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Außergewöhnliche Menschen

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Lonicera
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Günter Gaus Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Links und konservativ

Lesen unter
http://www.freitag.de/autoren/der-freita...und-konservativ

" ... Gaus fand es „rückwärts gewandt“, die Nato bis an die Grenze Russlands auszuweiten. Bei der heutigen publizistischen Aufrüstung selbst der öffentlich-rechtlichen Sender fehlt seine Mahnung.

Die anhaltende Fremdheit zwischen Ost und West rührte seiner Meinung nach nicht aus der Teilung, sondern aus der Begegnung. Andere Einstellungen, etwa zum Eigentum, seien rücksichtslos ignoriert worden und erst dadurch unverträglich miteinander gewesen. Die spätestens 1989 stark politisierten Ostdeutschen seien auf eine Mentalität von Siegern gestoßen, bei der Entpolitisierung eine bürgerliche, gar eine staatsbürgerliche Tugend sei. So gelinge es fugenlos, die Bedürfnisse des Kapitals gleichzusetzen mit der Demokratie. Angesichts deren zunehmenden Verfalls beschrieb er sich mit zunehmendem Alter als „nichtpraktizierenden Anarchisten“.

Ich gestattete mir eine letzte Frage: Sie glauben nicht an den neuen Menschen, nicht an eine Utopie, nicht an einen Kapitalismus mit menschlichem Antlitz, nicht an Gott. Woran glauben Sie?

Seine letzte Antwort: „An die Möglichkeit, solange die Kräfte reichen, anständig zu bleiben.“

---------------


PK
Besonders bewegt hat mich im nachfolgend verlinkten Text seiner Tochter der Hinweis auf die "Gnade der späten Geburt". Ich - wie Gaus Jg. 1929 - empfand und empfinde dies und auch vieles andere ganz ähnlich wie er, während bereits fünf oder sechs Jahre Jüngere nicht mehr den gleichen Blick auf die Geschehnisse haben bzw. haben können.

Lesen unter
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-freidenker

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 13.05.2014 08:28.

13.05.2014 08:16
WitzBolt WitzBolt ist männlich
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Maxim Knesov - ein aufrechter Kämpfer und Freigeist seiner Zeit.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolit...e-a-969895.html

Dass Twitter ein Teufelszeug ist wissen wir nicht erst seit Daniel Küblböck seinen eigenen Account hat. Russland ist hier zum Glück längst schon weiter und ist bestrebt, den Kurznachrichtendienst zu verbieten.

Maxim Knesov, dem obersten Kämpfer gegen dieses internetbasierte Teufelszeug, zufolge, handelt es sich bei Twitter, und dementsprechend auch bei den sogenannten "Posts" von Daniel Küblböck, um ein Instrument um die Politik der Vereinigten Staaten von Amerika durchzusetzen.

[Zur Erklärung: Ein "Post" von Daniel Küblböck ist beispielsweise eine auf wenige Buchstaben begrenzte Botschaft wie "Frohe Ostern" oder ein Bild, auf dem jeder Kontinent dieser Erde mit einem Herzchen versehen ist... viele Länder sind dabei farblich in der Kampffarbe der Virulenten Homomafia, Rosa, gehalten.
https://twitter.com/DKueblboeck ]

Dass dies nicht im Einklang mit russischen Gesetzen stehen kann, verstehen Fachmann und Fachfrau von Welt sofort. Umso schlimmer ist es, dass Twitter nicht bereit ist, mit Russland und seiner Gesetzgebung zu kooperieren und derartige Hassbeiträge von seinen Servern tilgt.

PK: Ich wünsche Maxim Knesov in seinem Feldzug alles erdenklich Gute! Ein wahrer Freigeist für den wahren Freigeist.

__________________
Nuapurista kuulu se polokan tahti jalakani pohjii kutkutti. Ievan äiti se tyttöösä vahti vaan kyllähän Ieva sen jutkutti, sillä ei meitä silloin kiellot haittaa kun myö tanssimme laiasta laitaan.Salivili hipput tupput täppyt äppyt tipput hilijalleen.
17.05.2014 15:10 WitzBolt ist offline E-Mail an WitzBolt senden Beiträge von WitzBolt suchen Nehmen Sie WitzBolt in Ihre Freundesliste auf
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Heinrich Hannover Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hannover

http://www.heinrich-hannover.de/

Und hier sein bei Ossietzky veröffentlichter Text „Gestohlene Jugend“

http://www.ossietzky.net/8-2014&textfile=2631

http://www.ossietzky.net/9-2014&textfile=2650

http://www.ossietzky.net/11-2014&textfile=2681

http://www.ossietzky.net/12-2014&textfile=2697
08.06.2014 09:34
Lonicera
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José Mujika Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

