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In der DDR war alles besser...

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Feldlerche
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@ Ragga
Ja, auch nur kurz!
Da ich an Deine Gesundheit denke, kriege ich echt Probleme, auf Deinen erneuten Rundumschlag ehrlich zu anworten. Dies hier ist zwar alles sehr interessant, aber letztlich lohnt es nicht und verändert vor allem die Welt nicht zum Guten, wenn einer von uns dabei zu Schaden kommt smile .
Also zunächst mal: Beruhige Dich bitte!
In der Sache sind wir, denke ich, doch gar nicht so weit entfernt.

Denn ich verabscheue ebenfalls jede Form von Gewalt

allerdings mit Ausnahme der Selbstverteidigung.

Wenn Du mich kennen würdest - aber bei genauer Analyse wirst Du das auch in meinen Textbeiträgen bestätigt finden - : Ich bin ausgesprochen defensiv veranlagt, und wenn ich boxe, dann stets zu meiner oder anderer Verteidigung, sofern ich das für notwendig und berechtigt halte. Und die DDR war, so empfinde ich das jedenfalls, ganz genau so: Friedliebend und humanistisch wie kein anderer deutscher Staat davor (und danach), aber gleichzeitig bereit zu entschiedener Gegenwehr. Was sie in der konkreten historischen Situation manchmal leider zu Maßnahmen veranlasste (sofern sie nicht sogar von ganz anderer Seite dazu gezwungen wurde), die nicht ihrem eigentlichen Wesen entsprachen. Bei allen Fehlern, die wir zu verantworten haben - aber den viel beschworenen "reinen" oder "wahren" Sozialismus kann man nun mal nicht unter ständigem Feindbeschuss aufbauen. Manche meinen, dann hätten wir besser gleich die Finger davon lassen sollen. Ich sehe das anders. Aber, wie gesagt, ich will mich möglichst kurz fassen.
Da gibt's dieses schöne Gedicht: "Ganz unverhofft auf einem Hügel...", wo der Fuchs den Igel im Namen des Friedens vergeblich auffordert, ihm sein Fell zu übergeben. "Und allsobald macht er sich rund, schließt seinen dichten Stachelbund und trotzt getrost der ganzen Welt. Bewaffnet - doch als Friedensheld." Das war im Grunde unser Selbstverständnis, und wir hatten allen Grund zum Misstrauen - don hat im anderen Thread die geschichtlichen Fakten nochmals genannt.

Dir geht's aber offenbar vor allem um die inneren, die angeblichen "Käfig-"Verhältnisse. Das mit dem "Hort von Verbrechern" überlese ich diesmal noch, das ist einfach nicht ernst zu nehmen, und wird Dir von den allerwenigsten, die in der DDR gelebt haben, bestätigt werden.
Aber da sind ja die Einschätzungen Deiner (wie vielen?) Bekannten. Ach weißt Du, da könnten wir uns doch eigentlich recht schnell darauf einigen, dass Erfahrungen eben unterschiedlich sind. Ich werde interessiert bis teilnahmsvoll zuhören und niemandem in die Parade fahren, der von weniger angenehmen realen Erfahrungen berichtet (und habe da sogar in meiner eigenen Familie mehr zu bieten als mancher, der sich heute lauthals als "Opfer" präsentiert), aber ich lasse mir dadurch meine grundsätzlichen Erfahrungen und die vieler Bekannter, d. h. die Sicht auf das Wesentliche an der DDR nicht vermiesen. Und wenn ich finde, dass man mit ihrem Andenken Schindluder treibt, bleibe ich nicht ruhig. So wenig, wie dies einige wirklich Prominente getan haben, die sogar z. T. langjährig inhaftiert waren und sich trotzdem bis zu ihrem Tod ganz energisch dagegen verwahrten, dass man ihr persönliches Schicksal - bei aller Kritik an einigen Verhältnissen in der DDR - zu deren grundsätzlicher Verunglimpfung missbrauchte. Ich denke da beispielsweise an Rudolf Bahro, Wolfgang Harich und andere. Sie hätten das Recht dazu gehabt, Außenstehende nicht! Mein Resümee: Soll doch jeder für sich selbst reden! Apropos: Was hat Dir die DDR denn eigentlich getan?
Und noch mal zum "Käfig": Bekanntlich gibt es bestimmte Indikatoren für - ich sag's jetzt mal ganz unwissenschaftlich - die Befindlichkeit, das Wohlbefinden einer Bevölkerung. Einer der wichtigsten, unbestechlichsten ist nach meinem Dafürhalten die Geburtenfreudigkeit. Sie zeugt vor allem vom Lebensgefühl, von Sicherheit, Zukunftshoffnungen und -vertrauen usw. der Masse der Bevölkerung. Nun vergleiche doch bitte nur mal die altbekannten DDR-Zahlen mit denen der gestrigen und heutigen BRD! Und überlege, wie sich das in das höllendüstere Bild einfügen lässt, dass Du hier malst. Ich bin ehrlich gespannt. Für meinen Teil kann ich nur wieder zu Protokoll geben, was ich hier wohl schon mal mitgeteilt habe: Unter Alt- oder Neu-BRD-Verhältnissen hätte ich keine vier Kinder gebären und großziehen mögen!

