gründen zu dem Sprung angefeuert zu haben.
Einige sagten auch, sie hätten dem Jungen zugerufen, er solle springen, damit er im sicheren Sprungtuch lande. ... "

Aha, es gab also doch solche Rufe!
Und auf die Ausrede, man hätte ihn damit nur zur sicheren Landung im Sprungtuch ermuntern wollen, habe ich regelrecht gewartet. Außerdem erhielt der Bürgermeister einschlägige Fotos mit äußerst miesen Kommentaren usw. usf.

Ist doch wohl klar, dass derzeit erst mal versucht wird, das allgemeine Entsetzen über diesen Vorfall zu beschwichtigen.
Und wenn die Mitarbeiterin der (offenbar privaten) Einrichtung auf einmal nur noch in Konjunktiven spricht, könnte das wohl vor allem der Versuch sein, nicht noch weiter ins mediale/politische Kreuzfeuer zu geraten und/oder damit ihren Arbeitsplatz zu gefährden.

Wieso ein schwerstens traumatisierter und trotz mehrfacher Klinikaufenhalte nicht geheilter Minderjähriger sich am Tag seiner letzten Klinikentlassung allein in einem Einzelzimmer des 5. Stockwerks mit ungesichertem Fenster aufhallten konnte, ist auch so eine Frage.
Widerspricht das nicht den primitivsten medizinischen Regeln?

WER springt denn hier auf welchen Zug auf?  Augenrollen  

http://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/ermittlungen-nach-suizid-fluech
tling-schmoelln-100.html

----------------

Auf die Ausrede mit dem Sprungtuch habe ich regelrecht gewartet, nachdem klar war, dass es das dort gab
23.10.2016 17:14
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"Anwohner bestreiten Vorwürfe

Während der Leiter der Einrichtung, David Hirsch, gegenüber der „SZ“ bereits bestätigte, dass Mitarbeiter die Rufe zweifelsfrei gehört hätten, bestreiten die Nachbarn dies.

ºAuch die Mitarbeiterin äußerte in der Polizeibefragung schließlich, dass die Worte „Spring doch” so nicht gefallen seien. Sie habe gemeint, etwas Ähnliches gehört zu haben."

Quelle "Sächsische Zeitung"

Also, außer dem Leiter der Einrichtung hat komischerweise niemand so etwas gehört.

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23.10.2016 20:22 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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Verehrter @Elster, da hast Du meinen obigen Text aber nicht richtig gelesen. Darin wird nicht nur der Leiter der Einrichtung zitiert.
Glaub mir, ich bin die Allerletzte, die da etwas an den Haaren herbeizuzerrren versucht. Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge scheinen in Schmölln eine breite Basis in der Bevölkerung zu haben.
Aber offenkundig gibt es auch Ostthüringen und speziell im "Altenburger Land" leider seit längerem eine ziemlich aktive Neonaziszene, musst nur mal googeln. Und das nachträgliche Verhalten der Polizei ist doch auch kein Rätsel: Würde sie zugeben, dass es solche Rufe gab, müsste sie sich doch fragen lassen, wieso sie nicht energisch dagegen eingeschritten ist.
Aber Rufe hin oder her - es ist ja nicht mal klar, ob der Junge sie überhaupt verstanden hat. Gesten und Gesichter genügen manchmal ja auch. Ob sie entscheidend für seinen Sprung in den Tod waren, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden.
Ich finde es trotzdem gut, dass Thüringens Ministerpräsident Ramelow Aufklärung fordert und bin sicher, dass er da auch nicht locker lassen wird.
Vielleicht wird dabei auch geklärt, was sich zuvor ereignete. Wieso man den Jugendlichen trotz seines desolaten Zustands aus der psychiatrischen Klinik entließ und warum es nicht gelang, den zwar "randalierenden", lt. Foto (s.u.) aber doch eher schmächtigen Jungen im Haus zu überwältigen. Das Wochenende stand bevor, war die mehrfach benannte Mitarbeiterin allein mit den jugendlichen Flüchtlingen? Ist der Junge denn in dieses Zimmer im 5. Stock erst geflohen oder hatte man ihn zuvor dort eingesperrt? Außerdem, da Polizei nebst Feuerwehr ja bereits längere Zeit vor Ort waren und die Suizidabsicht klar: Hätten das oder die Sprungtücher nicht auch so gespannt werden können, dass es unmöglich war, aus einem normal engen(!) Fenster gezielt danebenzuspringen?
Bringt jetzt zwar leider alles nichts mehr, aber interessieren würde mich das trotzdem.

u.a. zum Foto
http://www.bild.de/regional/leipzig/institutioneller-rassismus/rechte-hetze
n-fluechtlingsjungen-in-den-selbstmord-48409376.bild.html
24.10.2016 02:35
Elster
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Die Meldung zu den angeblichen Rufen die den Flüchtling zum Suizid ermuntert haben sollen, verbreitete sich am Wochenende über die Medienlandschaft rasend schnell.

