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Außergewöhnliche Menschen

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Zum Ende der Seite springen Außergewöhnliche Menschen
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Lonicera
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Außergewöhnliche Menschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

die es sich nicht leicht machen, sondern lebenslang um Erkenntnis ringen, den richtigen Weg suchen und ihm dann konsequent folgen, sind weltweit anzutreffen.
Manche davon leben sogar in Deutschland.
In der hohen Politik findet man sie eher nicht, dafür um so mehr an der Basis.
Denn eines ihrer Markenzeichen ist Bescheidenheit, verbunden mit echter, tätiger Menschenliebe.
Ein Beispiel dafür entdeckte ich heute in einem Interview der jW.

http://www.jungewelt.de/2011/11-26/001.php

Darin ist übrigens mehrfach von kirchlichen "Amtszuchtverfahren" hair die Rede.
Das wäre (selbstverständlich erst nach den "Döner-Morden") auch ein Vorschlag für das "Unwort des Jahres".
Man hört doch förmlich die Peitschenschläge auf dem Rücken des Delinquenten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 26.11.2011 11:11.

26.11.2011 11:09
Lonicera
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Siegwart-Horst Günther Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

ist ein deutscher Tropenmediziner und Forscher zum Krankheitsbild durch Uranmunition und lebt in Husum.

http://de.wikipedia.org/wiki/Siegwart-Horst_G%C3%BCnther
21.03.2012 05:06
Lonicera
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Uta Ranke-Heinemann Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

http://www.jungewelt.de/2012/10-01/011.p...=rankeheinemann

Würdigung anlässlich ihres 85. Geburtstages von Prof. Horst Herrmann

"... Sie hat erste Schritte gemacht und dabei Menschen nahe kennengelernt, die wichtige Positionen nicht nur in ihrem eigenen Leben eingenommen haben: Ich nenne ihren Vater, den späteren Bundespräsidenten, die Theologen Rudolf Bultmann und Karl Rahner, Joseph Ratzinger, den heutigen Papst, und Johannes Rau, auch er ein späterer Bundespräsident. ...
Sie war die erste Abiturientin auf dem Essener Gymnasium, als einzige der Klasse »mit Auszeichnung«. ... Dann das weit gefächerte Studium der evangelischen Theologie in Basel, Oxford, Montpellier und Bonn. Ihre Kenntnisse in zwölf Sprachen werden sich als nützlich für die Genauigkeit der Übersetzungen ihrer Bücher erweisen. ...
Nach ihrer Konversion (1953) nimmt sie das Studium der katholischen Theologie in München auf – als Kommilitonin von Joseph Ratzinger. ...
1969 habilitiert sie sich als erste Frau der Welt in katholischer Theologie ... und wird 1970 die erste Professorin in diesem Fach. ...
1987 verlor sie die Lehrbefugnis für katholische Theologie. ... Sie hatte die biologische Jungfräulichkeit Mariens geleugnet. ...
Was sie sagt, ist in einem ursprünglichen Sinn prophetisch. ... Und als ein solcher Mensch sagt sie: 'Die Bibel ist nicht Gottes-, sondern Menschenwort. Daß Gott in drei Personen existiert, ist menschlicher Phantasie entsprungen. Jesus ist Mensch und nicht Gott. Maria ist Jesu Mutter und nicht Gottesmutter. Gott hat Himmel und Erde geschaffen, die Hölle haben die Menschen hinzuerfunden. Es gibt weder Erbsünde noch Teufel. Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion nach religiösem Steinzeitmuster.' ...

Seit den 1970ern engagiert sie sich in der Entwicklungspolitik und humanitären Hilfe. Sie setzte sich für ein Verbot von Napalm ebenso wie für die Abschaffung aller Atomwaffen ein und brachte Medikamente und andere Hilfsgüter 1972 während des Vietnamkriegs nach Hanoi, 1973 nach Indien und 1979 nach Kambodscha. In den 1980ern engagierte sie sich für die Friedensbewegung, war Kandidatin der Friedensliste und trat als Rednerin auf zahlreichen Kundgebungen auf. ...
1999 war die parteilose Pazifistin in ihrem Protest gegen Deutschlands Beteiligung am Kosovo-Krieg Kandidatin der PDS für das Amt der Bundespräsidentin.
Dabei unterlag sie Johannes Rau, dem Ehemann ihrer Nichte. ... "

Vollständiger Text unter
http://www.jungewelt.de/2012/10-01/011.p...=rankeheinemann
04.10.2012 09:23
Elster
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necken
Ich mußte erst einmal nachschaquen um wen es eigentlich in dem oberen Titel geht, bzw. wer 85 geworden ist. Pfeiffen
Jetzt weiß ich es:

Uta Ranke-Heinemann

__________________

04.10.2012 19:39 Elster ist offline Beiträge von Elster suchen Nehmen Sie Elster in Ihre Freundesliste auf
Lonicera
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necken
Ist der Name etwa nicht deutlich genug als "Thema" gekennzeichnet? Pfeiffen
04.10.2012 21:09
Lonicera
unregistriert
Außergewöhnliche Menschen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich bin eine Verehrerin der so genannten "ernsten" (vor allem klassischen) Musik, und mein "Lieblingsdirigent" ist seit Jahren Daniel Barenboim, weil er nicht nur ein hervorragender Künstler, sondern auch ein bewundernswerter Mensch ist.