Na ja, trotz aller guten Vorsätze geraten meine Texte immer furchtbar lang. Aber die kurzen sind bekanntlich viel schwieriger.

Nur noch zu den Texten von @WitzBolt und dessen kühnen Behauptungen (76 Atomraketen auf Schleswig-Holstein in einer NVA-Stabsübung?!) . Das Wichtigste in diesem Falle wäre eine exakte Quellenangabe, denn unter Google tut sich da nichts auf. Also, wenn die nicht geliefert wird, verbuche ich dies als eine der vielen Verleumdungen gegen DDR und NVA.
Immerhin erbrachte meine Umfrage unter Bekannten den Hinweis auf zwei das Thema tangierende Veröffentlichungen. Ich kenne sie nicht und bin froh, dass ich mich mit den zurückliegenden Szenarien eines Atomkrieges auf deutschem/europäischem Boden nicht befassen muss.
Aber wer diesen speziellen Fragen auf den Grund gehen will:
1. Hans-Werner Deim "Die militärische Sicherheit der DDR im Kalten Krieg"
ISBN 978-3-932566-80-6 (ehem. NVA-General)
2. Peter Veleff "Angriffsziel Schweiz?"
ISBN 978-3-280-06101-5 (Oberstleutnant der Schweizer Armee - oder wie die sich nennt?)

Übrigens bestätigt mir einer meiner Bekannten, Dr. der Militärwissenschaften (NVA), dass es tatsächlich seitens der NATO eine Option für den Atomschlag auf Dresden gab. Allerdings fügte er hinzu: Das war die Planung der USA. Es heißt, als Bundeswehroffiziere davon erfuhren, standen ihnen Tränen in den Augen.
Mir bei dieser Mitteilung, ehrlich gesagt, auch. Ich hätte jene Offiziere spontan umarmen mögen. Doch was hätten sie wohl im Ernstfall und bei "Befehlsnotstand" getan?
Welches Glück, dass wir das nicht erfahren mussten!
12.11.2009 17:06
04112012
Foren Gott


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Wer ist hier aufgeregt? ratlos2

Zitat:
Original von Feldlerche
@ Ragga
Ja, auch nur kurz!

Und die DDR war, so empfinde ich das jedenfalls, ganz genau so: Friedliebend und humanistisch wie kein anderer deutscher Staat davor (und danach), aber gleichzeitig bereit zu entschiedener Gegenwehr.


Jetzt kann ich nur noch den Kopf schütteln.
12.11.2009 17:32 04112012 ist offline Beiträge von 04112012 suchen Nehmen Sie 04112012 in Ihre Freundesliste auf
Raggaline
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@Feldlerche: Ich möchte gar nicht näher auf das Thema dieses Threads eingehen, aber trotzdem auf dein nachstehendes Zitat antworten:

"Unter Alt- oder Neu-BRD-Verhältnissen hätte ich keine vier Kinder gebären und großziehen mögen!"

Dazu merke ich (auch nur kurz) an, dass meine Eltern 7 Kinder in der Alt-BRD großgezogen haben. Ich bin das siebte Geißlein davon und muss sagen, wir hatten eine tolle Kindheit, haben alle eine gute Schul- und Weiterbildung genossen und uns in diesem Staat immer wohlgefühlt. Aber es gibt halt unterschiedliche Auffassungen und insbesondere auch unterschiedliche Kinderwünsche und das ist gut so. Hat wohl weniger etwas mit der Staatsform zu tun.