„Selbstinszenierung“ spotten manche Medien gern,
nichts als billige PR in eigener Sache,
wenn sie über Jose Mujika,
den Präsidenten Uruguays schreiben,
den ehemaligen Guerilla-Kämpfer,
weil er 9o Prozent seines Präsidentengehalts an
wohltätige Organisationen spendet,
anstatt einer Luxus Limousine einen klapprigen
VW Käfer fährt
und seine, zum Amt des Präsidenten gehörende,
Sommer-Residenz für
100 syrische Waisenkinder geöffnet hat.
Dass er Marihuana legalisiert hat,
mag einigen Moralisten und Pharmakonzernen
auch ein kräftiger Dorn im Auge sein,
ebenso wenn er,
zusammen mit seinem dreibeinigen Hund,
Staatschefs in Sandalen empfängt.
PR? Warum nicht , sag ich mir.
Wie bewegend wäre es doch, wenn sich
unser Bundespräsident
so inszenieren würde.
Man stelle sich vor,
das Schloss Bellevue in der Mitte Berlins
voll mit Kindern syrischer Flüchtlinge,
was für ein großartiges Zeichen,
was für ein Aufsehen würde das in der Welt erregen,
wäre das nicht eines Präsidenten würdiger
als für Nato und Waffenindustrie wohlfeile Reden zu halten,
was für ein schöner Anblick wäre das
und Frau Merkel käme nachmittags zum Tee
und intoniert aus voller Brust:
„We shall overcome, some day“,
umringt von lachenden Flüchtlingskindern
und Herr Gauck stimmt fröhlich ein,
mit Sandalen und im Strickpullover
wie ihn Evo Morales trägt –
so eine „Selbstinszenierung“ würde sicher nicht nur mir
das Herz erwärmen.
Jose Muijka, der Blumenzüchter,
Widerstandskämpfer,
13 Jahre inhaftiert,
davon viele Jahre in Einzelhaft und strenger Isolation-
so ein Schicksal kann manchen anscheinend
einen milderen Blick auf die
Nöte der Mitmenschen bescheren.
Und einen liebevolleren.

http://hinter-den-schlagzeilen.de/2014/06/18/vom-guten-praesidenten-fast-ei
n-gedicht/
18.06.2014 15:19
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@Lonicera

eine ungewöhnliche, aber sehr schöne Vorstellung. Winken
18.06.2014 18:42 hoffi ist offline E-Mail an hoffi senden Beiträge von hoffi suchen Nehmen Sie hoffi in Ihre Freundesliste auf
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Alfred Grosser Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

PK
Ein längeres Interview anlässlich seines 90. Geburtstages vermittelt einen guten Eindruck von dieser beeindruckenden Persönlichkeit.
Ich kann nicht behaupten, dass ich alle Ansichten Alfred Grossers teile. Aber er ist ehrlich, besitzt eine unverrückbare humanistische Grundeinstellung und hat sich nicht verbiegen lassen. Ich stieß erstmals im Zusammenhang mit Recherchen zum 17. Juni 1953 auf seinen Namen und hatte den Eindruck, dass er sich um eine objektive Beurteilung der Ereignisse bemühte.

Im Interview kommen viele aktuelle Probleme zur Sprache. Beispielsweise beklagt Alfred Grosser die alltägliche Diskriminierung junger Muslime bei der Wohnungs- und Arbeitssuche in Frankreich. Auf der Suche nach Identität wendeten sich viele mit dem Islam zu. Entscheidend seien aber auch Frankreichs Gefängnisse.

Interview hören/lesen unter
http://www.deutschlandfunk.de/publizist-...ticle_id=310325

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Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 08.02.2015 05:30.

08.02.2015 05:10 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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KenFM im Gespräch mit: Sally Perel (Hitlerjunge Salomon) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Methodischer Hinweis: Interessenten markieren/kopieren das obige "Thema", geben es in ihre Internet-Suchmaschine ein und klicken in der danach aufgeblendeten Ergebnisliste auf diesen Titel!
---------

Ich habe beim Namen KenFM einmal mehr gezögert, weil es um ihn allerhand Auseinandersetzungen gibt, und man ihm beispielsweise Antisemitismus sowie rechtslastige Verschwörungstheorien unterstellt.

Aber auch nach Anhören dieses neuen Interviews finde ich dafür keinen Beleg, sondern bin dankbar, dass ich durch ihn einen Menschen meiner eigenen Generation mit einem äußerst ungewöhnlichen Schicksal kennenlernen durfte.