Aus einer Würdigung zu seinem 70. Geburtstag:

"Dirigent, Pianist, Orchestererzieher, Generalmusikdirektor, Kosmopolit, Geldbeschaffer für beste Zwecke, Internationalist, Mann der Klassiker und der klassischen Moderne, einer, der sich von Jugend an guter Musik, und sei sie eben komponiert, verschrieben hat, politisch ein Linker, dem die zwei Wörtchen »schöne Welt« nicht leicht über die Lippen gehen - das ist Daniel Barenboim. ...

1999 trat das West-Eastern-Divan-Orchestra ins Leben. Es besteht in gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern, dazu einigen Spaniern.
Seine Gründer: Daniel Barenboim und Edward Said.
Möglichkeit, dem Weltgewissen zu zeigen, dass Künstler aus verfeindeten Staaten friedlich, schöpferisch mit einander können, geeint durch das Notenbild, das sie umsetzen, angesteckt in ihrem Empfinden durch die Musik selbst, nicht durch jene Politkriminellen, welche die Völker gegeneinander hetzen, um sie niedrig zu halten. ...
Demnächst soll an der Berliner Staatsoper eine Barenboim-Said-Akademie errichtet werden. ..."

http://www.neues-deutschland.de/artikel/...-den-noten.html
15.11.2012 18:04
Lonicera
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Pastor Erich Arndt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Pastor Erich Arndt ist im Mai 2012 – nur wenige Monate vor seinem 100. Geburtstag – gestorben.
Er hätte sein Jahrhundert verdient, denn er hat ein Leben vollendet, das Aufmerksamkeit und Respekt herausfordert.
In Parchim als Sohn eines Zugführers geboren, studierte er nach dem Abitur EvangelischeTheologie.
1933 trat er der NSDAP bei, von der er sich eine Verbesserung der sozialen Lage in Deutschland erhoffte. Doch bereits 1936 schloß ihn die Nazipartei wegen seiner Tätigkeit in der Bekennenden Kirche aus.
Die Kriegsjahre prägten und veränderten sein Leben auf besondere Weise.
Im Januar1943 geriet Erich Arndt als Pfarrer der 24. Panzerdivision bei Stalingrad in sowjetische Gefangenschaft.
Die Menschenopfer, das Leid und der Wahnsinn des Krieges forderten sein christliches Pflichtgefühl zu bisher ungekanntem Widerspruch gegen die bestehende Weltordnung heraus. Nun wollte er keine Waffen mehr segnen, junge Männer beim Sterben begleiten und das Völkergemetzel als unvermeidbar hinnehmen.
Als sich ein „Antifa-Lager-Aktiv“ bildete, war er dabei und seit der Gründung des „Nationalkomitees Freies Deutschland“ Lagergeistlicher in Krasnogorsk.
Wer weiß eigentlich, daß es so etwas unter dem Schirm des NKFD in Kriegsgefangenenlagern der atheistisch orientiertenSowjetunion gegeben hat?
Als Mitbegründer des Arbeitskreises für kirchliche Fragen beim Nationalkomitee sowie des Bundes Deutscher Offiziere gehörte Pastor Arndt zu den Unterzeichnern des Aufrufs der Geistlichen „An die Christen an der Front und in der Heimat“.
Als Lagergeistlicher hielt er mehr als 250Predigten.
Jene vom 9. Mai 1945 verdient besondere Aufmerksamkeit. ... Pastor Arndt nahm seine Gemeinde ins Gebet: „Wir alle, die wir hier versammelt sind, wir können uns ja nicht freisprechen von Schuld vor unserem Gotte. Oder wer wollte aufstehen und behaupten, er habe ein gutes Gewissen?“ Der Geistliche machte klar, daß aus Schuld Verantwortung erwächst ...
Im September 1948 kehrte Pastor Arndt aus der Gefangenschaft nach Deutschland zurück – als Antifaschist.
Er wollte auch in diesem Sinne wirken.
Neben seinen Amtspflichten – zunächst als Pastor in Parchim, danach von 1975 bis 1990 als Landeskirchlicher Beauftragter für Gefängnisseelsorge in den Strafanstalten Bützow, Neustrelitz und Warnemünde – arbeitete er im Deutschen Friedensrat und ließ sich mit einem Mandat des Kulturbundes in den Schweriner Bezirkstag wählen. Überdies engagierte er sich auf nationalen und internationalen Tagungen, bei denen es um Frieden, Menschenrechte und Völkerverständigung ging.
Erich Arndt war ein unbequemer Bezirkstagsabgeordneter. Er soll von allen Mandatsträgern die meisten Eingaben und Widersprüche verfaßt haben.
Sein öffentlich ausgetragener Widerspruch zu gesellschaftlichen Verwerfungen und dogmatischer Enge hat ihn nicht daran gehindert, sich das sozialistische Idea als Auftrag zu bewahren.
Als die DDR 1990 ihr Ende fand und im Schweriner Bezirkstag der Antrag auf Selbstauflösung gestellt wurde, stimmten alle Fraktionen bis auf die des Kulturbundes zu.