Ich habe vorgestern einen Bericht im Fernsehen verfolgt, in dem ein älteres Ehepaar einfach zwangsausgesiedelt wurde, nur weil der Sohn Republikflucht begangen hat. Der Mann wurde inhaftiert und in einer sehr herabwürdigenden Weise behandelt. Ich war einfach nur schockiert, habe mir aber vor dem Mauerfall ehrlich gestanden nie so etwas vorstellen können und finde es gut, dass die Menschen, die gedemütigt wurden, heute ohne Angst darüber sprechen können.
12.11.2009 17:52
Feldlerche
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Doch noch mal, obwohl ich eigentlich nur noch kurz in die Spielecke wollte:
Zum 1. Teil, liebe Raggaline smile . Schön, wenn jemand auf so eine glückliche Kindheit zurückblicken kann. Ich weiß ja nicht, was Deine Eltern waren und wie bzw. unter welchen Umständen Du Dich beruflich entwickelt hast. Bei uns war nach dem frühen Tod meines Vaters (1934) jedenfalls Schmalhans Küchenmeister, das Schulgeld für meinen Bruder (Realgymnasium) hat meine Mutter grade noch so ein paar Jahre zusammengekratzt (mit 16 wurde er dann als Luftwaffenhelfer eingezogen). Bei mir reichte es grad noch zur Mittelschule (Abschluss am Tage des Bombenangriffs auf Dresden, 13.02.1945), günstigstenfalls erhoffte Perspektive: zunächst kleine Angestellte und möglichst frühe, "günstige" Verheiratung, Hausfrau. - In der "ostzonalen" bzw. DDR-Realität konnte ich (selbstverständlich mit nicht zurückzuzahlendem Stipendium) eine Hochschulausbildung absolvieren - erst ein Jahr im Direkt- und danach neben meiner beruflichen Arbeit und Wohnungswechseln im Fernstudium - und in dieser Zeit auch noch meine ersten drei Kinder kriegen. Ein Zuckerlecken war das nicht, weder mir noch anderen wurde was geschenkt, aber die Unterstützung des Staates, des Betriebes, der Kollegen war so zu sagen allgegenwärtig. (Auch meine Schwiegermutter hat mir geholfen, aber wir verstanden uns nicht sehr gut). Und danach: Stets eine befriedigende Arbeit, anspruchsvolle Aufgaben! Einmal habe ich allerdings wegen meiner eigenen und der Kinder Gesundheit pausiert, aber danach ging's nahtlos weiter. Und auch meine Sprößlinge schwärmen von ihrer Kindheit, genossen eine gute Ausbildung, verwirklichten ihre vielfältigen sportlichen, kulturellen usw. Interessen, gründeten Familien und kannten keinerlei Zukunftssorgen! Wir waren aber nur eine Familie von Millionen anderer aus den ehemaligen "Unterschichten". Ich bin ohne Abitur mit einer so genannten "Begabtenprüfung" zum Studium zugelassen worden, die meisten erwarben in den Anfangsjahren die Hochschulreife an den Arbeiter- und Bauernfakultäten, und meine Kinder dann ihr "ordentliches" Abitur an den Erweiterten Oberschulen. Selbstverständlich studierten aber auch die Kinder von Intellektuellen, Künstern usw. und sogar Pfarrerstöchter lachen .

Und heute? Mal ganz abgesehen davon, dass auch in meiner Großfamilie Arbeitslosigkeit, Hartz IV und wachsende Existenzunsicherheit umgehen - wenn ich mir nur die verzweifelten Klimmzüge meiner beiden ältesten Enkelinnen (32 + 31) anschaue, könnte ich heulen. Ich hatte mein Diplom mit 25 Jahren in der Tasche, während sie immer noch verzweifelt um ihr Ziel ringen, die eine um die Promotion auf dem Gebiet der Informationstechnik, ihre Cousine "nur" um den Abschluss eines Pädagogikstudiums, während sie als Verkäuferin für den Familienunterhalt jobbt. Denn sie haben jede ein Kind (und sogar jeweils einen "Wessi"-Mann dazu, aber deren familiäre Hilfe kannste so gut wie vergessen). Und wenn sie's beide schaffen: Wie's danach weitergeht, ist ungewiss, wie so vieles heute. -
Und da weiß ich eben, dass ich unter diesen Umständen mit meinen vier Sprösslingen kein so erfülltes, sinnvolles Leben vor mir gehabt und wahrscheinlich auf die letzten drei Kinder verzichtet hätte. So, wie es heute viele BRD-Frauen tun. Und dass spiegelt sich dann eben auch in den Geburtenzahlen wieder.