Bodo Ramelow mahnte deshalb am Sonntag auf Twitter:

"Die journalistische Gier nach spektakulärem Geschehen lässt die Humanität auf der Strecke."

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24.10.2016 16:12 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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@Elster
Deine Version des Ramelow-Zitats ist sinnentstellend, da im Original das Wort "JOURNALISTISCHE" fehlt.

Heute beklagt Ramelow vor allem die reflexartige Verurteilung Ostdeutschlands bzw. Thüringens nach dem tragischen Suizid, und dies mit vollem Recht.

Bitte lesen unter
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/selbstmord-in-schmoelln-ramelow-b
eklagt-verurteilung-ostdeutschlands-14495451.html

Miese Kommentare in der Art: "Gut, dass er gesprungen ist!" erreichen ihn aus ganz Deutschland.

Ramelows Meinung, dass es nun eine andere Sicht auf die Vorgänge gäbe, weil die "Spring doch!"-Rufe den Jungen angeblich auf das gespannte Sprungtuch aufmerksam machen sollten, teile ich, wie bereits gestern gepostet, überhaupt nicht.
Ja, er sprang - und starb.
Angesichts dieses "Erfolgs" ihrer "gut gemeinten" Aufforderung müsste den Rufern eigentlich jedes weitere Wort im Halse stecken bleiben.

Oder siehst Du das anders?
24.10.2016 18:32
Waldi Waldi ist männlich
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Diese "angeblichen Rufe" sind das (gewünschte) Ergebnis dieser Gesellschaft ...


Waldi
06.11.2016 11:13 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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Terroranschläge – Eine Antwort auf die Kriege des Westens? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das war Thema einer Veranstaltung mit Vortrag von ALBRECHT MÜLLER in Augsburg am 2. November.
Er schrieb danach:
"Es war eine interessante Diskussion zu einer Beobachtung, die der landläufigen Wahrnehmung und den üblichen Verlautbarungen zu den Zusammenhängen von Terrorismus und Kriegen widerspricht: Der Terror ist die Folge unserer Kriege und der „Krieg gegen den Terror“ ist die nächste Stufe der Eskalation der Gewalt. ... "

Lesen unter
http://www.nachdenkseiten.de/?p=35708#more-35708

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Ich wundere mich seit langem, dass ein Großteil der Bevölkerung trotz dieses seit dem Irakkrieg immer deutlicher zutage tretenden Zusammenhangs der ebenso üblen wie primitiven Meinungsmache von Politik und Medien auf den Leim geht, die vom Westen angezettelten/geführten Kriege in Nah- und Mittelost aus der öffentlichen Diskussion über die Ursachen des Terrorismus völlig auszublenden. Dies umso mehr, als die in dieser Region aus geostrategischem Interesse entfachten Konflikte das Potenzial haben, zum Ausgangspunkt des 3. Weltkrieges zu werden.
"Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden" (Brecht) - das ist die wichtigste Erkenntnis aus Jahrtausenden Menschheitsgeschichte und insbesondere den Erfahrungen aller Völker Europas.
Wenn dennoch von deutschem Boden im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege ausgehen konnten, die von einer Bevölkerungsmehrheit getragen wurden, lag das nicht zuletzt an den damals für den Durchschnittsbürger noch nicht vorhandenen bzw. unzureichenden Möglichkeiten, sich unabhängig von allen Meinungsmanipulationen zu informieren.
Aber im Zeitalter des Internet - das mittlerweile in rd. 90% der deutschen Haushalte verfügbar ist - finde ich glattweg keine Entschuldigung für diese Ignoranz.
Statt dessen stürzen sich die "besorgten Bürger" auf die ihnen als Sündenböcke für all ihre Probleme präsentierten Flüchtlinge und "den" Islam. Es ist einfach nur noch beschämend!
Dieser Tage werden - und dies mit vollem Recht - die von Erdogan angeordneten "Säuberungen" mit Hitlers Methoden verglichen.
Aber noch mehr Sorgen machen mir persönlich die immer deutlicher sichtbar werdenden Parallelen der aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland zu jener, die damals Hitler an die Macht brachte. Ich will das hier nicht im Einzelnen darlegen, jeder sollte selbst darüber nachdenken. Aber damals wie heute gilt, dass die viel gerühmte "parlamentarische Demokratie" nur ein Aushängeschild ist, hinter dem durch die amtierende Politikerkaste nicht Volkes Wille, sondern knallharte monopolistische/geopolitische Interessen regieren. Ein neuer Beleg dafür sind die im nachstehend verlnkten Artikel dargestellten Überlegungen zur aggressiveren internationalen Rolle Deutschlands nach den US-Wahlen.
http://www.jungewelt.de/2016/11-08/014.php