So grundverschieden die Lebenswege von Sally Perell und mir auch verlaufen sind - ich erkenne trotzdem viele Gemeinsamkeiten in unserer Vergangenheit, und in der Gegenwart nahezu identische Überzeugungen - ein übereinstimmendes Credo für Frieden und Völkerverständigung.

Es ist ein sehr langes Interview, aber das aufmerksame Zuschauen/Zuhören lohnt sich vor allem für Jüngere.

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16.02.2015 19:45 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Daniel Barenboim schadet Israel Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ministerin Miri Regev kämpft um Merkel-Räson

Autor: U. Gellermann

"Der Dirigent Daniel Barenboim ist anscheinend ein vaterlandsloser Geselle: Ist er nun Argentinier, Israeli oder gar Palästinenser? Denn einen palästinensischen Pass besitzt er auch. Seit Jahrzehnten lebt er in Deutschland. In Berlin ist er seit 1992 Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Das Orchester der Staatskapelle Berlin hat ihn sogar zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gewählt. So einer sollte sich doch gefälligst an die Merkel-Staats-Räson halten, nach der Israels Sicherheit "grundsätzliches Orientierungs- und Handlungsprinzip" deutscher Politik ist. Aber der Dirigent macht das einfach nicht. Jetzt will er sogar in den Iran fahren, in das Land, dass auf der schwarzen Liste Israels steht. Das bringt die israelische Kulturministerin, Miri Regev, um den Schlaf. Umbringen könnte sie den Barenboim. Da der aber in jeder Hinsicht außerhalb ihrer Reichweite ist, setzt die ehemalige Brigadegeneralin Regev die Bundeskanzlerin unter Druck: Die soll den Auftritt Barenboims im Iran verhindern. ..."

http://www.rationalgalerie.de/schmock/da...det-israel.html

PK
Nach wie vor habe ich die größte Hochachtung vor Daniel Barenboim und bin davon überzeugt, dass solche Menschen wie er der Sicherheit Israels und seiner Bevölkerung wesentlich mehr nutzen als Frau Merkel und die von ihr verordnete Staatsräson.

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31.08.2015 13:49 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Ingeborg Syllm-Rapoport Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen


http://www.spiegel.de/fotostrecke/gerechtigkeit-fuer-doktorandin-promotion-
nach-77-jahren-fotostrecke-127373-3.html


Zitat:
Ingeborg Rapoport, geb. Syllm, wurde 1912 als Tochter eines Kaufmanns und einer Musikerin jüdischer Herkunft im heutigen Kamerun geboren, das zur damaligen Zeit eine deutsche Kolonie war. Sie wurde protestantisch erzogen.
Schon kurz nach ihrer Geburt kehrte die Familie nach Deutschland zurück, wo Ingeborg Rapoport in Hamburg aufwuchs und dort auch das Gymnasium sowie ein Medizinstudium absolvierte, das sie 1937 mit dem Staatsexamen abschloss.
Anschließend war sie von 1937 bis 1938 als Assistenzärztin am Israelitischen Krankenhaus Hamburg tätig und fertigte während dieser Zeit bei Rudolf Degkwitz ihre Dissertationsschrift über Lähmungserscheinungen infolge von Diphtherie an.
Die Zulassung zur mündlichen Doktorprüfung und damit die Promotion wurden ihr jedoch von den nationalsozialistischen Hochschulbehörden in Deutschland aufgrund ihrer mütterlichen Abstammung verweigert.
1938 emigrierte sie in die Vereinigten Staaten und war dort bis 1940 als Assistenzärztin in Brooklyn und Akron, Ohio tätig. Anschließend qualifizierte sie sich am Women's Medical College of Pennsylvania in Philadelphia zum M.D. weiter und spezialisierte sich in der Folgezeit an verschiedenen Einrichtungen im Fachgebiet Pädiatrie.
An der University of Cincinnati lernte sie 1944 Samuel Mitja Rapoport kennen, mit dem sie ab 1946 verheiratet war.
Da Samuel Mitja Rapoport aufgrund seiner kommunistischen Überzeugungen eine politische Verfolgung durch die antikommunistischen Bestrebungen während der McCarthy-Ära befürchtete, kehrten beide mit ihren vier Kindern nach Europa zurück und ließen sich zunächst in Österreich nieder. #
Im Jahr 1952 ging die Familie in die Deutsche Demokratische Republik (DDR), wo Samuel Mitja Rapoport eine Professur an der Charité in Berlin bekam und in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Biochemiker des Landes wurde.
Ingeborg Rapoport wirkte zunächst als Oberärztin am Hufeland-Krankenhaus in Berlin-Buch, wo sie 1953 ihre Anerkennung als Fachärztin für Kinderheilkunde erhielt.
Anschließend arbeitete sie in der experimentellen Forschung am Institut für Biochemie der Humboldt-Universität zu Berlin, an der sie 1959 habilitiert wurde.
Von 1959 bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 1973 war sie dann an der Kinderklinik der Charité tätig, darunter ab 1960 als Dozentin, ab 1964 als Professorin mit Lehrauftrag, ab 1968 als ordentliche Professorin für Pädiatrie und ab 1969 als Inhaberin des Lehrstuhls für Neonatologie. [...]
Das Leben der Familie Rapoport ist Thema der einstündigen Fernsehdokumentation „Die Rapoports – unsere drei Leben“ von Sissi Hüetlin und Britta Wauer, die 2004 erstmals auf ARTE ausgestrahlt wurde und 2005 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.
Im Mai 2015 verteidigte Ingeborg Rapoport in einem Prüfungsgespräch vor drei Professoren der Universität Hamburg ihre Doktorarbeit, fast 80 Jahre nach deren Anfertigung und 77 Jahre nach der Ablehnung als Folge ihrer jüdischen Herkunft. Dies war nur möglich, da ihr 1938 von ihrem Doktorvater Rudolf Degkwitz ein Schreiben ausgestellt wurde, in dem er aussagte, er habe ihre Doktorarbeit angenommen, könne sie aber aufgrund der geltenden Gesetze nicht zur Promotion zulassen.
Am 9. Juni 2015 erhielt sie die Promotionsurkunde mit der Gesamtnote magna cum laude überreicht.