Und zum 2. Teil Deines Textes: Wie gesagt, da gab es schon manches Bedauerliche und auch traurige Schicksale. Was mich an solchen Sendungen stört, ist nur die absolute Einseitigkeit der Darstellung durch die Medien. Sofern strafbare Handlungen durch DDR-Organe vorlagen, muss das selbstverständlich geahndet werden, und die BRD-Justiz war ja nach 1990 auch sehr eifrig auf der Suche danach, zig-tausend Verfahren wurden eingeleitet, aber das Ergebnis ist mehr als bescheiden (Zahlenvergleiche lassen sich finden).
Ich hätte es fast selbst nicht geglaubt, aber wenn es um die Diffamierung der DDR geht, gibt es bei manchem Sender offenbar ein Konzept, welche Aussage letztlich selbst bei einem Interview herauskommen muss. Einer der Zeitzeugen, die an unserer Buchreihe "Spurensicherung", diesmal Bd. II "17. Juni 1953" in dem ehrlichen Bestreben mitarbeiteten, die historischen Fakten darzulegen, wurde als wichtiger Insider (es handelte sich um den damaligen Oberbauleiter der Stalinallee) auch zu einem Fernsehinterview gebeten. Sein Resümee danach: Nie wieder! Denn man hatte ihm so zu sagen das Wort im Munde umgedreht und geschickt alles rausgeschnippelt, was den Machern nicht in den Kram passte. Der Mann hat sich dafür ehrlich geschämt. Und dies als "bürgerlicher Intellektueller" und beinahe "Widerstandkämpfer", der mit einem BRD-Orden sowie alljährlichen Einladungen zu den 17.Juni-Feierlichkeiten beglückt wurde!

Naja, auch hier: Ein weites Feld!

Aber nun doch erst mal Tschüs und Gute Nacht Winken

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Feldlerche: 12.11.2009 21:17.

12.11.2009 20:39
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Zitat:
Original von Feldlerche
Nur noch zu den Texten von @WitzBolt und dessen kühnen Behauptungen (76 Atomraketen auf Schleswig-Holstein in einer NVA-Stabsübung?!) . Das Wichtigste in diesem Falle wäre eine exakte Quellenangabe, denn unter Google tut sich da nichts auf.

Fällt mir schwer, das zu glauben.

Die Eingabe "Stabstraining 89" liefert bei Google nach einer Suchdauer von 0,06 Sekunden 152 Treffer. Die ersten 10 Treffer bestehen aus 2 Wikipedia-Links sowie diversen wissenschaftliche oder Zeitungs-Artikel, die alle auf 2 zur Verfügung stehende Sekundärquellen verweisen: Einen Artikel von Dr. Hans Rühle sowie das Buch "Der Kalte Krieg - Geschichte eines Radikalen Zeitalters" von Prof. Bernd Stöver. Beide beziehen sich in ihren Ausführungen unabhängig von einander (soweit sich das nachvollziehen lässt, jedenfalls gibt es keine gegenseitigen Querverweise) auf historische Primär- = Originalquellen, sprich Dokumentationen der NVA. In einer der beiden Quellen werden übrigens auch die Umstände der Sicherstellung der Originaldokumente dargestellt.

Zitat:
Also, wenn die nicht geliefert wird, verbuche ich dies als eine der vielen Verleumdungen gegen DDR und NVA.

Du kannst die Buchung stornieren. Ich bin es nicht, der von uns Beiden auf dünnem Eis wandelt. smile

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12.11.2009 22:27 WitzBolt ist offline E-Mail an WitzBolt senden Beiträge von WitzBolt suchen Nehmen Sie WitzBolt in Ihre Freundesliste auf
Feldlerche
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Ja danke, da muss ich in der Eile wohl doch was Falsches eingegeben haben. Dem von mir zu Rate gezogenen Militärwissenschaftler und -historiker war, wie gesagt, eine solche 1989er Übung nicht bekannt, aber er fragte: Welcher Stab soll denn das gewesen sein? Und erklärte mir, dass es einige davon gab, beispielsweise den Hauptstab der NVA, die Stäbe der verschiedenen Teilstreitkräfte, die Stäbe der ( 5 ?) Militärbezirke usw. Darauf gibt der Rühle-Artikel - aus welchen Gründen auch immer - leider keine Auskunft. Ich werde nun versuchen, ihn irgendwie auszudrucken (kannst Du nun glauben oder nicht, aber das pack' ich nicht immer) und dem Mann, der keinen Internet-Anschluss besitzt, per Post zuzuschicken.
Was da von beiden Militärbündnissen unter Leitung der Hauptmächte für grausige Szenarien in Betracht gezogen wurden, ist ja längst kein Geheimnis mehr (siehe Beispiel Dresden). Mich macht nach aller Erfahrung auf anderen Gebieten aber misstrauisch, dass nun ausgerechnet der NVA und mit ihr der DDR der letzte "Schwarze Peter" zugeschoben wird. Und dies noch dazu pauschal, ohne die für Experten unerlässlichen Angaben (s.o.) Und vor allem, ich wiederhole es, ohne dass die DDR überhaupt Zugriff auf Atomwaffen hatte (Was ich durchaus nicht für zweitrangig halte. Aber so zu tun, "als ob" passt eben geradezu ideal in die gängige DDR-Verteufelung). Da liegt für mich dann doch der Gedanke nahe: Der Sieger schreibt die Geschichte.
Aber wir werden sehen, und wie ich das einschätze, kriegen wir in einiger Zeit ("mein" Mann ist auch schon über 80, und alte kranke Leute arbeiten nicht mehr ganz so fix) eine fundierte Antwort. Zumindest in Bezug auf die zentrale Führungsebene der DDR-NVA. Alles andere fände nun wiederum ich bedeutungslos.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Feldlerche: 13.11.2009 04:57.