Pastor Arndt erklärte unbeeindruckt von den Vorgängen auf der Straße, dem Chor der Medien und dem Tanz um das Goldene Kalb:

„Ich liebe den Sozialismus, weil ich der Überzeugung bin, daß er von allen zur Zeit angebotenen Gesellschaftsordnungen diejenige ist, die meinem christlichen Glauben und der in ihm begründeten Ethik und Moral am nächsten kommt.“

Sich so zu bekennen, war in der wilden Zeit der sogenannten Wende mutig.
Aber so war der Tatchrist ohne Wenn und Aber.
Er hatte seinen Lebenssinn gefunden und ließ daran von niemandem rütteln."

(aus RotFuchs Dezember 2012)
04.12.2012 19:32
Lonicera
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Peter Handke Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zu seinem 70. Geburtstag ein Porträt von Gerd Schumann

"... Auf immer, so scheint es, wird den Dichter beschäftigen, was er sah. Niemals wird er aufhören zu erzählen von dem, was erzählt werden muß.
Er bringt zu Papier, was niemand so kann wie er. Ohne zu »ideologisieren« – das war ihm immer suspekt. Sein Ansatz ist die Aufklärung.
Also wurde Handke in den Neunzigern zum ersten Literaten überhaupt, der inmitten einer gespenstisch anmutenden, entfesselten Kampagne zur Etablierung von »Menschenrechtskriegen« Sachlichkeit im Umgang mit der Wahrheit verlangt.
Er kennt sie selbst nicht, aber er sucht sie.
Dafür landet er am Pranger, wird isoliert und mit ihm die Vernunft.
Er sei »jugophil« und ein »Serbenfreund«, so der mediale Massenkanon, in den eigenartigerweise mancher einfällt, der Handkes große Reiseerzählungen sogar gelesen haben müßte.
Kriegszeiten sind Zeiten der Verblendung. ... "

Volständiger Text unter
http://www.jungewelt.de/2012/12-06/019.php
06.12.2012 12:29
Lonicera
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Stefan Heym Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

30.11.2012 – Luc Jochimsen
Stefan Heym zum 100. Geburtstag

Im Dezember jährt sich der Todestag von Stefan Heym, im April 2013 würde er seinen 100. Geburtstag feiern.
Die Fraktion DIE LINKE will den Alterspräsidenten des Bundestags, den Unangepassten, immer aufrechten und wortklugen Schriftsteller ehren.
Eine Würdigung von Luc Jochimsen

"Er hätte schweigen können, 1931, als Gymnasiast Helmut Flieg, aber er veröffentlichte, achtzehnjährig, das Antikriegsgedicht "Exportgeschäft".
Er hätte sich einrichten können in den USA, die ihm Schutz vor der Verfolgung durch die Nazis boten und wo er – der deutsch-jüdische Emigrant – unter dem Namen Stefan Heym seinen ersten Bucherfolg feierte. Er aber zog als amerikanischer Staatsbürger in den Zweiten Weltkrieg gegen Nazideutschland.

Er hätte sich zurückhalten können, 1945, als Journalist im befreiten Deutschland, aber er machte kein Hehl aus seiner prosowjetischen Einstellung – und wurde in die USA zurückbeordert.
Er hätte sich eine Nische suchen können in der McCarthy-Ära, aber er ging, um unzensiert schreiben zu können, zurück nach Europa.
In die DDR. 1953. Auch dort fand er sich schnell in der gewohnten Rolle des Widerständlers. Er wurde gelobt, zensiert, drangsaliert, hin und wieder veröffentlicht.