Mit 102 Jahren ist sie damit der älteste Mensch, der ein Promotionsverfahren abschloss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ingeborg_Rapoport


Siehe auch unter
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...-a-1037794.html

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30.12.2015 19:35 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Ingeborg Syllm-Rapoport Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

PK
Ihr Name und ihr Wirken in der DDR waren mir bereits seit Jahrzehnten vertraut. Aber nachdem ich in dem kurz vor Weihnachten 2015 erschienenen Buch "Heimat DDR" (Unabhängige Autorengemeinschaft "Spuren der Wahrheit", GNN-Verlag) auf ihre Beiträge stieß, suchte und fand ich den obigen Wikipedia-Eintrag.
Was für ein Leben!
Und: Ingeborg Rapoport steht dazu - sogar zu ihrem Leben in der DDR!

In zwei Texten des o. g. Buches berichtet die mittlerweile 103Jährige nicht nur über ihr Wirken als "Mutter der Neantologie der DDR", sondern äußert auch keineswegs unkritische Gedanken zum Bildungssystem der DDR.

Aber das ändert nichts an ihrer Grundeinstellung, die sie u. a. wie folgt formuliert:

Zitat:
"Mit Sicherheit kann man sagen, dass in der DDR eine andere Jugend heranwuchs als in der BRD, eine Jugend, die ein Miteinander in Kollektiven erlebt hatte, deren Gemeinsinn unentwegt gefordert wurde, die - was den allgemeinen Konsum anging - bescheiden lebte, für die aber alle kulturellen Möglichkeiten - Museen, Theater, Konzerte und Bücher - erschwinglich und zugänglich waren [...]
Ich wehre mich ausdrücklich gegen eine Kritik an einem so genannten "verordneten Antifaschismus". Dieser sollte so lange "verordnet" werden, bis er zur allgemeinen Herzenssache aller geworden ist. Davon sind wir jetzt - nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten - wieder weiter entfernt als vor Jahrzehnten in der DDR. Ich habe mich im Ausland immer gerühmt, in dem einzigen Land der Erde zu leben, in dem mir kein Antisemitismus begegnete. [...] "


kopfkratz Tjaaaa -
"Wer so was schreibt, ist aber trotz biblischen Alters und unglaublicher Lebenserfahrung leider ebenso unheilbar betonköpfig wie eine gewisse und infolge ähnlicher Äußerungen schwer zu ertragende Userin dieses Forums", denkt da sicher nun mancher hier in allerunschuldigster Arroganz. Lachen2
Weshalb kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, die eigentliche Betonköpfigkeit ganz woanders - beispielsweise bei sich selbst - zu suchen?
Außerdem: In früheren Zeiten und bei "primitiven" Völkern hatten Erfahrung, Wort und Warnungen der Alten einiges Gewicht.
Heutzutage überwiegt zeitgeistliches, systemkonformes und oberflächliches Geschnattere, das reale Gefahren und entsprechende Alternativen ausblendet.
Ingeborg Rapoports Erinnerungen und Weltblick reichen in die Anfangsphase des 1. Weltlriegs zurück, meine eigenen bis zum Beginn des Faschismus.
Sie hat außer in Kamerun, den USA und Österreich in fünf verschiedenen "Deutschlands" gelebt, ich in vier.
Und wenn wir dann, unsere Erfahrungren resümierend, zu der Auffassung gelangen, dass die DDR trotz mancher Schwächen unsere eigentliche Heimat war, sind wir betonköpfig ... ?!