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Atomraketen auf Bremen:
Die Angriffspläne gegen Deutschland während des Kalten Krieges Von Gerhard Gnauck 9. Mai 2006, 00:00 Uhr

Der Warschauer Pakt plante einen Blitzkrieg gegen Westeuropa. Bremen wäre mit Atomraketen beschossen worden - Polen gibt streng geheime Akten frei


Hier lesen

http://www.welt.de/print-welt/article215...en_Krieges.html

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lachen @elster
Na, wenn das sogar einem Profi (für den ich Dich halte) passiert (oder hat don nur den Link falsch gesetzt?), fühle ich mich ja rehabilitiert, dass ich ich nicht gleich im ersten Anlauf unter "Stabsübung 89" bei Google gefunden habe, was WitzBolt meinte. Gestern wollte ich schon an mir zweifeln, weil ich bei derselben Eingabe tatsächlich gleich auf der ersten Seite auf den Rühle-Artikel stieß. Desto größer die Überraschung eben, als ich ihn zum Ausdrucken nochmals aufrufen wollte - und da war er wieder weg. Statt dessen ein Wirrwarr von Institutionen (Rotes Kreuz, Bundesregierung, Gesundheits- und Impfwesen, Schulen, DDR-Bezirks- und Kreiseinsatzleitungen (mit Atomwaffen ausgerüstet? hair ), aber selbst Schweizer und Österreicher werden der Stabsübungen 89 bezichtigt Lachen2 . Bei der RAF (etwa Position 160) habe ich es dann aufgegeben und mich als letzten Rettungsanker an Wikipedia erinnert. Und tatsächlich gab es dort dann endlich einen Link zum Artikel des ehemaligen Chefs des Planungsstabes im Bonner Verteidigungsministerium, Dr. Hans Rühle. Konnte ihn danach sogar ausdrucken (*mir selbst auf Schulter klopf*) und werde ihn wie versprochen weitergeben.
Beim nochmaligen Durchlesen habe ich allerdings - sehr zurückhaltend gesagt - noch mehr über die Chuzpe gestaunt, mit der dem unbefangenen Leser hier quasi suggeriert wird, dass beispielsweise die Schleswig-Holsteiner (und das sogar noch 1989, während anderenorts angeblich bereits ein Kurswechsel stattgefunden hatte) seitens der DDR atomar bedroht wurden, obwohl sie das zu keiner Zeit konnte!
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (z.B. an den allen BRD-Institutionen in den 90er Jahren erteilten "DDR-Delegitimierungsauftrag" des Herrn Kinkel, FDP) ??? Kopfpatsch

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Feldlerche: 13.11.2009 16:45.

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ratlos2

Der Warschauer Pakt plante einen Blitzkrieg gegen Westeuropa. Bremen wäre mit Atomraketen beschossen worden - Polen gibt streng geheime Akten frei

Hier lesen

http://www.welt.de/print-welt/article215...en_Krieges.html

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Zitat:
Original von Feldlerche
lachen @elster
Na, wenn das sogar einem Profi (für den ich Dich halte) passiert (oder hat don nur den Link falsch gesetzt?), fühle ich mich ja rehabilitiert, dass ich ich nicht gleich im ersten Anlauf unter "Stabsübung 89" bei Google gefunden habe, was WitzBolt meinte. [...] Und tatsächlich gab es dort dann endlich einen Link zum Artikel des ehemaligen Chefs des Planungsstabes im Bonner Verteidigungsministerium, Dr. Hans Rühle. Konnte ihn danach sogar ausdrucken (*mir selbst auf Schulter klopf*) und werde ihn wie versprochen weitergeben.