Stefan Heym hat nie geschwiegen. Er hat sich eingemischt, zu Wort gemeldet, Schwierigkeiten gemacht und Schwierigkeiten bekommen. Er war bissig, kritisch, ironisch, aufbrausend, rhetorisch begnadet, störrisch, widerständig, weise.

Er hätte resignieren können, 1994, am Abend vor seiner Rede als Alterspräsident im Deutschen Bundestag, als TV- und Radiosender, ungeprüft und unhaltbar, die Meldung aus dem Innenministerium verbreiteten, er habe für die Stasi gearbeitet.

Stefan Heym hat aber auch an diesem Tag nicht geschwiegen.
Hellsichtig war, was er sagte: "Die Krise, in welche hinein dieser Bundestag gewählt wurde, ist nicht nur eine zyklische, die kommt und geht, sondern eine strukturelle, bleibende, und dieses weltweit. Die Krise ist eine Krise nunmehr der gesamten Industriegesellschaft, tritt dadurch nur umso deutlicher in Erscheinung."

Vor allem CDU/CSU-Abgeordnete verweigerten ihm an diesem Tag ein Minimum an Respekt.
Ein Jahr später legte Heym sein Mandat nieder. Er wollte weiterhin kompromisslos seine Stimme erheben.

Am 10. April 2013 wäre Stefan Heym 100 Jahre alt geworden.
Wir möchten das Lebenswerk dieses großen Mannes würdigen. Dazu haben Freunde, Weggefährten, Künstler, Politiker, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitglieder unserer Fraktion ein Festkomitee gegründet.
Ein Projekt entwickelte und produzierte der Schauspieler und Regisseur Franz Sodann: eine szenische Lesung aus Gedichten, Geschichten, Dokumenten und Interviews von und mit Stefan Heym.

Die Uraufführung fand beim "Fest der LINKEN" statt. Weitere Lesungen werden folgen.
Die im Jahr 2009 gegründete Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft mit Sitz in seiner Geburtsstadt Chemnitz plant unter anderem eine Konferenz über den Dichter und Schriftsteller.
Wir laden Sie alle ein, zu den Veranstaltungen zu kommen und Stefan Heym zu ehren, seine Bücher zu lesen, über seine Gedanken zu sprechen und Haltung zu beweisen.
So wie er, ein Leben lang."

http://www.linksfraktion.de/clara/alltag...100-geburtstag/
09.12.2012 12:10
Lonicera
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Eugen Drewermann Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Eugen Drewermann, der nicht nur Theologie studiert hatte, sondern auch Neopsychoanalyse und unter dieser Perspektive wesentliche Elemente der Glaubenslehre neu gesichtet und interpretiert hatte, wurde 1991 von der Amtskirche die katholische Lehrbefugnis und ein Jahr später die Predigtbefugnis entzogen.
Aus deren Sicht gilt er als Ketzer.
So arbeitet er als Psychotherapeut, schreibt Bücher und hält Vorträge.
Am 28. April hielt er den Schlussvortrag auf einer Konferenz an der Universität Bremen, an der vor allem Juristen, Politikwissenschaftler und einige Bundeswehroffiziere teilnahmen.
Sie hatte zum Thema: „Quo vadis NATO? Herausforderungen für Demokratie und Recht“.

Der außerordentlich lesenswerte Bericht über die Veranstaltung beschreibt diesen außergewöhnlichen Menschen derart lebendig, dass ich mir weitere Kommentare sparen kann und nur einen seiner Sätze mit großer Zustimmung zitiere:

"Wenn Herr de Maizière glaubt, er habe die Debatte um die Drohnen bereits hinter sich, dann irrt er; er hat sie noch vor sich.
Und wir dürfen ihm das nicht durchgehen lassen."

http://das-blaettchen.de/2013/05/frieden...iell-24952.html

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 13.05.2013 19:01.

13.05.2013 19:00
Lonicera
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Happy Birthday, Nelson Mandela! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Nelson Mandela wird heute, am 18. Juli, 95 Jahre alt. Südafrika bangt weiter um seinen erkrankten Nationalhelden, auch wenn sich sein Gesundheitszustand gebessert hat. Mandela ist für die ganze Welt ein Vorbild im Kampf gegen Apartheid und Rassismus und ein Symbol für Gerechtigkeit und Versöhnung. Der Friedensnobelpreisträger Mandela riskierte sein Leben für die Freiheit der Schwarzen unter dem Apartheidregime, saß 27 Jahre im Gefängnis – und verzieh danach seinen Unterdrückern.

http://www.ag-friedensforschung.de/
18.07.2013 09:14
Lonicera
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Peter Sodann Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Peter Sodann (geb. 1936 in Meißen) ist Schauspieler, gelernter Werkzeugmacher. Er war ab 1957 Jura-, ab 1959 Schauspielstudent in Leipzig. 1961 wurde das von ihm geleitete Kabarett »Rat der Spötter« aufgelöst und er wegen staatsfeindlicher Hetze zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Haftentlassung Ausbildung zum Spitzendreher, 1964 erneute Immatrikulation an der Theaterhochschule Leipzig. Erstes Engagement am Berliner Ensemble, Arbeit für Film und Fernsehen der DDR. Bundesweit bekannt wurde er nach 1990 als »Tatort«-Kommissar Bruno Ehrlicher. Er leitete 25 Jahre lang das neue theater in Halle.