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 30.12.2015 19:46.

30.12.2015 19:42 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Klaus Ullrich Huhn Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Klaus Ullrich Huhn berichtete von 17 Olympischen Spielen und wurde vom Internationalen Olympischen Komitee 1988 mit dem Journalistenpreis ausgezeichnet. 1954 übernahm er die Organisationsleitung der Internationalen Friedensfahrt und blieb 38 Jahre einer der Direktoren des weltgrößten Amateuretappenrennens. Von 1976 bis 1993 war er im Vorstand des Europäischen Sportjournalistenverbandes (UEPS), zuletzt als Vizepräsident und Generalsekretär. 1990 gründete er den Spotless-Verlag, den er bis 2006 leitete. (Auszüge aus Wikipedia-Eintrag)


Es fällt mir schwer, meinen Eindruck von diesem außergewöhnlichen Menschen in Worte zu fassen.
Für mein Verständnis verkörpert er nicht nur einen beträchtlichen Teil der deutschen und internationalen Sportgeschichte, sondern ist auch in anderer Hinsicht bereits zu Lebzeiten ein Klassiker: Ein ebenso vielseitiger wie produktiver Journalist und Schriftsteller, der keine Story erfinden muss, sondern den Lesern mit jeder neuen Veröffentlichung lediglich ein weiteres authentisches Thema/die nächste wahre Episode aus einem schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz präsentiert - und dies unterhaltsam, spannend und meist sogar außerordentlich humorvoll!
Er ist im besten Sinne des Wortes ein Original und wäre längst ein gesamtdeutsches Idol, wenn er nicht zeitlebens auf der "falschen Seite" gestanden hätte und auch als heute 87jähriger noch steht.
Denn für den als Sohn kommunistischer Widerstandskämpfer Geborenen war und bleibt die DDR der beste Staat auf deutschem Boden, und auch er ist immer noch Kommunist.

Ich kann nicht behaupten, dass ich Klaus kenne: Einmal haben wir uns auf dem hiesigen Friedensfest die Hand geschüttelt, ansonsten vor Jahren ein paar Mails/Anrufe wegen unserer eigenen Autorengemeinschaft ("Spurensicherungs/Spuren der Wahrheit"), und das war's auch schon. Aber ich fand seine beiden Texte in dem in dieser Reihe neu erschienenen Band "Heimat DDR" derart gut, dass ich mich per Mail bei ihm bedankte.

In seiner Antwort erwähnt er Gesundheitsprobleme und schreibt weiter

Zitat:
Aber das wollte ich keineswegs als Thema wählen, sondern die Tatsache, dass meine entscheidende Therapie das Bücherschreiben ist. So manches Buch bezahle ich selbst und zwar nicht darauf hoffend, dass damit "Kohle" zu machen wäre, sondern um Fakten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
In der Familie meines Bruders findet regelmäßig am zweiten Feiertag ein großes Essen statt. Früher saß ich mit in der Runde, aber das geht nicht mehr.
Ließ ich mir also vor vier Wochen einfallen, den Teilnehmern der Runde ein Buch zu schenken, was der Verleger für unlösbar hielt, aber gestern hat er es dann doch gebracht.
Titel "Der neben dem Bären schlief" Ich behandele darin die Millionen. die in der ganzen Welt für die Anerkennung der DDR gekämpft haben.
Ich war Präsident der Freundschaftsgesellschaft DDR-Kanada - ein Häuflein, denn wer besuchte schon Kanada? Der Präsident der Gesellschaft Kanada-DDR - der mal neben einem Bären geschlafen hatte - steht in diesem Buch für alle Freundschaftsgesellschaften, denn die drohen wie so vieles in Vergessenheit zu geraten und irgendwann wird man sich dafür interessieren.
Zum Beispiel: Spotless hatte ein Buch über Bischofferode gemacht. Es ist heute das einzige in der Nationalbibliothek zu diesem Thema...


Die Angebote der Verlage durchforschte ich danach leider vergeblich nach dem "Bärenschläfer-Buch" und vermutete bereits eine familiäre Extra-Ausgabe.