Faszinierend, wie die Quellen mit dir unbequemen Inhalten gerade zu vor dir weglaufen. Lachen2 Sogar im Internet. Lachen2 Da steckt ja fast schon System dahinter. Lachen2 lachen

Zitat:
Beim nochmaligen Durchlesen habe ich allerdings - sehr zurückhaltend gesagt - noch mehr über die Chuzpe gestaunt, mit der dem unbefangenen Leser hier quasi suggeriert wird, dass beispielsweise die Schleswig-Holsteiner (und das sogar noch 1989, während anderenorts angeblich bereits ein Kurswechsel stattgefunden hatte) seitens der DDR atomar bedroht wurden, obwohl sie das zu keiner Zeit konnte!

Dann hast du einen falschen Artikel gelesen. Soll ich dir nochmal die Anleitung geben, wie du zum richtigen Artikel kommst?

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13.11.2009 18:54 WitzBolt ist offline E-Mail an WitzBolt senden Beiträge von WitzBolt suchen Nehmen Sie WitzBolt in Ihre Freundesliste auf
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Mal was anderes.

War auch die "Gastronomie" in der DDR besser. Ich hab gehört, dass zu dieser Zeit die Kubanische Küche "In" war. Kann das jemand bestätigen? Lachen2
13.11.2009 21:52 04112012 ist offline Beiträge von 04112012 suchen Nehmen Sie 04112012 in Ihre Freundesliste auf
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also ich war nur einmal in Ost-Berlin, 1984 war das, da haben wir am Prenzlberg in einer normalen Gastwirtschaft gegessen.

Ich hatte, soweit ich mich erinnere, einen Grillteller. Und ja, es waren div. Fleischsorten drauf - Schweinerücken-, Schweinenacken- und Schweinesteak ja mit leckeren Bratkartoffeln, Salat, ne Club-Cola und nen Manhatten zum Abschluss....

War viel und reichlich und vor allen Dingen wars billig ja Für (glaub ich) 4,50 oder 5,50 Ostmark. War also nicht teuer, und ich hatte ja reichlich Zwangsumtauschgeld von 25 Ostmark...ich konnte sie an diesem Tag nicht ganz ausgeben...weil, sonst gabs halt nicht viel...ausser reichlich
Manhatten-Cocktails und noch ein Eis im Palazzo Prozzo... Lachen2
13.11.2009 22:04
Feldlerche
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RE: Heute vor 20 Jahren: Die Mauer wird geöffnet Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

@ WitzBolt
Und wie hat ein naiver Leser denn das wohl verstanden?

Zitat:
Original von WitzBolt
Die NVA führte bis zuletzt Übungen für den Abschuss von weit über 50 Atomraketen auf Schleswig-Holstein durch.


No comment!
14.11.2009 07:41
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Lang nichts mehr gelesen hier!

Hab die letzte Woche, die "mehrstündige No Comment-Doku" vom Fall der Mauer gesehen. Berlin 1989. Hinter den Kulissen und in DDR Familien, spielten sich ergreifende Szenen ab. Trabiwellen rollten Richtung Grenzübergänge.

Warum gingen und fuhren an diesem historischen Tage soviel Menschen von Ost- nach Westberlin? Geschah es aus Solidarität, aus sozialer Gemeinschaft heraus. Warum schrien so viele das Wort "Freiheit" oder "endlich Frei?

Sicherlich geschah es nur aus Neugier - denn in der DDR war alles besser ... oder? kopfkratz Freude
17.11.2009 16:16 04112012 ist offline Beiträge von 04112012 suchen Nehmen Sie 04112012 in Ihre Freundesliste auf
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lachen Ja, da sind "Spiegel"-Leser wirklich manchmal im Vorteil.
Lies doch mal, falls Du die Möglichkeit hast, in Heft 46/09 unter "Karrieren" den Artikel "Die Schläferin" von Alexander Osang.

Prof. Cristofer Frey, ein Theologe aus Bochum, "saß am Herbstwochenende 1989 direkt neben Angela Merkel und erinnert sich an eine Frau mit rundem, freundlichem, aber verschlossenem Gesicht. Er ... war erstaunt, wie jung sie wirkte, und wie unpolitisch, sagt er ... und als die Männer einmal nackt in einen uckermärkischen See sprangen, habe sie seiner Frau anvertraut: Am meisten störe sie an der DDR, dass es keinen anständigen Joghurt gebe. Alles, was er politisch aus ihr herausholen konnte, war, dass sie es hier im Osten ganz anders machen müssten als in seiner Bundesrepublik."
...