Eine aus meiner Sicht ebenso passende wie erschreckende Parallele auch die in Ossietzky Heft 22/16 (kann erst in 2 Wochen verlinkt werden) enthaltenen Enthüllungen über die Förderung der AfD durch bestimmte Kapitalkreise, die bereits Hitler unterstützten. In der Süddeutschen Zeitung soll ein Artikel dazu erschienen sein. Falls ich ihn aufstöbern kann verlinke ich ihn im nächsten Post - und zwar ganz ohne nochmaligen Kommentar!!!
08.11.2016 04:03
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Angst ist Gold Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hier der oben angekündigte Link
http://www.sueddeutsche.de/kultur/interessenskonflikt-angst-ist-gold-1.3221
176

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Für mich wenig überraschend, dass die Autoren infolge eines "Interessenkonfliktes" diverse Namen und Zusammenhänge "freiwillig" aus ihrem Buch strichen. Desto wichtiger ist der obige Artikel!
08.11.2016 04:42
P.S.
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Flüchtlingsströme heute und gestern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

" ... Ich möchte als Erstes über Fluchtursachen sprechen. Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht. Sie fliehen unter anderem vor Krieg, Gewalt, Unterdrückung, Hunger oder weil sie sich ein besseres Leben erhoffen. Letztere werden oft Wirtschaftsflüchtlinge genannt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Menschen keine Hilfe benötigen. Das mag vielleicht auch sein, aber würdest du nicht in ein anderes Land auswandern, wenn dir in deiner Heimat keine Perspektiven geboten werden?
Wir leben nur einmal und das Leben ist oft kürzer als man denkt. Kann man es jemandem verübeln, wenn er das Beste daraus machen möchte? ...
Hier in Europa, geht es uns sehr gut und das ist so, weil wir durch das Leiden der Anderen profitieren. Für viele Krisenherde sind wir mitverantwortlich, denn wir sind es, die Waffen verkaufen. Wir beuten Afrika aus und profitieren von der Armut.
So funktioniert Kapitalismus. Damit einer reich ist, müssen viele arm sein. Ohne Verlierer gibt es keine Gewinner. Was viele nicht bedenken, man kann nicht ewig andere ausbeuten. Irgendwann klopft das Elend an die Tür. ..."

http://www.neopresse.com/gesellschaft/kommentar-fluechtlingsstrom-zufall-od
er-doch-geplant/

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Ein guter Text, der insbesondere zum Nachdenken über die allgemein mit Naserümpfen bedachten und zur Abschiebung verurteilten "Wirtschaftsflüchtlinge" anregt, für die in der kapitalistischen deutschen Gesellschaft keine profitträchtige "Verwertungsmöglichkeit" besteht.
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Bekanntlich gab es vor allem im 19./20. Jahrhundert auch einen großen Strom deutscher "Wirtschaftsflüchtlinge" in die USA, deren damalige Verhältnisse natürlich nicht mit denen der heutigen BRD zu vergleichen sind. Nur das Elend von Abertausenden Auswanderer daheim, während der meist gefährlichen Überfahrt und zumindest der ersten Zeit in der neuen Heimat war ganz ähnlich und wurde oft genug beschrieben.