Aber was lese ich eben in der heutigen jW?

https://www.jungewelt.de/2016/01-04/056.php

Wenn ich in wenigen Worten zusammenfasse, was mir zu Klaus Ullrich Huhn einfällt:

Bei diesem Namen wird mir warm ums Herz!


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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 04.01.2016 06:16.

04.01.2016 05:31 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Joan Baez Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Mit Franz Josef Degenhardt sang sie auf dem Ostermarsch, mit Bob Dylan gegen den Vietnamkrieg.
Heute wird Joan Baez 75 Jahre alt

Lesen unter
https://www.jungewelt.de/2016/01-09/092.php

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09.01.2016 05:25 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Friedrich Wolff - Wortmeldung eines alten Kommunisten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Gleich vorweg: Ich bin 93 Jahre alt, 1945 in die KPD eingetreten, dann über SED, PDS und Die Linke dabeigeblieben. Ich habe mich immer für einen Kommunisten gehalten und höre nicht auf, meine Meinung zu sagen. Vom Kapitalismus hatte ich 1945 genug. Das ging den meisten Menschen so, sogar die CDU erklärte in ihrem Ahlener Programm am 3.2.1947: »Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.« Danach kam im Westen die Währungsreform, Erkenntnisse aus Krieg und Faschismus gingen verloren, die Macht- und Besitzverhältnisse blieben dort bestehen. Nur in der SBZ und in der DDR änderte sich etwas: Sozialismus stand auf der Tagesordnung. Der Westen allerdings wurde attraktiver: schöne Autos, schöne Häuser, schöne Moden, wohlschmeckende Zigaretten, eingängige Schlager, weltoffene Grenzen. Die DDR konnte nicht mithalten. Sicher, alle hatten Arbeit, niemand war obdachlos, Existenzangst gab es nicht, zum Studieren brauchte man kein Geld, Verbrechen waren selten. Aber der Westen glitzerte, und die angeblichen Fehler des Kapitalismus waren nur noch kommunistische Propaganda. 26 Jahre nach der »Wende« glitzert der Kapitalismus weniger verlockend. Viele sehen Privatisierung nicht mehr als Allheilmittel. Schlanker Staat zeigt seine Defizite: Es fehlt an Lehrern, Ärzten, Krankenschwestern und auch an Polizisten. Konzerne geben den Ton an. Politiker werden als Manager deren Handlanger, Lobbyisten machen die Gesetze und bestimmen deren Ausführung. Die schwarze Null wird gepriesen, weil wir angeblich sparen müssen, nicht weil die Kapitalisten wenig oder gar keine Steuern zahlen. Selbst unter Kanzler Kohl mussten sie noch mehr Einkommen-, Erbschafts- und Vermögenssteuer abliefern als heute. Sparen könnte der Staat auch, wenn er Niedriglöhne nicht mehr aufstocken würde; aber dann müssten die Kapitalisten mehr Lohn zahlen, und dazu sind sie keinesfalls bereit. Der Steuerzahler finanziert die billige Lohnarbeit, er subventioniert das Kapital. Flüchtlinge sind den Kapitalisten willkommen, von ihnen versprechen sie sich, den Lohn weiter drücken zu können. So werden Reiche immer reicher, und der soziale Abstand zu ihren »Arbeitnehmern« wird immer größer. Die unabhängigen Medien, das heißt die Medien der Kapitalisten, stellen das ganz anders dar. Sie verkaufen das Volk für dumm: Die Wirtschaft boomt, Deutschland geht es gut, keine düstere Wolke am Horizont. Bürger schimpfen »Lügenpresse«, sie haben Angst um ihre Existenz, Angst vor der Zukunft. So wie es ist, darf es nicht bleiben, das System muss also geändert werden. Wer greift es an? Pegida und AfD! Es ist wie weiland in Weimar. Die jüngsten Landtagswahlen zeigten: Die Linke verliert Stimmen, selbst bei den Arbeitern. Meine Meinung: Die Linken werden nicht als Systemkritiker wahrgenommen, und mir scheint, sie sind es tatsächlich nicht mehr. [...]



Weiterlesen unter
http://www.ossietzky.net/12-2016&textfile=3551

PK
Ich bin zwar 7 Jahre jünger als Friedrich Wolff, stimmte aber mit seinen grundsätzlichen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen völlig überein. Allerdings bin ich bereits aus der damaligen PDS ausgetreten, als mir im Zuge der Erarbeitung unserer ersten "Spurensicherungs-Bände" schmerzhaft klar wurde, dass von den führenden Vertretern/Gremien dieser Partei keine gerechte Beurteillung der DDR zu erwarten war. Leider setzen LINKE- Funktionäre wie Bodo Ramelow im Interesse ihrer "Regierungsfähigkeit" diesen Kurs in der Gegenwart verstärkt fort. Das wird sich bitter rächen.

