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Die letzten 10 Beiträge
Elster

Stimmt.
Ich denke auch, dass sich die allermeisten hier sehr wohl fühlen.

Aber bei vielen liegt das auch daran, dass sie von den deutschen Behörden unbehelligt in ihrer Parallelgesellschaft leben und dort schalten und walten können wie sie wollen. Geht das Geld aus wird ihnen schon geholfen. Und das betrifft nicht nur die türkische Nationalität.
Trotzdem bekommt Erdogan hier regelmäßig fast eine halbe Million Wählerstimmen.
Also müsste man meinen, die würden lieber dort leben. Aber dort fehlt eben die finanzielle Unterstützung. Zwinker2 Pfeiffen
hoffi

Wie sich "demokratisch" anfühlt, kennen die Türken aber sicher aus Deutschland. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Türken, die hier ein paar Jahre gelebt und gearbeitet haben, sich anschliessend in der Türkei wohlfühlen können.
Aber vielleicht bin ich zu arrogant, und es verhält sich ganz anders. suspekt Lachen2
Elster

Naja, die Türkei zählt doch aber zu den sicheren Herkunftsländern und ist lt. eigenen Aussagen sehr demokratisch. Pfeiffen
So gesehen kann es keine türkischen Asylbewerber geben.
hoffi

vielleicht sind sie wegen Erdogan geflohen, weil sie Angst vor Unterdrückung bspw. haben. Ein anderer Grund fällt mir momentan nicht ein.
Elster

Das ist ja grundsätzlich in Ordnung.

Aber die Frage muss auch erlaubt sein:

Unter welchen Bedingungen leben in der Türkei die 4 Mio Flüchtlinge?
Der Großteil lebt in Flüchtlingscamps, in Zelten ohne ausreichende Versorgung auch in medizinischer Hinsicht.


Unter solchen Bedingungen würde Deutschland auch so viele aufnehmen.

Und im Übrigen ist die Zahl der türkischen Flüchtlinge in Deutschland im letzten Jahr auf fast 440.000 gestiegen.
Wieso eigentlich??? Pfeiffen
Damir8 RE: Flüchtlingsstrom ohne Ende ???

Hi,

ohne jemanden nahe zu treten. Hat sich jemand mal Gedanken gemacht das die Türkei ca. 4 mio Flüchtlinge aufgenommen hat. ?

Viele Grüße
Damir8
Hanker49

Ich persönlich kann nur sagen , wer hierher kommt sollte sich auch die Gesetze halten , ich selbst bin mit 7 Jahre nach deutschland gekommen
Lonicera

In Ergänzung des von mir bereits im vorigen Post Geschriebenen hier ein durch anschauliche Grafiken gut verständliches Monitor-Video zur europäischen Abschottungspolitik sowie erschütternde Augenzeugenberichte zu den Folgen für die Betroffenen.
Anschauen unter
https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=BqA2uhfYEfE

Albrecht von der Lucke ist einer der Wenigen, die das Flüchtlingsproblem an der Wurzel packen wollen. Er fordert in seinem Artikel "Die Jahrhundertaufgabe"
Europa muss seine Wirtschaftspolitik mit Afrika auf eine faire Basis stellen und den Menschen dort eine Perspektive geben

Zitat:
[...]Die Politik der Abschottung geht diesem Problem nicht an die Wurzel. Die Lösung müsste bei einer gerechten Verteilung der Flüchtlinge in Europa beginnen – gegen den Egoismus der Nationalstaaten. Doch letztlich geht es um etwas Grundsätzlicheres, nämlich das westlich-kapitalistische Wohlstandsmodell. Das Geschäft der Schlepper mit der Not funktioniert nur aufgrund des immensen Wohlstandsgefälles zwischen Norden und Süden. Deshalb muss die EU endlich ihre Wirtschafts- und Handelspolitik mit Afrika auf eine gerechte Basis stellen und den Menschen eine lebenswerte Perspektive in ihrer Heimat ermöglichen. Dass dies auch im ureigenen Interesse Europas liegt, ist dabei vielleicht der größte Hoffnungsschimmer für Afrika. Denn solange das radikale Wohlstandsgefälle weiter existiert, wird die millionenfache Flucht nach Europa kein Ende finden.