In einem jW-Interview sprach er über seine Liebe zu Büchern, ein Rittergut als Kulturzentrum, die Ignoranz von Schriftstellern und ein angemessenes Bild von der DDR:

»Wir waren schon mal ein Stück weiter.«

Lesen unter
http://www.jungewelt.de/2013/10-12/001.php

PK
Da lernt man einen Menschen kennen, der nicht nur Kopf, Herz und Mund auf dem rechten Fleck hat, sondern sich unermüdlich, unbeugsam und selbstlos für eine gute Sache engagiert, ohne dabei seinen Humor zu verlieren.
Für mich war es jedenfalls herzerfrischend, wie er unkundigen bzw. bornierten Miesmachern beispielsweise das "Bücherland DDR" erläutert.
Ich hoffe, dass er uns und seinem großen Werk - der "DDR-Bücherei" - noch lange erhalten bleibt.
11.10.2013 20:17
Lonicera
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Partisan und Heerführer: der legendäre General Vo Nguyen Giap Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

"Vietnam hat am Sonntag Abschied von einem Menschen genommen, der mit Sicherheit im Gedächtnis der Bevölkerung des Landes bleiben und in der langen, opferreichen Geschichte seines Freiheits- und Unabhängigkeitskampfes einen Ehrenplatz einnehmen wird. Vo Nguyen Giap, weltweit einer der berühmtesten Heerführer des 20. Jahrhunderts, war am 4. Oktober im Alter von 102 Jahren im zentralen Militärkrankenhaus Hanoi verstorben. ...
Jahrzehntelang war Giap Mitglied des ZK der KPV und des Politbüros, amtierte von 1955 bis 1986 als stellvertretender Regierungschef und war lange Abgeordneter der Nationalversammlung. Seine unvergänglichen Verdienste aber erwarb sich der hochdekorierte Vo Nguyen Giap als Militär, der nie die Schulbank einer militärischen Lehranstalt gedrückt hat.
Nennt man ihn im Westen »Napoleon des Ostens« oder den »roten Napoleon«, dann wird vergessen, daß er im Gegensatz zu diesem historischen Vorbild keine Schlacht verloren hat.
Im Gegenteil: Der zum Heerführer herangewachsene Dorflehrersohn erteilte dem Besten, was Frankreich an kolonial- und weltkriegserfahrenen Generälen aufzubieten hatte, genauso wie danach der Crème de la Crème der US-amerikanischen Generalität schmerzhafte Lektionen. ..."

Vollständiger Text unter
http://www.jungewelt.de/2013/10-14/048.php
13.10.2013 21:55
Lonicera
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Jürgen Kuczynski Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wo bleibt die öffentliche Ehrung für den "Deutschen jüdischer Herkunft", den international anerkannten Wirtschaftswissenschaftler und Historiker Jürgen Kuczynski?
Er lebte von 1904 bis 1997, seine Wohn- und Arbeitsstätte war von 1950 bis zu seinem Tod ein gemietetes Haus im Berliner Stadtbezirk Weißensee, der jetzt zur Berlin-Pankow gehört.
Er kämpfte gegen den Faschismus, hinterließ insgesamt 4.100 Publikationen (darunter auch eine Kolumne in der jungen Welt ja ), wurde auf Grund seiner wissenschaftlichen Arbeiten dreimal für den Nobelpreis vorgeschlagen und gilt als "letzter Universalgelehrter der deutschen Sozialwissenschaften".
Man sollte meinen, dass jede Stadt stolz auf einen solchen früheren Bürger wäre. Doch die Bezirksinstitutionen Berlin-Pankows (CDU, Grüne und SPD) haben Probleme mit einer Würdigung - beispielsweise durch Benennung einer Straße - und wollen unbedingt eine "Verstrickung von Jürgen Kuczynski in das System der DDR-Diktatur" postulieren.