"Hans Jörg Osten erinnert sich an eine junge Frau, die sich eifrig in der FDJ-Gruppe der Akademie engagierte, die er leitete. Sie waren nicht zufrieden, aber auch nicht hoffnunglos, sagt er. Sie organisierten Streitgespräche im FDJ-Studienjahr und waren zusammen Betreuer im Kinderferienlager der Akademie. Er hat geholfen, die Wohnung zu renovieren, die Angela Merkel besetzte, nachdem sie sich von ihrem ersten Mann trennte ... Er (Osten, Anm. Feldlerche) ist heute Professor in Hannover. Auch er ist ein Physiker mit Wendevergangenheit, aber als Zeitzeuge ist er nur den Mann, der bestätigen kann, dass Angela Merkel Agitatorin der FDJ-Gruppe war, die er leitete, und nicht Kultursekretärin, wie sie behauptet ..." usw. usf.

Anfang der 90er hat die heutige Kanzlerin, die keinen Hehl daraus macht, für wie pöööse sie die verblichene DDR hält, sogar noch ganz harmlos bestätigt, dass sie gern in der FDJ war. lachen

Na ja was soll's, gegen Gedächtnisverlust kann man halt nichts machen, und karrierebewussten Menschen bleibt in dieser famosen Gesellschaft ja scheinbar keine andere Wahl.

Er sei ihr deshalb im Hinblick auf die DDR (fast) verziehen - im Gegensatz zur Politik der Koalitionen, denen sie vorstand/vorsteht. Da könnte der Verlust der Erinnerung an die schlimmsten Kapitel der deutschen Geschichte (und damit meine ich keineswegs die deutsche Spaltung 1945/1989) für uns und die ganze Welt schlimme Folgen haben.

P.S. Was allerdings den DDR-Joghurt betrifft, kann ich "Angie" leider nur zustimmen. ja
17.11.2009 18:01
User-08-04-11
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Zitat:
Original von Feldlerche
(...) Angela Merkel und erinnert sich an eine Frau mit rundem, freundlichem, aber verschlossenem Gesicht. (...) Am meisten störe sie an der DDR, dass es keinen anständigen Joghurt gebe.

P.S. Was allerdings den DDR-Joghurt betrifft, kann ich "Angie" leider nur zustimmen. ja


Feldlerche eek du kritisierst deine geliebte Deutsche Demokratische... Verwarnung

Hast du dir das auch genau überlegt... Lachen2
17.11.2009 18:45
Feldlerche
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lachen Oh ja, denn die West-Joghurte waren auch mein ganz spezielles Wende-Erlebnis.

Allerdings, wenn ich's mir recht überlege, kamen unsere zwei Vollmilch- Sorten - (die eine himbeerrosa, die andere reinweiß - ich bevorzugte letztere) ökologisch geradezu vorbildlich daher in ihren Viertelliter-Glas-Pfandflaschen, und sie schmeckten auch gar nicht so übel ja . Es gab außerdem Magerjoghurt, aber den mochte ich nicht.
Wahrscheinlich saßen im Politbüro keine so passionierten Joghurt-Esser wie Angie und ich. lachen

Nein, im Ernst: Mein Mann und ich haben uns oft darüber unterhalten, dass unser Warenangebot selbst mit unseren Möglichkeiten viel reicher und vielfältiger hätte gestaltet werden können - sofern die jeweils Verantwortlichen wirklich mit Engagement und Liebe bei der Sache gewesen wären.
Und da hätten in den meisten Fällen die zentralen Organe auch gar nicht bemüht werden müssen: Jeder an seinem Platz das Bestmögliche für das Allgemeinwohl leisten, darum ging und geht es letztlich in jeder sozialistischen Gesellschaft.
In dieser Hinsicht bleiben mir eben unsere Anfangs- und Aufbruchsjahre unvergesslich. "Anmut sparet nicht, noch Mühe, Leidenschaft nicht, noch Verstand..." forderte Bertolt Brecht in seiner "Kinderhymne". Unsere Begeisterung für eine wunderbare, gute Sache war eine phantastische Triebkraft, die denn auch zunächst zu atemberaubenden Erfolgen führte.

Später waren da mancherorts leider zunehmend Routine, Bequemlichkeit, Kritikunfähigkeit, falsche Kumpelhaftigkeit, sogar Eigennutz und - wie ein Soldat sagen würde " Dienst nach Vorschrift".
Uns damit nicht offener und konsequenter auseinandergesetzt zu haben, ist eines unserer größten Versäumnisse - obwohl das unter den konkreten Bedingungen besonders schwer war.

