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Der Niedergang des Abendlandes – wie der Westen auf dem Vulkan tanzt

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Lonicera Lonicera ist weiblich
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Der Niedergang des Abendlandes – wie der Westen auf dem Vulkan tanzt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Prof.Dr. David Engels, Professor für Geschichte an der Freien Universität Brüssel, sieht nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, in der heutigen westlichen Welt immer mehr Anzeichen für eine niedergehende Gesellschaft ohne Werte.
Führt der Tanz ums Goldene Kalb zum Untergang des Abendlandes?

Lesen unter
https://de.sputniknews.com/politik/20170...ten-niedergang/

Besonders interessant finde ich diese Passagen:

Zitat:
[...]Man kann die Gesellschaftsprobleme, die Sie beschreiben, von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachten. Ein Kommunist würde wohl in Ihren Beobachtungen in erster Linie den faulenden Kapitalismus im Endstadium sehen.

Nicht zu Unrecht, denn natürlich spielen die von Marx und, wenn Sie den Namenspatriotismus erlauben, Engels beschriebenen wirtschaftlichen Automatismen eine große Rolle.
Es ist ganz klar, dass sich seit dem Fall der Mauer die kapitalistische Wirtschaftsordnung gefährlich radikalisiert hat. Von 1945 bis 1991 wurde versucht, die Ausartungstendenzen des Kapitalismus durch eine soziale Form der Marktwirtschaft einzudämmen, um den Bürger nicht in Versuchung zu führen, auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs zu schielen.
Seit dem Fall der Sowjetunion aber erleben wir überall das Aufkommen einer zunehmend radikalen Form des Ultraliberalismus, die zu Monopol, Überspekulation und enormen gesellschaftlichen Verwerfungen drängt und früher oder später in den Krieg führt, sei er innerer oder äußerer Natur.
Doch so sehr mich die marxistische Analyse des Kapitalismus an sich überzeugt, so unglaubwürdig scheint mir der Gedanke, all dies müsse langfristig in die friedliche klassenlose Gesellschaft führen: Wahrscheinlicher ist eher der totale Überwachungsstaat der Großkonzerne…

Es gibt zu viele Probleme, um sie alle aufzuzählen. Vieles hängt wohl mit der Globalisierung zusammen. Und eben mit dem Kapitalismus. Wo sollte man anfangen? Ist unser Modell überhaupt noch zu reformieren oder geht es nur noch über die Reset-Taste?

Nun, ich bin ja Historiker und möchte daher gerne von politischen Handlungsanleitungen absehen. Allerdings scheint mir die Verflechtung und Selbstverstärkung der heutigen Krisenfaktoren ein solches Ausmaß erreicht zu haben, dass ich kaum zu sehen vermag, wie wir das gewaltige Konfliktpotential noch entschärfen könnten. Arbeitslosigkeit, Überalterung, Bevölkerungsschwund, Desindustrialisierung, Globalisierung, Demokratiekrise, Populismus, Masseneinwanderung, Werteverlust, Verarmung, Kriminalität, Fundamentalismus, Reformstau, Zivilisationskrieg – das ist einfach zu viel für uns. Zumal es ja auch nicht wenige Menschen gibt, die gerade aus der gegenwärtigen Krise Profit ziehen und gewaltige materielle wie politische Macht anhäufen.
Um uns vor dem Niedergang, dem Bürgerkrieg und schließlich dem Autoritarismus zu retten, müssten plötzlich alle tragenden Kräfte der europäischen Gesellschaft an einem Strang ziehen und einen langfristig angelegten, mit beträchtlichen Opfern verbundenen Reformplan nicht nur einstimmig verabschieden, sondern auch über Jahrzehnte hinweg ungeachtet aller Regierungswechsel durchhalten.
Das wäre paradoxerweise dann aber auch das Ende jener Demokratie, auf die wir so große Stücke halten.
So ist wohl Ihre „Reset“-Taste, also die Implosion unserer Gesellschaft, die wahrscheinlichere Lösung.
Aber natürlich bin ich der erste, der hofft, Unrecht zu haben.


__________________
Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden
(Bertolt Brecht)

27.02.2017 01:29 Lonicera ist offline Beiträge von Lonicera suchen Nehmen Sie Lonicera in Ihre Freundesliste auf
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