Lesen unter
http://www.jungewelt.de/2013/10-25/019.php

PK
Eigentlich nicht verwunderlich, denn ein derart engstirniges Verhalten ist in den maßgeblichen politischen Kreisen erwünscht, und nicht nur in Berlin.
Aber immerhin gibt es dort bislang noch eine Albert-Einstein-Straße, obwohl ihr Namensgeber zeitlebens der Sympathien mit Sozialismus/Kommunismus hair verdächtigt und deshalb beispielsweise vom FBI überwacht wurde.
25.10.2013 16:16
Lonicera
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Willy Brandt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

»Wir alle lieben ihn«

"Herbert Frahm, in der Herrschaftszeit des deutschen Faschismus zu Willy Brandt geworden, würde morgen 100 Jahre alt. Das ruft viele Würdigungen hervor. Ein Denkmal, so scheint es, wird besichtigt. Dem Bundespräsidenten kam dabei Musikalisches in den Sinn – das historische Verdienst Willy Brandts, so Gauck, liege darin, daß »wir ohne Nationalismusverdacht unsere Nationalhymne singen können«. Gern wird in diesem Zusammenhang auf Wirkungen des Kniefalls in Warschau hingewiesen, so als habe es sich da um Nationalmarketing gehandelt. ..."

Weiterlesen unter
http://www.jungewelt.de/2013/12-18/021.php

Üble Nachrede

"Willy Brandt wird in diesen Tagen viel gefeiert. Über wichtige mit ihm verbundene Fragen wird dabei nicht viel gesprochen und vermutlich auch nicht nachgedacht.

Zum Beispiel nicht über die Frage, warum er nur viereinhalb Jahre Bundeskanzler war. Angela Merkel regiert schon acht Jahre, Kohl war 16 Jahre im Amt. Warum Brandt so kurz? War er wirklich vor allem das Opfer des DDR-Spions Guillaume im Kanzleramt? Auch, aber Willy Brandt war zur Zeit der Entdeckung des Spions schon angeschlagen, er wurde das Opfer einer Treibjagd einer ziemlich bunten Jagdgesellschaft. Dazu gehörten selbstverständlich die CDU/CSU, dann Leute mit viel Geld, die zwei Jahrzehnte direkten Zugang zu den von der CDU gestellten Kanzlern genossen hatten und die Wahl Brandts zum Kanzler im Jahr 1969 korrigieren wollten; dann gehörten zu den Jägern rechtsnationale Kreise, denen Brandts Flucht vor Hitler nach Norwegen schon nicht schmeckte und denen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und die Versöhnung mit dem Osten nicht passte; und dann gehörten zur Jagdgesellschaft innerparteiliche Kreise um Wehner und Schmidt. Helmut Schmidt hielt sich für den besseren Kanzler, was ihm nicht zu verargen ist; er wollte selbst an die Macht. ..."

Weiterlesen unter
http://www.neues-deutschland.de/artikel/...lly-brandt.html
17.12.2013 22:18
Lonicera
unregistriert
"Willy Brandt wurde Opfer einer Treibjagd" Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Albrecht Müller über den damaligen und den aktuellen Medienrummel um den Ex-Bundeskanzler
Heute wäre Willy Brandt 100 Jahre alt geworden. Während die Medien an einer negativen Brandt-Legende basteln, nach der seinerzeit der Hoffnungsträger der SPD zu labil für das große Amt gewesen wäre, zeichnet Albrecht Müller in seinem unlängst publizierten Buch Brandt aktuell ein anderes Bild: Nicht Brandt selber, sondern innerparteiliche Intrigen und eine von den Wirtschaftsverbänden lancierte Hetzkampagne hätten ihn politisch erledigt und persönlich zermürbt. Ein Gespräch mit den Autor und Betreiber der Nachdenkseiten, der 1972 Brandts Wahlkampf führte.

Lesen unter
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40564/1.html

" ... Man will ihn auch inhaltlich-programmatisch entsorgen. Sehen sie sich doch an, was zurzeit beim Thema Ukraine passiert. Die Blockkonfrontation wird in Europa neu aufgebaut: Dort sind die bösen Russen, hier sind wir guten Europäer und als solche müssen wir, der Westen, die Ukraine zu uns herüberziehen. Im Berliner Programm der SPD aus dem Jahr 1989 war noch von einer gemeinsamen europäischen Friedensordnung und dem Ende der Blöcke die Rede. Jetzt wird die Konfrontation neu aufgebaut und damit die Grundidee der Ostpolitik mit Füßen getreten.
Willy Brandt hätte vermutlich auch nicht die aktuelle Flüchtlingspolitik und die Militärinterventionspolitik mitgetragen. Heute wird aus ökonomischen Gründen militärisch interveniert und es wird eben nicht bis zum Ende geprüft, ob man Konflikte nicht friedlich lösen kann. Mit dem Denken und dem politischen Ansatz von Willy Brandt hat das wenig zu tun. Wir haben die Kanonenbootpolitik wieder und dagegen hätte sich Willy Brandt gewehrt. ...
Dass er die deutsche Beteiligung am Kosovokrieg gut gefunden hätte, glaube ich nicht. Damals, 1999, sind die Möglichkeiten, zu einer friedlichen Lösung der Konflikte zu finden, nicht genutzt worden. Die Verhandlungen waren von Anfang an auf das Ende mit militärischem Einsatz angelegt. Die Bundesrepublik sollte lernen, sich an militärischen Einsätzen des Westens zu beteiligen, so das Kalkül. Dass Willy Brandt diesen durchschaubaren Einstieg seiner Nachfolger im Kanzleramt und im Parteivorsitz in eine neue Art der Militärpolitik mitgemacht hätte, kann ich mir nicht vorstellen. ..."