Donald Trumps Großvater trieben dagegen offenbar vor allem Abenteurerlust und Goldgräberhoffnungen in das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten".

https://www.welt.de/vermischtes/article159424589/Trumps-deutsches-Dorf-scha
emt-sich-fuer-ihn.html

Bisher dachte ich, dass die Vorfahren der meisten heutigen US-Bürger aus England einwanderten.
Dagegen besagt eine Statistik aus dem Jahr 2000, dass die größte Bevölkerungsgruppe deutsche Wurzeln hat:

"Mehr als 49,2 Millionen der beim Millenniumwechsel 282 Millionen Amerikaner (heute sind es rund 312 Millionen) geben an, von Deutschen abzustammen. Damit stellen sie die größte Einwanderer-Gruppe überhaupt. Auf genuin englische Wurzeln führen sich nur 26,9 Millionen US-Bürger zurück, womit die einstigen Kolonialherren gerade einmal auf den fünften Platz kommen, hinter Afroamerikanern (41,3 Millionen), Iren (35,5 Millionen) und Mexikanern (31,79 Millionen)."

https://www.welt.de/geschichte/article121352619/Nach-dieser-Karte-muesste-A
merika-Deutsch-sprechen.html

Und irgendwo las ich gestern sogar, dass eine der größten Wählergruppen (oder sogar die größte?  kopfkratz  ), welche für Donald Trump stimmten, die Deutsch-Amerikaner waren.  Zwinker2  

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Abschließend: Dass Tausende Deutsche vor der Naziherrschaft auch in die USA flohen, ist allgemein bekannt.
Dass zwischen 2004 und 2013 1,5 Millionen Deutsche auswanderten (dar. 136.000 in die USA), dagegen sicher kaum. Rückkehrer gab es bedeutend weniger. Bei vielen spielten "wirtschaftliche" Interessen eine Rolle. Aber das ist schon wieder ein Thema für sich.

Wichtig dagegen: Deutschland war und ist seit Jahrhunderten nicht nur Einwanderungs-, sondern auch Auswanderungsland.
Und jeder sollte die "fremden Eindringlinge" so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte, wenn er selbst mal in ihre Lage kommt.
Was heutzutage schneller passieren kann, als man denkt.
11.11.2016 19:12
P.S.
unregistriert
Kommunist des Tages: Papst Franziskus Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Am Wochenende sorgte ein Interview im Internet für Furore, das PAPST FRANZISKUS einem Journalisten der italienischen Zeitung La Repubblica gegeben hatte
Der Interviewer sprach den Pontifex auf dessen Losung an, aus dem »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« müsse heute ein »mehr als dich selbst« werden: »Sie erhoffen sich also eine von der Gleichheit beherrschte Gesellschaft? Wie Sie wissen, entspricht das dem Sozialismusprogramm von Marx und dann des Kommunismus«, hakte Scalfari nach. »Denken Sie also an eine Gesellschaft marxistischen Typs?«

Gemeint war nicht der Münchner Kardinal Reinhard Marx, das machte die Antwort des argentinischen Comandante aller Katholiken deutlich:

»Es sind die Kommunisten, die wie die Christen denken. Christus sprach von einer Gesellschaft, in der die Armen, die Schwachen, die Ausgegrenzten entscheiden. Nicht die Demagogen, nicht die Barrabasse, sondern das Volk, die Armen (…). Ihnen müssen wir helfen, damit sie Gleichheit und Freiheit erreichen.«
...

https://www.jungewelt.de/2016/11-15/038.php

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Na da hoffen wir mal, dass diese Worte des Papstes auch im Bayern des Herrn Seehofer ankommen, der sich ja, so viel ich weiß. als guter Christ ausgibt.
15.11.2016 01:53
P.S.
unregistriert
So ticken Flüchtlinge Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Kaum anders als Deutsche:

"Über eine Million Flüchtlinge suchten seit 2015 in Deutschland Zuflucht. Dabei stießen sie nicht nur auf viel Hilfsbereitschaft, sondern auch auf viele Klischees. In der ersten großen bundesweite Flüchtlingsstudie haben Forscher nun einmal nachgefragt: Welche Ausbildung habt ihr in eurem Heimatland genossen? Warum seid ihr geflüchtet? Wie steht ihr zu Demokratie und Gleichberechtigung? Das überraschende Ergebnis: In vielen Bereichen unterscheiden sich Flüchtlinge kaum von ihren deutschen Mitbürgern.

Gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat das Bundesamt für Migration für Flüchtlinge rund 2.300 Asylsuchenden einen Katalog mit rund 450 Fragen vorgelegt. Herausgekommen ist über 100 Seiten langer Bericht, die erste repräsentative Analyse zur deutschen Flüchtlingsbevölkerung.
Ein wichtiges Ergebnis: Den Flüchtling gibt es nicht. Das zeigt sich vor allem in Bildungsfragen. Insgesamt gaben 59 Prozent der erwachsenen Flüchtlinge an, mindestens zehn Jahre in Schule, Ausbildung und Studium verbracht zu haben. Zum Vergleich: in Deutschland sind es 88 Prozent. 37 Prozent der Befragten sagten, eine weiterführende Schule besucht zu haben. 10 bzw. 9 Prozent der Flüchtlinge besuchten hingegen nur eine Grundschule oder gar keine Schule.

Grund für die "starke Polarisation" im Bildungsniveau ist den Forschern zu Folge die Herkunft der Flüchtlinge. Während Syrien beispielsweise vor dem Krieg über eines der besten Bildungssysteme der arabischen Welt verfügte, liegt das Bildungssystem Afghanistans aufgrund jahrzehntelanger Kriege in Trümmern. Viele Flüchtlinge gaben allerdings an, Schulabschlüsse in Deutschland nachholen zu wollen. "Der Wunsch nach Bildung ist hoch und weitaus wichtiger, als wir bisher angenommen hatten", sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der Vorstellung des Berichts am Montag in Berlin.

Deutlicher als beim Bildungsniveau treten die Unterschiede zwischen Deutschen und Flüchtlingen bei beruflichen Abschlüssen zutage. Lediglich 6 Prozent der Befragten gaben an, eine Berufsausbildung zu besitzen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es zehnmal so viele.

Der Grund ist allerdings simpel: "Die meisten dieser Länder kennen kein Ausbildungssystem, das mit dem deutschen Berufsbildungssystem vergleichbar wäre", schreiben die Forscher. Wie auch in einigen westlichen Industriestaaten werden Berufe in vielen Herkunftsländern von Flüchtlingen ohne formelle Ausbildung ausgeübt. Der geringe Anteil von Flüchtlingen mit Berufsausbildung lässt deshalb keine Rückschlüsse auf die Berufserfahrung ziehen: Rund dreiviertel der Befragten (73 Prozent) gaben an, in ihrer Heimat erwerbstätig gewesen zu sein.

Ein zweiter großer Komplex der Studie fragte nach den politischen Einstellungen der Flüchtlinge. Hier fielen die Unterschiede zur deutschen Bevölkerung weitaus geringer aus: Fast alle Befragten (96 Prozent) wünschen sich die Demokratie als Staatsform. Ebenso viele sprachen sich für freie Wahlen aus. Auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau fand mit 92 Prozent hohe Zustimmungswerte unter den Flüchtlingen. Ein Fünftel der Flüchtlinge (21 Prozent) wünschte sich allerdings einen "starken Führer", der sich nicht um Parlament und Flüchtlinge kümmern muss. ... "

Vollständigen Text lesen unter
http://www.heise.de/tp/features/Kaum-anders-als-Deutsche-So-ticken-Fluechtl
inge-3490559.html

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Natürlich ist erst mal der Gedanke naheliegend, dass es ein Teil der Befragten bei den Antworten mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, um sich in ein besseres Licht zu rücken.
Aber
" ... Die Forscher schreiben, dass sie mit verschiedenen Methoden sicherstellten, authentische Antworten zu bekommen, die nicht durch "soziale Erwünschtheit" verfälscht wurden. ... "
22.11.2016 04:19
P.S.
unregistriert
Wieso die gegenwärtige Debatte über Gewalt gegen Frauen verlogen ist Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

"Deutschland diskutiert wieder über Gewalt gegen Frauen. Genauer: Gewalt von Flüchtlingen und Einwanderern gegen Frauen.

Denn durch die Vorfälle in Freiburg und Bochum rückt eine unbequeme Frage in den Fokus: Wie gefährlich ist das Frauenbild der Menschen, die aus dem konservativ-muslimischen Kulturkreis in unser Land kommen?

Es ist eine Frage, die man durchaus stellen kann – vielleicht sogar muss.

Dennoch ist die Diskussion, die jetzt entbrennt, heuchlerisch. Weil es die gleiche verlogene Debatte ist, die bereits nach den Silvestervorfällen in Köln die Kommentarspalten des Internets und die Talkshows beherrschte. ... "

http://www.huffingtonpost.de/2016/12/08/freiburg-bochum-fluechtlinge-frauen
bild_n_13509706.html?utm_hp_ref=germany

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Danke für diesen Artikel! Das musste wirklich mal gesagt werden.
09.12.2016 02:00
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