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03.07.2016 08:56 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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Ja, es wird sich rächen.
Aber erst wenn das Volk beginnt zu begreifen und zu verstehen.
Heute füllt Herr Bodo seinen Posten aus - darum darf er auch weiter machen.
Er ist ein Arbeiterverräter und setzt den Weg der heute gewünschten Schändung der "wahren Linken" fort.

Mit LINKS hat Bodo NICHTS zu tun!
Höchstens mit dem linken Flügel der SPD ...

Der Waldi
03.07.2016 11:01 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Waldi


Mit LINKS hat Bodo NICHTS zu tun!
Höchstens mit dem linken Flügel der SPD ...

Der Waldi


Ist jemand nur richtig links wenn er keine Regierungsverantwortung übernimmt ratlos suspekt

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03.07.2016 19:35 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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@Elster
Interessante Frage.
Es kommt einfach darauf an, nicht im Wahlkampf alls Tiger zu starten und danach als Bettvorleger zu landen, obwohl mit "Regierungsverantwortung".

Ekkehard Lieberam zog bereits vor eineinhab Jahren eine erste Bilanz der Thüringer Linken als Regierungspartei, und seitdem hat sich deren praktische Politik immer mehr dem neoliberalen Mainstream angepasst.
Lieberam übertrug abschließend eine grundlegende historische Erfahrung der internationalen Arbeiterbewegung auf die derzeitigen BRD-Verhältnissse

Zitat:
[...]Aber auch das Argument, dann müsse man eben die Macht in der »Zentrale« übernehmen, greift nicht. Unter den Bedingungen der in der Bundesrepublik derzeit gegebenen stabilen Klassenmachtverhältnisse zugunsten des Kapitals, die in der rechtlichen Ordnung wie auch in dem eng mit der »Wirtschaft« verbundenen bürokratischen Regierungsapparat ihren Ausdruck finden, ist das ein hoffnungsloses Unternehmen.
In Deutschland gibt es weder eine linke politische Mehrheit in der Gesellschaft noch eine solche Mehrheit im Parteiensystem. SPD und Bündnisgrüne sind systemtreue Parteien, die eine maßgebliche Rolle dabei gespielt haben, die Sozial- und Arbeitsrechtsgesetzgebung den Kapitalinteressen auf den Leib zu schneidern.
Eine Beteiligung der Linkspartei an einer »rot-rot-grünen« Bundesregierung 2017 wäre ohne die Zustimmung zur Agenda 2010 und zum Einsatz der Bundeswehr in aller Welt nicht zu haben.
Regierungsbeteiligungen ohne veränderte Klassenmachtverhältnisse sind ein Weg, der die betreffende Partei in neuer Weise in den etablierten Politikbetrieb einordnet.
Wohl kaum jemals zuvor hat es links von der Sozialdemokratie in Deutschland eine derartige Ignoranz gegenüber den machtpolitischen Zusammenhängen und den Gefahren der enormen Integrationskraft des parlamentarischen Regierungssystems gegeben wie heute seitens vieler Politiker der Partei Die Linke.
Linksregierungen konnten nur dann substantielle Verbesserungen der Lebensverhältnisse für die Lohnarbeiter, für die einfachen Bürgerinnen und Bürger durchsetzen, wenn vorher einflussreiche außerparlamentarische Bewegungen dies »auf der Straße« erkämpft hatten, wie das in Deutschland in der Novemberrevolution, Anfang der zwanziger Jahre der Fall war.


http://www.jungewelt.de/2015/03-14/025.p...Cth%C3%BCringen

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das Wahlprogramm der Thüringer LINKEN mit dem Koalitionsvertrag zu vergleichen. Es ist einfach nur beschämend.
Und wofür sich Ramelow und die Landtagsabgeordneten der Linken, die dem Koalitionsvertrag zugestimmt haben, in Grund und Boden schämen müssen, ist der Preis, den sie für ihre klägliche "Machtausübung" entrichtet haben: die Verurteilung der DDR als "Unrechtsstaat". Das war ein heimtückischer Schlag gegen tausende Wähler und Mitglieder. Denn davon stand im Programm kein Wort. Hätte Ramelow sich zuvor so geäußert, wären die Prozente für die Linke in den Keller gegangen und er heute nicht Ministerpräsident.
Manchmal drücken Fotos mehr aus als Worte. Und wenn ich sehe, mit welcher Devotion hier ein angeblicher "Linker" einem Herrn Eppelmann - an dessen langjährigen CIA-Kontakten wohl keine Zweifel bestehen dürften - begegnet, könnte ich Kotzi



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Daraus folgere ich das "echte Linke" nicht Regierungsverantwortung übernehmen sollen.