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lonicera: 18.12.2013 06:40.

18.12.2013 06:39
Lonicera
unregistriert
RE: "Brandt war kein Zauderer" Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Er war nur fünf Jahre Bundeskanzler, dennoch ist Willy Brandt bis heute einer der populärsten Politiker. Zum 100. Geburtstag erinnert sich sein "Lieblingsenkel" Oskar Lafontaine an die SPD-Legende, mit der er sich kurz vor dessen Tod zerstritt.

Lesen unter
http://www.n-tv.de/politik/Brandt-war-ke...le11928526.html

" ... Ich war fasziniert von seiner Nobelpreisrede. Sein Credo war, dass man mit Krieg keine Probleme löst. Wörtlich hat er gesagt: "Krieg ist nicht die Ultima Ratio, sondern die Ultima Irratio." Wenn man die Erfolge der sogenannten Interventionskriege in Afghanistan, Irak oder Libyen betrachtet, sieht man, dass Brandt eine weitere Sicht hatte als das Mittelmaß, das heute in Deutschland regiert. ...
Brandt hatte eine andere Einstellung zur deutschen Einheit als ich. Ich war als Kind der Nachkriegszeit westeuropäisch aufgewachsen und sozialisiert. Er hatte Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend in der Weimarer Republik und sah in der Wiedervereinigung die Krönung seines Lebenswerkes. Mein Ansatz war ein anderer: Ich wollte die Einheit in die europäische Entwicklung einbetten. Auch weil ich die Währungsunion und damit Einführung der D-Mark zum Kurs von 1:1 ablehnte. Ich ging fest davon aus, und so sind die Dinge ja auch gekommen, dass die Wirtschaft der ehemaligen DDR dadurch zusammenbrechen würde. Mir ging es damals um die Verhinderung von Massenarbeitslosigkeit. ...
Brandt ist ... der Vorsitzende, mit dem die größten Erfolge der SPD verbunden sind. Man denke nur an seinen Wahlsieg 1972, als er 45,8 Prozent erreicht hat. Das ist eine Zahl, von der die Partei heute nur noch träumen kann. Mit Brandts Namen kann man immer daran erinnern, dass die SPD zwei Prinzipien hatte. Sie war die Partei des Sozialstaats und des Friedens, das garantierte vor allem Willy Brandt. Die wenigsten wissen: Was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft, war er der erfolgreichste Kanzler. Zu seiner Zeit hatten wir die höchste Lohnquote in der Geschichte der Bundesrepublik. Niemals ging es den Arbeitnehmern und Rentnern besser. Seine Kanzlerschaft war der Höhepunkt sozialdemokratischer Politik."
18.12.2013 10:05
Lonicera
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Friedrich Wolf Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zum 125. Geburtstag des deutsch-jüdischen Schriftstellers und Arztes Friedrich Wolf (1888–1953)