Im Kapitalismus wird dies alles bekanntlich "einfacher" geregelt, der Mensch muss "spuren", das Letzte aus sich herausholen, sonst kommt er eben zu allererst unter die Räder - vor allen anderen, die's dann auch irgendwann und irgendwie erwischt.
Und das kann's am Ende ja wohl doch nicht sein.
Ich persönlich denke, dass kein Weg an einer fortschrittlichen Gesellschaft vorbeigeht, in der die allgemeine Moral so beschaffen ist, dass jeder seine Ehre daran setzt, das Beste, Kreativste für die Gemeinschaft zu leisten.
Ich weiß, dagegen spricht die angeblich so "miserable" Natur "des" Menschen.
Aber - und das ist für mich persönlich überhaupt das Faszinierendste an der DDR - ich habe in ihr unglaublich viele Menschen kennengelernt, die man sich - trotz mancher ihnen noch anhaftenden Schlacken - sehr gut als bewusste, freie Bürger einer solchen Gemeinschaft vorstellen kann.
Der Mensch ist zu allem fähig, im Bösen wie im Guten. Es kommt stets auf die Triebkräfte und Bedingungen, d. h. vor allem auf Charakter und Ziele der jeweiligen Gesellschaft an.

Na ja, ich gebe hier immer nur meine Erfahrung/Überzeugung preis und habe ich mich schon wieder zu viel mehr verleiten lassen, als ich eigentlich wollte.

Ehrlich gesagt, bin ich der Grundsatzdebatte mittlerweile leid, und sogar ********** Bussi2 wollte mich ja eigentlich nur ein bissel mit dem DDR-Joghurt necken.
Deshalb abschließend nochmals die Bestätigung: Ja, der "West-Joghurt" ist zumindest angenehm sortenreich.
Ob "besser" im Sinne von gesünder, bekömmlicher usw., darüber sollen die Experten streiten ratlos2 lachen .

Aber: Unsere knackig-würzigen Delikatess-Spreewaldgurken waren bereits zu DDR-Zeiten jederzeit um einige Klassen besser als Eure äußerst fragwürdigen Produkte.
Und die Thüringer Wurst.
Und der Dresdner Stollen.
Und der Nordhäuser Korn rotwerden .
Und...und...und... lachen lachen lachen

Tschüs - und schlaft alle schön! Winken schlafen

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Feldlerche: 17.11.2009 21:00.

17.11.2009 20:57
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Zitat:
Original von Feldlerche
Na ja, ich gebe hier immer nur meine Erfahrung/Überzeugung preis und habe ich mich schon wieder zu viel mehr verleiten lassen, als ich eigentlich wollte.


Bussi2 Hab ich volles Verständnis dafür! Du wolltest nur einen Einzeiler schreiben, bist aber dann gedankenverloren abgeschweift, in ferne ferne Zeiten.

Lachen2 Lachen2

Apropos da gab es doch noch was Gutes! Einen Weinbrand, so um die 32 Prozent hatte der. Bärenkrone, hmh, hieß der so? War recht mild und hob einen nicht so schnell aus den Stiefeln! lachen lachen
17.11.2009 21:08 04112012 ist offline Beiträge von 04112012 suchen Nehmen Sie 04112012 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Feldlerche
********** Bussi2 wollte mich ja eigentlich nur ein bissel mit dem DDR-Joghurt necken.


ja schaemen Bussi2

Zitat:
Original von Feldlerche
Deshalb abschließend nochmals die Bestätigung: Ja, der "West-Joghurt" ist zumindest angenehm sortenreich.
Ob "besser" im Sinne von gesünder, bekömmlicher usw., darüber sollen die Experten streiten ratlos2 lachen .


Jedenfalls waren da keine Baumwollfäden oder Holzspäne als Fruchtersatz im Ost-Joghurt, denn Baumwolle und Holzspäne waren "aus" und standen nicht aufm Plan... Lachen2 lachen

Zitat:
Original von Feldlerche
Aber: Unsere knackig-würzigen Delikatess-Spreewaldgurken waren bereits zu DDR-Zeiten jederzeit um einige Klassen besser als Eure äußerst fragwürdigen Produkte.
Und die Thüringer Wurst.
Und der Dresdner Stollen.
Und der Nordhäuser Korn rotwerden .
Und...und...und... lachen lachen lachen


Gurken - Keine Ahnung welche da besser schmecken - ich mag Gurken grundsätzlich nicht so gerne

Thüringer Rostbratwurst Top mangare

Dresdner Stollen Top mangare

Nordhäuser Doppelkorn - down da muss ich bei zuviel Genuß Kotzi lachen
17.11.2009 21:18
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