Vollständigen Text lesen unter
https://www.freitag.de/autoren/der-freit...rhundertaufgabe

Allerdings dürfte auch er wissen, dass solche Appelle in der von brutaler Profitgier des internationalen Kapitals/seiner politischen Handlanger beherrschten Welt von heute wirkungslos bleiben werden, wenn diese verbrecherischen Kräfte nicht durch eine stärkere Macht bezwungen werden.
Als Atheistin scheidet für mich die Hoffnung auf Gottvater leider aus. Obwohl es verlockend wäre, wie "Bruce allmächtig" für einige Tage seine Urlaubsvertretung zu sein. Dann würde ich nämlich sämtlichen in Afrika und Nahost aktiven Fluchtverursachern sowie den angeblich "unwissenden" Nutznießern und Wegschauern einen gewaltigen, unvergesslichen Traum schicken, in dem sie sich vor einem vorfristigen Jüngsten Gericht verantworten müssen, um danach verdientermaßen mit Heulen und Zähneklappern zur Hölle zu fahren. Vielleicht zeigte das nach dem Erwachen ja zumindest eine Zeitlang Wirkung?
Aber, um in der Realität zu bleiben: Stärker als jede skrupellose imperialistische Politik sind nur die Völker dieser Welt und vor allem die internationale Solidarität aller Ausgebeuteten und Unterdrückten - egal welcher Herkunft, Hautfarbe und Religion. Sie vermisse ich in der Gegenwart am meisten, sie wurde auch hierzulande weitestgehend durch substanzlose Heuchelei und Rassismus abgelöst.
Die lautstarke Forderung von Alice Weidel (AfD), Frau Merkel wegen ihrer Flüchtlingspolitik den Prozess zu machen, begrüße ich sehr. Allerdings müssten sie und andere dann ebenfalls als Hauptangeklagte vor einem Gericht stehen, das über jene zu urteilen hat, deren "Flüchtlingsabwehr" und rassistische Hetze Schuld am Tode tausender Menschen sind.
Es gab in der Vergangenheit bereits eine derartige Institution, die weltweit von namhaften Intellektuellen/einer breiten Welle der Solidarität unterstützt wurde und mit ihren - obwohl nur symbolischen - Urteilen bei sehr vielen Menschen ein Nach- und Umdenken erreichte.
Mit anderen Worten:

Es wäre allerhöchste Zeit für das Russell-Tribunal zu Afrika und Nahost!


https://de.wikipedia.org/wiki/Russell-Tribunal
Lonicera

Zitat:
[...]Frau Merkel wird zwar gegeben Falles ihre Entourage verändern, aber keineswegs die bisherige - längst von Vorherrschafts- und Großmachtstreben bestimmte - deutsche Politik aufgeben wollen. Dies kann nur durch eine wesentlich stärkere Opposition bewirkt werden - und zwar sowohl durch eine breite außerparlamentarische Massenbewegung, als auch unbedingt innerhalb des Bundestages.[...]

Nicht nur aus meiner Sicht ist das direkte, spürbare Engagement der Bevölkerung der wichtigste Schlüssel zur Veränderung.
Das bedeutet neben vielem anderen vor allem Überwindung der vorherrschenden Gleichgültigkeit des Einzelnen gegenüber allem, was ihn nicht unmittelbar betrifft - besser gesagt: zu betreffen scheint.
Denn mehr denn je hängt in unserer globalen Welt alles zusammen, ist alles miteinander verknüpft.
Jeder könnte doch wahrlich wissen, dass beispielsweise weit entfernte Kriege und sämtliches damit verbundene Elend von heute auf morgen mit Auswirkungen wie nie zuvor über uns hereinzubrechen drohen.
Ist es etwa kein neues Alarmzeichen, wenn man sich nun selbst in Regierungskreisen darüber Sorgen macht, dass es in Deutschland keine Atomschutzbunker gibt?
Doch bestenfalls hört man im Lande ein unterirdisches Grummeln; an Friedensdemos nehmen im Schnitt ein paar hundert Menschen teil; wer in Foren wie diesem gegen die größer werdende Gefahr anschreibt, muss sich von gewissen Leuten mit penetranter Frechheit "linke Propaganda" und "Ewiggestrigkeit" vorwerfen lassen; andere User lesen - und schweigen.

Irgendwo habe ich mal Brecht zitiert, jetzt versuche ich es mit Honoré de Balzac:

"Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles."

Das war nach dem letzten Weltkrieg und noch Jahrzehnte danach mal anders.
Wir besaßen eine weltweite mächtige Friedensbewegung - auch in beiden Teilen Deutschlands - die sehr viel bewegt und Unschätzbares beispielsweise zur Beendigung des Vietnamkrieges beigetragen hat.

Aktive internationale Solidarität und Zurückstellung/Überwindung des scheinbar Trennenden auch hierzulande, um den grassierenden - und doch mehr denn je zuvor deutlich erkennbaren!!! - tödlichen Irrsinn des entfesselten Kapitalismus und der ihm dienenden Eliten zumindest erst mal zu bändigen - allerdings mit dem unverzichtbaren Ziel, eine bessere Gesellschaft aufzubauen.

Sich dafür Tag für Tag mit Wort und Tat im eigenen Wirkungskreis und entsprechend der eigenen Kraft einzusetzen, ist das Wichtigste, was jeder tun kann/muss.

Aber was schreibe ich denn wieder überhaupt wieder so viel - jeder weiß das alles doch im Grunde selbst.
hoffi

...dass man das durch eine entsprechende Parteienwahl unterstützt, davon gehe ich selbstredend aus.
Sollte das alles sein, wie man es beinflüssen könnte???
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