"Nichts hätte besser zum Berliner Themenjahr »Zerstörte Vielfalt« gepaßt als eine Wiederaufführung des 1933 bereits im Exil entstandenen Dramas »Professor Mamlock« von Friedrich Wolf. Es ist wohl das beste, eindringlichste Stück über den Beginn des faschistischen Terrors in Deutschland, das zugleich auf frappierende Weise die damalige Atmosphäre im Lande zwischen Fanatismus, Anpassung und Widerstand skizziert. Ein Stück voller »Action« und Leidenschaft, mit ernsten, klugen und sogar erheiternden Dialogen, wie es sich kein Theater besser wünschen könnte.
Etwa wenn die 14jährige Ruth Mamlock naiv-schwärmerisch zu einem Genossen ihres Bruders, der nach dem Reichstagsbrand mit illegalen Flugblättern unterwegs ist, sagt: »Und da meine ich, Sie müssen doch einen wunderbaren Idealismus haben, wenn Sie so für Ihre Ideen eintreten!« Darauf antwortet der kurz angebunden: »Mädel, red keine Brühe! Idealismus, das ist doch bloß, wenn’s einem nicht weh tun soll.«
Dieses Zeitstück will einfach nicht veralten. Wenn Mamlock nach dem Verrat seiner Kollegen in der Klinik wettert: »Wie? Ihr zittert, ihr wollt nicht kämpfen, ihr meint, man kann mit weichen Knien durch die Reihen der Gegner schleichen, man kann den Kampf vermeiden? Ihr täuscht euch!«, dann ist das aktuell und wird es bleiben.
Doch die deutschen Bühnen – ernsthaft verwundern wird das kaum jemanden – haben den »Mamlock« nicht inszeniert. Vermutlich reicht dafür allein die Tatsache, daß der kommunistische Widerstand in Gestalt von Mamlocks Sohn Rolf, eines »roten Studenten«, als Alternative zum Selbstmord des resignierten Vaters dargestellt wird. Dabei war diese Konstellation – konservatives Elternhaus versus radikale Jugend – in der Weimarer Republik typisch. Um so unsinniger, wenn heutige Kritiker die Figur des Rolf als »aufgesetzt«, gar als eine Konzession an KPD-Vorgaben empfinden.
Gelegentlich gezeigt wurde in diesem Jahr immerhin die hervorragende DEFA-Verfilmung von 1961, (Regie: Konrad Wolf), seit kurzem auf DVD bei Icestorm erhältlich. ..."

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http://www.jungewelt.de/2013/12-23/020.php
22.12.2013 19:22
Lonicera
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Inge Keller Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Späte Ehrung für eine beispiellose Karriere

„Ich staune über mein langes, langes, volles Leben“ bekannte Inge Keller 2001 in einem Gespräch mit Günter Gaus, und es verwundert, dass die Schauspielerin erst anlässlich ihres 90. Geburtstages von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste den Theaterpreis „Der Faust“ für ihr Lebenswerk zugesprochen bekam. Mit George Tabori, Pina Bausch oder Tankred Dorst befindet sie sich in bester Gesellschaft, und dennoch gilt die Frage, warum dieser so oft als „ Grande Dame der deutschen Schauspielkunst“ apostrophierten und seit Jahrzehnten von Publikum und Kritik gefeierten Künstlerin erst jetzt diese Auszeichnung zu Teil wurde. ..."

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http://das-blaettchen.de/2013/12/spaete-...iere-27642.html



http://www.google.de/imgres?biw=1366&bih=606&tbm=isch&tbnid=aBCOBKhXZKsr6M:
&imgrefurl=http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/kultur/artikel/der-fa
ust-fuer-inge-keller/960665/der-faust-fuer-inge-keller.html&docid=SDG7kcrJ6
i_SRM&imgurl=http://img.mittelbayerische.de/bdb/2103200/2103214/300x.jpg&w=
300&h=300&ei=s_e7UsjiCYWTtQaljIDACQ&zoom=1&iact=rc&dur=674&page=1&tbnh=134&
tbnw=142&start=0&ndsp=42&ved=1t:429,r:28,s:0,i:177&tx=75&ty=43
26.12.2013 10:36
Lonicera
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Jenny Marx – die Frau, die Karl Marx erst möglich machte Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

"Was eine solche Frau, mit so scharfem, kritischem Verstand, mit solchem politischen Takt, mit solcher Energie und Leidenschaft des Charakters, mit solcher Hingebung für ihre Kampfgenossen, in der Bewegung während fast vierzig Jahren geleistet, das hat sich nicht an die Oeffentlichkeit vorgedrängt, das steht nicht in den Annalen der zeitgenössischen Presse verzeichnet. Das muß man selbst miterlebt haben”, schrieb Friedrich Engels über Jenny Marx, die Ehefrau von Karl Marx nach ihrem Tod. Fast vierzig Jahre lang begleitete sie ihren Mann auf seinem oft schwierigem Weg, sie wurde verhaftet, ausgewiesen, vor Gericht gebracht und verlor vier Kinder. Ihr Leben war geprägt von Armut und Unsicherheit – und dem politischen Kampfgeist ihres Mannes. Doch Jenny Marx war viel mehr als nur eine Ehefrau, sie war eine selbstständige und kritische Denkerin, eine Sozialistin und Atheistin, mit scharfem Verstand und großer Entschlossenheit.
Jenny Marx wird geboren als Johanna Bertha Julie Jenny von Westphalen, Tochter eines Landrats. In ihrer Jugend ist sie für ihre Schönheit berühmt, man nennt sie die “Trierer Ballkönigin”, doch sie verliebt sich in den um zwei Jahre jüngeren Doktor Karl Marx ..."

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04.04.2014 17:12
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