Ich persönlich meine aber, das wäre der falsche Weg.
Man kann nicht nur als Prophet oder als Mahner der Gerechtigkeit durchs Land ziehen und die eigentliche politische Arbeit in einer Regierung anderen überlassen nur um sie dann zu kritisieren. suspekt Kopfpatsch
Damit gewinnt man keinen Blumentopf, geschweige denn Mitstreiter. Pfeiffen

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05.07.2016 01:38 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
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Dann hast Du nicht verstanden, was ich in meinem obigen Post sagen wollte. Das Problem ist doch eben, dass die linken "Mahner der Gerechtigkeit" in Regierungsverantwortung bisher weltweit nirgends einen Blumentopf gewonnen haben, wenn sie nicht von mächtigen außerparlamentarischen Bewegungen getragen wurden. Sie werden schlicht vom etablierten Politikbetrieb vereinnahmt, haben keine oder nur marginale Gestaltungsmöglichkeiten, dienen eine Zeitlang als Alibi, verlieren aber wegen sichtbarer Erfolglosigkeit/Anpassung unweigerlich das Vertrauen ihrer Wähler und werden spätestens bei der nächsten Wahl dafür abgestraft. Das ließ sich doch in den letzten Jahren in mehreren Bundesländern sehr gut beobachten. Und es sollte mich sehr wundern, wenn den Berliner Linken bei der diesjährigen Wahl nicht Gleiches widerfährt. Immerhin haben sie beispielsweise mit zu verantworten, dass öffentliche Wohnungen mt noch einigermaßen bezahlbaren Mieten an private Miethaie verkauft wurden, dass die rücksichtslose Gentrifizierung voranschreitet, dass man die Schulen verrotten lässt, während Milliardensummen für den Bau eines Flughafens verbrannt werden, der nie fertig wird usw.
Regierungsverantwortung darf kein Wert an sich sein, dem die wichtigsten politischen Prinzipien der Linken geopfert werden! Und wenn einige führende linke Politiker offenkundig sogar bereit wären, dafür die strikte Ablehnung der Militarisierung der deutschen Außenpolitik aufzugeben, ist das nicht nur in höchstem Maße verantwortungslos, sondern sie würden die Linke und sich selbst damit überflüssig machen. Selbstverständlich ist das alles vom Establishment so gewollt, aber es schadet der "eigentlichen politischen Arbeit" enorm. Und die besteht in der Mobilisierung der Massen gegen die unaufhaltsam wachsende Gefahr eines atomaren Infernos, den ständig zunehmenden Einfluss rassistischer und rechtssextremer Bewegungen sowie um die Grundfragen sozialer Gerechtigkeit.

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@Elster:
Also - wie du weißt - leben wir im Kapitalismus.
Welche Linken - ich setze immer LINKS mit Sozialismus gleich - sollen denn hier in Regierungsverantwortung kommen dürfen?
Die verbotene KPD?
Wenn du die Entwicklung dieser "der Linken" siehst, merkst du eine Entwicklung - weg von Links - hin zum linken SPD-Flügel - um salonfähig zu werden und von den anderen Parteien geduldet zu werden. Und natürlich um Wählerstimmen ...
Die Linke stimmt Kriegseinsätzen zu, DDR pauschal Unrechtsstaat ...
Natürlich gibt es einige "Linke Kritiker" .... aber das ist das gleiche wie die geduldeten "Satiriker und Karikatursiten ...
Im Kapitalismus ist LINKS verboten - das war schon immer so und wird auch so bleiben!

Und dann Herr Eppelmann!
Bürgerrechtler war er nie.
Er hat nur für seine egoistischen Ziele gekämpft.
Hat meedienwirksam Kalaschnikows mit Panzern zerstören lassen.
Die DDR-'MIG's an Polen verscherbelt, sich ein gutes Gehalt gesichert und versteht sich zu präsentieren.

Was hat er denn nach der Wende für Ost- oder West-Bürger gemacht?
Zumindest nichts Positives.
Der Erschaffer von "Schwertern zu Pflugscharen" - Frieden nein Danke!


Der Waldi
09.07.2016 10:37 Waldi ist offline E-Mail an Waldi senden Beiträge von Waldi suchen Nehmen Sie Waldi in Ihre Freundesliste auf
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